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Lehrerpraxistage im Seehotel Maria Laach
Lehrerkräfte der Patenschulen zeigten großes Interesse für die verschiedenen Ausbildungsbereiche
Maria Laach. In den Jahren 2011 und 2012 unterzeichnete das Seehotel Maria Laach mit sechs Realschulen plus und drei Berufsbildenden Schulen aus der Region, mit denen das Haus zum Teil bereits zuvor erfolgreich zusammengearbeitet hatte, Schulpatenschaften.
Nach dem unerwartet großen Interesse seitens der Lehrerschaft an den so genannten „Lehrerpraxistagen“, die im Jahr 2012 zum ersten Mal im Seehotel Maria Laach angeboten worden waren, hatten sich jüngst insgesamt 15 Lehrkräfte der neun Patenschulen im Seehotel angemeldet, um ihren Schülern die während der Praxistage gewonnenen Eindrücke in der Küche, der Konditorei, auf der Etage sowie im Service und an der Rezeption möglichst authentisch im Unterricht vermitteln zu können.
Die Pädagogen fanden sich morgens um 8.30 Uhr im Seehotel ein, wo sie nach einer Begrüßung in die jeweiligen Bereiche des Hauses eingeteilt wurden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde der Einsatzort gewechselt, und am Ende des Schnuppertages versammelten sich die Teilnehmer zu einer gemeinsamen Feedbackrunde mit Birgit Müller-Leersch und den Betreuern der jeweiligen Abteilungen in einem der Tagungsräume des Hauses.
Selbstverständlich gab es auch für die Lehrerschaft eine Kleiderordnung. So waren in Küche und in Konditorei weißes T-Shirt, Jeans und rutschfestes Schuhwerk obligatorisch, während auf der Etage ebenfalls weißes T-Shirt zu weißen Socken, Jeans oder Leggins und weißen Turnschuhen vorgeschrieben waren. Im Service und an der Rezeption galt die Kleiderordnung weiße Bluse bzw. weißes Hemd mit Fliege oder Krawatte, dunkelblauer oder schwarzer Rock bzw. Stoffhose und passende bequeme Schuhe. Außerdem musste jeder Teilnehmer eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, aus der hervorging, dass er frei von ansteckenden Krankheiten war.
Dass die Pädagogen während der Lehrerpraxistage in der einen oder anderen Abteilung ihren Schülern begegneten, lag daran, dass diese zur gleichen Zeit ihr Schulpraktikum in dem Vier-Sterne-Hotel absolvierten.
Mit großem Engagement begleitet Birgit Müller-Leersch, Personalchefin des Seehotels, die Kommunikation zwischen Schulen und Hotel, was nicht zuletzt daher rührt, dass die Mutter von drei Kindern als ehemaliges Mitglied im Elternbeirat die Vorurteile von Schülern und Eltern gegenüber der Gastronomie hinreichend kennengelernt hat. Außerdem ist sie schon seit Jahren im Arbeitskreis Schule und Wirtschaft der Landesvereinigung Unternehmerverbände aktiv.
Müller-Leersch, die sich schon seit vielen Jahren mit dem Gedanken trägt, den jungen Leuten auch gewisse Umgangsformen und Wertevorstellungen zu vermitteln, stieß sie bei dem zuständigen Ansprechpartner der FOS Mendig, Herrn Wehner auf offene Ohren und initiierte gemeinsam mit ihm und Herrn Senk, Referent des gastronomischen Bildungszentrums der IHK, ein so genanntes „Buisiness-Knigge-Seminar“, an dem 19 Schüler der Mendiger FOS am vergangenen Montag teilnahmen. „Obwohl eine Ausbildung in der Gastronomie für die Mendiger FOS-Schüler nicht infrage kommt, möchten wir ihnen auf diesem Weg die Möglichkeit eröffnen, im späteren Berufsleben sicher aufzutreten und Berührungsängste abzubauen, wenn es zum Beispiel um einen Restaurantbesuch oder ein anspruchsvolles Dinner geht oder Gäste in den eigenen vier Wänden formvollendet zu bewirten“, so Birgit Müller-Leersch im Gespräch mit „BLICK aktuell“. Die ambitionierte Fachfrau wies in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass es wohl keine andere Branche in Deutschland gebe, die so spannend; zukunftssicher und abwechslungsreich sei, wie das Gastgewerbe. Sie fügte hinzu: „Das Seehotel Maria Laach bietet den interessierten jungen Leuten eine hochkarätige Ausbildung im Hotelfach, Restaurantfach, Gastgewerbe, Küche und Konditorei an, wobei im Restaurantfach, Hotelfach, in der Konditorei sowie in der Küche verkürzte Ausbildungszeiten möglich sind, wenn ein Abitur. Fachabitur oder Realschulabschluss vorliegt. Bei entsprechend guten Leistungen besteht ebenfalls die Möglichkeit, die Abschlussprüfung eventuell ein halbes Jahr vorzuziehen. Über die klassische Ausbildung hinaus bietet das Seehotel zum Beispiel auch Englischlehrgänge oder Tranchier- und Flambierschulungen an. Außerdem empfehlen wir unseren Auszubildenden, sich direkt den jeweiligen Berufsverbänden, wie dem Club der Köche oder dem Schwarz-Weiß-Verband (Anm.: Hotel- und Restaurantfach) anzuschließen, da dort ebenfalls sehr gute Schulungen angeboten werden, für die wir unsere Azubis freistellen“, so Müller-Leersch, die in ihrer Freizeit über soziale Netzwerke den Kontakt zu vielen ehemaligen Azubis pflegt, die inzwischen in der Schweiz, in Österreich oder sogar in Amerika Karriere gemacht haben.
Am 16. Februar wird das Seehotel beim Tag der offenen Tür in der Berufsbildenden Schule Ahrweiler mit einem eigenen Stand vertreten sein, da sich an diesem Tag alles um den Bereich Gastronomie drehen wird.
SF
Ralf Daub (v. r.), stellvertretender Küchenchef, und Azubi Marco Juchem, mit Frau Mintgen-Hoffmann (Realschule plus Mayen) und Frau Michels (Realschule plus Nachtsheim).
Personalchefin Birgit Müller-Leersch (v. l.), Luna Büma (Schulpraktikantin), Raphaela Wieczorek-Laux (Konditormeisterin), Frau Foroutan (IGS Plaidt) und Julia Krämer (Auszubildende).
