Politik | 24.06.2013

Liberale kritisieren unprofessionelle Politik von Ministerin Lemke

Ministerin widerruft Heilbadprädikat

Kreis AW. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, Bündnis90/Die Grünen, hat der Gemeinde Bad Bodendorf öffentlich das Heilbadprädikat aberkannt. Vor dem Hintergrund, dass ihr Ministerium der Gemeinde einen Entwurf für eine Resolution zum Erhalt des Bad-status zur Verfügung gestellt hat, reagierten die rheinland-pfälzischen Liberalen mit Empörung. „Die Politik der Wirtschaftsministerin ist an Scheinheiligkeit kaum mehr zu überbieten“, sagte der Vorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz, Dr. Volker Wissing.

Erst lasse die Ministerin in ihrem Ministerium eine Resolution gegen die Politik des eigenen Hauses verfassen, um den Bürgerinnen und Bürgern von Bad Bodendorf zu zeigen, dass sie diese unterstütze, und lasse sie nun eiskalt im Regen stehen.

„Offenkundig redet die Bürgerin Eveline Lemke nicht mit der Ministerin Eveline Lemke. Anders lässt sich diese Form der politischen Schizophrenie nicht erklären“, stellte Wissing fest. Jedenfalls wüssten die Bürgerinnen und Bürger von Bad Bodendorf nun, was die Resolutionen der Wirtschaftsministerin wert seien: Nichts. Die nun vollzogene Aberkennung des Heilbadprädikats gegen den ausdrücklichen Willen der Ministerin sei ein beeindruckender Beleg dafür, wie wenig das Wort der Ministerin in ihrem Haus gelte. „Frau Lemke mag den Titel Wirtschaftsministerin führen, durchsetzen kann sie aber nichts“, stellte der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Liberalen fest.

Der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber kritisierte, dass die Ministerin hier unprofessionell und ohne Not mit dem Schicksal des Kurortes spiele: „Erst kündigt die Ministerin die Aberkennung des Heilbadprädikates an, dann erkennt sie ihren Fehler und versucht, diesen mit einer Resolution zu beheben. Nun setzt sie das Vorhaben trotzdem um. Jetzt sollen andere die Kartoffeln aus dem Feuer holen“, so van Bebber. Zuständig sei jetzt auch der Kreis Ahrweiler, der über die Beibehaltung des Bad-Zusatzes im Namen zusammen mit dem Innenministerium zu entscheiden habe.

„Ich freue mich, dass damit diese Frage jetzt professionell und im Interesse der Region entschieden werden kann. Ich bin zuversichtlich, dass der Bad-Zusatz erhalten bleibt,“ bekräftigte der FDP-Kreischef.

Pressemitteilung der FDP

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Imageanzeige
Heimat aktiv erleben
PR Anzeige Last Christmas Musical in Koblenz
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
GRÜNE Kreistagsfraktion (li,mi,re) mit Schulleiter Dr. Klaus Müller (2.v.r.), Erich Seul und Jörg Hamacher (Kreisverwaltung)
81

Kreis Ahrweiler. Das Bildungsangebot der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler ist in seiner Vielfalt einzigartig. Der Berufsbezug steckt in jedem der schulischen Ausbildungswege, vom Vorbereitungsjahr über die Fachoberschule bis zur Fachschule für ‚Soziales‘ oder ‚Pflege‘. Berufstätige können über eine hybride Variante in Präsenz- plus Online-Unterricht die Fachoberschulreife erlangen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
5863

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
429

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1352

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen