Allgemeine Berichte | 12.12.2014

Benefizkonzert der Cappella Lacensis für Freunde und Förderer der Abtei Maria Laach

„Maria durch ein Dornwald ging“

Besonderer Gast des Abends war Moderator Harald Schmidt (Mitte), der spritzig und eloquent durch das Programm führte. privat

Maria Laach. Am ersten Advent begann pünktlich um 19 Uhr die Cappella Lacensis mit dem ersten Chorsatz zum bekannten Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“ das jährliche Benefizkonzert für den Verein der Freunde und Förderer der Benediktinerabtei Maria Laach. Als Kyrieruf arrangiert, teilte sich der Chor im Ost- und Westwerk der Kirche auf und bot das Lied quasi im Surround-Sound dar. Anschließend begrüßte Prior Pater Dr. Albert Sieger das Auditorium in der voll besetzten Laacher Abteikirche und den besonderen Gast des Abends, Moderator Harald Schmidt. Nach dem ersten Teil des Chores, Vertonungen von Marienliedern und dem bekannten Hymnus „Veni, Emmanuel“, führte Schmidt in das Programm ein. Spritzig und eloquent stellte er einige Motetten, Texte und Komponisten vor und warf so den Horizont des Programmes auf. Währenddessen platzierte sich die Cappella Lacensis auf der Orgelempore, um zusammen mit Abteiorganist Johannes Trümpler romantische Marienmotetten für Orgel und Chor von Elgar und Stanford zu musizieren. Besonders begeisterte das „Salve Regina“ von Gioacchino Rossini, eine Vertonung, die stark die Opernhandschrift des Komponisten trägt. Johannes Trümpler leitete mit Orgelmusik über zur Verlesung des Evangeliums von der Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria, gelesen von Harald Schmidt. Im außerliturgischen Kontext hörten die Besucher ganz neue Nuancen des bekannten Textes. Im Zentrum des Konzertes stand die Motette „Dixit Maria“ von Hans-Leo Hassler und, und deren Messvertonung, die aus dieser Motette entstanden ist. Der Text greift die Verkündigungsszene auf. Der Chor eröffnete mit den 16 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung des Laacher Benediktiners Philipp Meyer OSB einen großen Klangraum. Trotz der gleichbleibenden Motivik wurde jeder Text seinem eigenen Charakter entsprechend ausgearbeitet. Nach der Verlesung der Perikope des Besuches Mariens bei ihrer Cousine Elisabeth durch Harald Schmidt begann der vierte Teil wiederum auf der Orgelempore: Adventliche Carols aus dem angelsächsischen Raum führten herzlich in die Adventszeit ein. Mit der Mischung aus schlichten Melodien und der komplexen und abwechslungsreichen Struktur der Carols begeisterte die Cappella Lacensis. Ausgewogen ergänzte die Orgelbegleitung den Gesang, teils im Chortutti, teils mit choreigenen Solostimmen. Nach dem bekannten Orgelchoral „Wachet auf! Ruft uns die Stimme“ von J.S. Bach wurde nun auch das Publikum eingebunden. Stehend sang die Gemeinde den bekannten Adventschoral. Anschließend folgte eine Reihe von bekannten und unbekannten Adventsliedern, in die auch immer wieder die Zuhörerschaft eingebunden wurde. Zum Schluss wurde im englischen Stil das Lied „Tochter Zion“ von G.F. Händel mit Chor, Solisten, Gemeinde und Orgel gesungen, Standing Ovations beendeten das Konzert nach einer Zugabe mit einem weiteren Satz des Mottoliedes aus der Feder des Chorleiters. Beim anschließenden Empfang im Klosterforum wurde der auch in diesem Jahr wieder großzügig von der Volksbank RheinAhrEifel aufgestockte Erlös in Höhe von 14.000 Euro verkündet. Dank der Initiative der VOBA fand das jährliche Benefizkonzert bereits zum 11. Mal statt. Die Gesamtsumme beläuft sich mittlerweile auf über 130.000 Euro. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank RheinAhrEifel, Elmar Schmitz, und der Vorsitzende des Laacher Freundeskreises, Gernot Mittler, lobten die Akteure und die großartige Atmosphäre während des Konzertes. Froh und im besten Sinne adventlich gestimmt traten die über 500 Zuhörerinnen und Zuhörer ihren Heimweg an.

Besonderer Gast des Abends war Moderator Harald Schmidt (Mitte), der spritzig und eloquent durch das Programm führte. Foto: privat

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