Allgemeine Berichte | 30.03.2026

Vereinsversammlung Niederzissen

Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen e.V. 2025 mit neuen Projekten

Der Vorstand des KHV Niederzissen e.V.: Brigitte Decker, Gisela R’eichrath, Richard Keuler, Norbert Wagner, Ursula  Reuter, Nico Degen, nicht abgebildet: Heinrich Seiwert

Niederzissen. Obwohl die letzte Jahreshauptversammlung erst ein halbes Jahr zurücklag, freute sich der Vereinsvorstand die über 20 erschienenen Mitglieder in der ehem. Synagoge in Niederzissen wieder begrüßen zu können. Die neue Vereinssatzung schreibt nun mal vor, dass diese Versammlung jeweils im ersten Quartal statt zu finden hat.

Für diesen kurzen Zeitraum konnte der noch junge Vorstand einen ansehnlichen Geschäftsbericht präsentieren. Norbert Wagner, der das Vereinspräsidium leitet, freute sich zunächst darüber, dass die Zahl der Vereinsmitglieder wieder leicht auf nun 159 angestiegen ist.

Technisch ist der Verein mit seinen Webseiten und weiteren digitalen Angeboten gut aufgestellt; eine neue von Vorstandsmitglied Nico Degen entwickelte App ermöglicht nun einen jederzeit aktuellen und leicht zu pflegenden Belegungsplan für die ehem. Synagoge vorzuhalten. Andererseits wurde in den vergangenen Wochen das Internetangebot auch Opfer zahlreicher Hackerattacken aus dem osteuropäischen Raum. Sie verursachten zwar keine Schäden und hatten offenbar keine antisemitische Motivation. Der Verein erstattete trotzdem beim Polizeipräsidium Koblenz bzw. dem LKA Mainz eine Strafanzeige. Der von einem Fachunternehmen betreute Server ist nun zusätzlich und technisch weitaus besser abgesichert.

In seinem Geschäftsbericht stellte Wagner folgende neue Projektüberlegungen des Vereins vor:

Der KHV will versuchen, ein Demokratie-Forum in der ehem. Synagoge zu entwickeln und anzubieten, in dem offen, unparteilich gesellschaftlich relevante Fragen erörtert werden können. Interessierte - jung und alt - sind ganz herzlich zu einem ersten Gedankenaustausch am Montag, 27. April, 19.00 Uhr, in die ehem. Synagoge eingeladen.

Bereits für Mittwoch, den 8. April, 19.00 Uhr, lädt der Verein zu einer Informationsveranstaltung über den „Bunker in der Klosterstraße“ ein. Dieses für die Niederzissener Dorfgeschichte wichtige und sehr gut erhaltene historische Relikt soll nicht in einem Dornröschen Schlaf versinken, sondern für interessierte Gruppen aus Niederzissen und der Umgebung wieder regelmäßig zur Besichtigung offen stehen.

Der KHV verfügt über eine umfangreiche Sammlung heimatkundlicher Objekte in der alten Schule sowie in der alten Bushalle am Bahnhof. Eine Gruppe „Kümmerer“ will sich nun bemühen, diese Schätze unserer Dorfgeschichte für interessierte Gruppen , angefangen in der Kita, über die Schule bis hin zur Villa Romatica, regelmäßig zu öffnen und zu präsentieren. Aber auch hier gilt: der Verein hofft auf weitere aktive Mithelfer/innen!

Kassenwart Heinrich Seiwert konnte den Anwesenden einen akkuraten Kassenbericht für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen, der es den Kassenprüfern leicht machte, die Entlastung des Vorstandes durch die Versammlung zu beantragen. Diese erfolgte dementsprechend einstimmig. Wesentlicher Ausgabenposten des Vereins 2025 waren die Kosten für die im vergangenen Sommer der Öffentlichkeit vorgestellten Niederzissener Kulturwege. Nach einem ersten Erfahrungsbericht durch Wolfgang Loth waren alle der Überzeugung, dass sich diese teilweise mit Spenden und LEADER-Zuschüssen finanzierten Ausgaben für unser Dorf lohnen.

Auch die die Pflege der prächtigen Außenanlage um die Synagoge wird in diesem Jahr quasi als Spende finanziert. Der bekannte örtliche Galabau- Meisterbetrieb Martin Wagner verzichtet auf die Vergütung für die erforderlichen Pflegearbeiten.

Zum Abschied lud der Verein ganz herzlich zum Mühlen-Fest am Pfingstmontag in Henk’s Mühle ein, natürlich nicht ohne insbesondere der Familie Schiele-Groß für ihr besonderes Engagement für dieses inzwischen traditionelle Veranstaltung für Jung und Alt zu danken.

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Der Vorstand des KHV Niederzissen e.V.: Brigitte Decker, Gisela R’eichrath, Richard Keuler, Norbert Wagner, Ursula Reuter, Nico Degen, nicht abgebildet: Heinrich Seiwert Foto: Norbert Wagner

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