DRK Kreisverband Ahrweiler e.V.
Sicherheitskräfte vernetzen sich
Einsatzstrukturen für besondere Autobahneinsätze werden optimiert
Kreis Ahrweiler. Zu einer ersten großen Gesprächsrunde trafen sich am vergangenen Dienstag erstmals Vertreter der Behörden und Organisationen, die für die Sicherheit auf den Autobahnen im Ahrkreis tätig sind. Während der zweieinhalbstündigen Besprechung in der Geschäftsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stand neben dem ersten Kennenlernen der Vertreter der Autobahnpolizei, der Autobahnmeisterei, den Führungskräften der entsprechenden Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW), den Organisatorischen Leitern und Leitenden Notärzten des Landkreises Ahrweiler sowie dem Leiter der Integrierten Leitstelle für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, auch der Rückblick auf bisherige gemeinsam bewältigte Einsätze auf den Autobahnen auf dem Programm.
Großeinsätze
Bedingt durch schwere Unfälle auf den Autobahnen im Landkreis Ahrweiler, größtenteils auf der A61, kam es in jüngster Vergangenheit vereinzelt zu Großeinsätzen der Behörden und Organisationen der polizeilichen und nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr. Neben den direkten Unfallbeteiligten waren dadurch ebenso oftmals andere Reisende als Stauopfer betroffen. „Durch länger anhaltende Verkehrsstörungen können auch andere Verkehrsteilnehmer in Not geraten. Im Sommer beispielsweise kann große Hitze bei älteren Menschen und kleinen Kindern zu lebensbedrohlichen Erschöpfungszuständen führen. Im Winter ist natürlich die Kälte das Problem“, beschreibt Lothar Backes, Rettungsdienstleiter des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler und Sprecher der Gruppe der Organisatorischen Leiter des Landkreises Ahrweiler, das Problem.
„Einsatzabschnitt Gesundheit“
Das DRK im Ahrkreis ist mit seinem Betreuungs- und Verpflegungsdienst, die bei solchen Einsätzen in einem sogenannten „Einsatzabschnitt Gesundheit“ vom Leitenden Notarzt und Organisatorischen Leiter der Kreisverwaltung Ahrweiler geführt werden, gut auf solche Situationen vorbereitet. Neben der manchmal notwendigen Verpflegung der Einsatzkräfte werden Stauopfer je nach Jahreszeit mit Decken, heißen oder kalten Getränken versorgt. Notfalls lassen sich auch Babywindeln organisieren, sollten diese benötigt werden. Nach einem nächtlichen LKW-Unfall im vergangenen Winter habe man aber beispielsweise erstmalig vor dem Problem gestanden, dass nach einer längeren Autobahnsperrung einige (Stau)-Fahrzeuge nicht mehr fahrtüchtig waren. Durch den laufenden Motor zum Betrieb der Fahrzeugheizung war der Treibstoff verbraucht. Auch hier können DRK, THW oder Feuerwehr mit ihrer vorhandenen Logistik meistens recht unkompliziert helfen. „Natürlich haben alle Beteiligten umfassende Kenntnisse über die Arbeit der anderen Organisationen.
Fehlende Detailkenntnisse
Oftmals mangelt es aber an Detailwissen, wer etwa der Ansprechpartner ist oder wie viel Vorlaufzeit die ehrenamtlich organisierten Einheiten benötigen. Fehlende Detailkenntnisse über die Organisation der zuständigen Autobahnpolizeistation Mendig wurden ebenfalls besprochen und Unklarheiten beseitigt“, erklärt Lothar Backes. Je umfangreicher die Kenntnisse der gegenseitigen Strukturen und Hilfsmöglichkeiten sind, umso schneller und effizienter kann den Betroffenen geholfen werden. Diese Details werden nun in kleineren Arbeitsgruppen besprochen und erarbeitet, um die bestehenden guten Hilfeleistungsstrukturen zu optimieren. Gemeinsam abgestimmte Alarmierungs- und Einsatzpläne sollen erstellt werden. Auch Besprechungen in großer Runde, wie bei diesem erstmaligen Treffen, werden zukünftig regelmäßig stattfinden. Der Austausch aller Beteiligten gewährleistet auch, dass die Einsatzkonzepte stets aktuell bleiben. Profitieren werden davon die Autobahnnutzer, denen bei besonderen Verkehrsstörungen zukünftig schneller und umfassender Hilfe angeboten werden kann.
Pressemitteilung
DRK Kreisverband Ahrweiler e.V.
In der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler trafen sich am vergangenen Dienstag erstmals Vertreter der Behörden und Organisationen, die für die Sicherheit auf den Autobahnen im Ahrkreis tätig sind, zu einer ersten großen Gesprächsrunde. Ziel ist die Optimierung der bestehenden Hilfeleistungsstrukturen für besondere Einsätze auf den Autobahnen im Ahrkreis. Foto: Thorsten Trütgen
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