Allgemeine Berichte | 14.11.2015

Mehrere Neuerungen in der Abfallwirtschaft im Kreis ab 2016

Service und Qualität verbessern

Kreis AW. In der Abfallwirtschaft des Kreises Ahrweiler gibt es ab Januar 2016 drei Neuerungen. Das Altpapier wird dann vom Kreis selbst eingesammelt und nicht mehr von einem privaten Entsorgungsunternehmen im Auftrag des Kreises - für die Bürger wird sich bis auf die Farbe der Müllwagen aber nichts ändern. Bei der Sammlung von Grünschnitt und Problemabfall wird der Service teilweise umgestellt. Das angepeilte Ziel: Service und Qualität für die Bürger sollen sich verbessern - und das bei Kostenneutralität oder Kosteneinsparungen, damit die Abfallgebühren weiterhin stabil bleiben. Zur Erinnerung: Die Müllgebühren im AW-Kreis sind seit acht Jahren nicht erhöht worden.

Zum Altpapier: Seit Ende 2014 steht fest, dass der AWB das kreisweit anfallende Papier, Pappe und Kartonagen ab 1. Januar 2016 selbst sammelt. Bislang lädt ein vom Kreis beauftragtes Privatunternehmen diese Wertstoffe ein und verkauft sie am Markt. Der entsprechende Entsorgungs- und Verwertungsvertrag endet zum 31. Dezember 2015. Der AWB rechnet durch die Eigensammlung des Altpapiers mit Einsparungen von jährlich 335.000 Euro. Das Geld soll helfen, die Abfallwirtschaftsgebühren weiterhin stabil zu halten - „und das bei gleichem Bürgerservice“, wie Landrat Dr. Jürgen Pföhler betont. Ab Januar 2016 und zunächst bis Jahresende 2017 ist der AWB selbst mit drei eigenen Fahrzeugen unterwegs, die sich farblich von den übrigen Sammelfahrzeugen der privaten Entsorgungsfirmen unterscheiden.

Damit die Abfuhrtermine durch die Umstellung des Abfuhrsystems für Papier, Pappe und Kartonagen vom alten Entsorger auf den AWB nicht zu weit auseinanderliegen, fahren die neuen AWB-LKW ab 14. Dezember in verschiedenen Orten beziehungsweise Straßenbezirken zusätzliche Zwischenleerungen für Papier. Die genauen Termine für die Zwischenleerungen werden in der Presse gesondert bekannt gegeben.

Zum Grünschnitt: Bisher gibt es für AW-Bürger drei Entsorgungswege: erstens die Straßensammlung, bei der die Müllwagen dreimal im Jahr alle Straßen anfahren; zweitens die drei Abfallentsorgungsanlagen (Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ in Niederzissen, Umladestation Leimbach, Wertstoffzentrum Remagen-Kripp), wo Grünschnitt, Laub, Ast- und Strauchschnitt das ganze Jahr über kostenlos abgegeben werden können - dies wird auch zukünftig so bleiben; drittens die meist neuen Grünschnitt-Sammelplätze in zehn Gemeinden. Wegen der guten Erfahrungen wird dieses Netz enger geknüpft. Der AWB plant mit den Kommunen weitere 15 Plätze ein. Dafür sieht der AWB Kosten von 130.000 Euro im Jahr vor. Die Abgabe an den einzelnen Stellen ist für die Bürger kostenlos.

Der AWB will die Zusatzkosten für die neuen Grünschnittplätze ausgleichen. Wie soll das geschehen? Zur Debatte stand die bisher dreimal jährliche Straßensammlung, die 150.000 Euro im Jahr kostet. Weil die Bürger bei der Frühjahrsammlung relativ wenig Grünschnitt vor ihre Haustüren stellen, kann auf diesen Termin ab 2016 verzichtet werden. Die verbleibenden beiden Termine - im Januar/Februar für Weihnachtsbäume und die Herbstsammlung - laufen ebenfalls in Eigenleistung des AWB. Dies ist kostengünstiger als die bisherigen Sammlungen durch ein beauftragtes Privatunternehmen. Aus Sicht des AWB bringt das Grünschnitt-Gesamtpaket mit der Ausweitung der Sammelplätze mehr Service. Die Sammelplätze in den Gemeinden und die Anlagen des AWB nehmen Äste & Co. ganzjährig und kostenlos von Privatleuten an.

Zu den Problemabfällen: Die Bürger können alte Farben, Lacke, Klebstoffe, Pflanzenschutzmittel, Altöl, Batterien und Akkus bei der mobilen Problemabfallsammlung abgeben. Ein Spezialfahrzeug hält bisher zweimal im Jahr an 29 Standorten; die Aufenthaltszeit an zehn Sammeltagen liegt zwischen 30 und 60 Minuten. Einige Standorte sind schlecht anfahrbar oder in der kurzen Standzeit überfüllt. Wer einen der Termine verpasste, musste ein halbes Jahr auf den nächsten warten. Ab 2016 wird die Problemabfallsammlung nach folgendem System organisiert: An 15 gut anfahrbaren Plätzen macht ein Schadstoffmobil zweimal jährlich zwei Stunden Station. An der Umladestation Leimbach und an dem Wertstoffzentrum Remagen-Kripp macht der Schadstoffcontainer jede Woche an einem Tag Station.

Weitere Informationen sind dem Abfallratgeber 2016 zu entnehmen, der wie immer bis Weihnachten an die Haushalte im Kreis verteilt wird. Bei Fragen hilft die AWB-Abfallberatung, Tel. (0 26 41) 97 54 44 und 97 52 22.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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