Allgemeine Berichte | 29.12.2013

Die Nacht der Nächte steht vor der Tür: Das Neue Jahr wird gebührend begrüßt

„The same procedure as every year!“

Mit lautem, glanzvollem Silvesterfeuerwerk wird das Neue Jahr begrüßt.  Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

Berlin. Es ist immer wieder ein erhabener, feierlicher Moment: Pünktlich um 24 Uhr läuten die Kirchenglocken im ganzen Land das neue Jahr ein, manche zehn Minuten lang, andere eine ganze Stunde. Und es gibt wohl kaum eine Nacht, die so viel Bedeutung hat, wie die vom 31. Dezember auf den 1. Januar: Silvester. Das ist die Nacht, die gleichsam Rückschau hält und nach vorne blicken lässt, die das Alte vergeben und vergessen lässt und das Neue mit Schwung, Mut und Unternehmenslust anpackt. Es ist die Nacht der Vergänglichkeit und des Neuanfangs, die Nacht des Dankes und der Bitte. Und damit dies alles auch bestens gelingt, haben sich im Laufe der Zeit einige Bräuche entwickelt und Rituale verbreitet. Schöne, lustige und auch kuriose - Spaß machen sie alle!

Die Nacht der Nächte

Logisch, um einen Jahreswechsel feiern zu können, muss erst mal ein Jahr rum sein. War ursprünglich der 24. Dezember der letzte Tag des Jahres, ist es seit der Einführung des Gregorianischen Kalender im Jahr 1582 der 31. Dezember. Nach dem römisch-katholischen Heiligenkalender ist der Tagesheilige dieses Datums Papst Silvester I., der am 31. Dezember 335 in Rom starb - und so bekam dieser Tag im Volksmund seinen Namen. Ähnliches ist uns von Nikolaus, am 6. Dezember, oder vom Martinstag, 11. November, bekannt.

Wie mit allen Festtagen, so verbinden sich auch mit Silvester allerlei Brauchtum und reichlich Aberglaube. Seit Urzeiten schon gehört viel Geböller, Krawall und Getöse zum Jahreswechsel dazu - früher zogen vermummte Gestalten durch die Straßen, die mit Trommeln, Schellen und Peitschenknallen für den nötigen Krach sorgten, um böse Geister fernzuhalten; heute sind es große, farbenprächtige Feuerwerke Schlag 24 Uhr, die weniger Dämonen vertreiben wollen, sondern vielmehr Ausdruck von Freude auf das bevorstehende neue Jahr sind. An dem bunten Himmelsspektakel erfreuen sich Jung und Alt gleichermaßen.

„Brot statt Böller“

Alleine in Deutschland werden Jahr für Jahr für mehr als 60 Millionen Euro Raketen, Böller und Knaller in die Luft gejagt. Das gefällt vielen - aber nicht jedem. Seit Anfang der 80er Jahre rufen verschiedenen Organisationen und Verbände wie beispielsweise „Brot statt Böller“ dazu auf, auf das Silvesterfeuerwerk zu verzichten und das Geld stattdessen für einen wohltätigen Zweck zu spenden. Ende Dezember 2004 bat sogar die deutsche Bundesregierung wegen der Seebeben im Indischen Ozean, das Geld nicht ins Silvesterfeuerwerk zu stecken, sondern besser für Hilfsorganisationen zu spenden.

Doch bis es zum mitternächtlichen Geballer kommt, wird hierzulande erst einmal mit Freunden und Familie gefeiert. Man trifft meist in den frühen Abendstunden, überreicht sich Glückbringer in Form von vierblättrigen Kleeblättern, Glücksschweinchen oder Miniatur-Schornsteinfeger, dem Glücksboten schlechthin. Viele beginnen den Silvesterabend mit Freddie Frinton, Miss Sophie und dem „Dinner for One“.

„Dinner for one“

Danach geht es ans gemeinsame Essen. Typische Silvester-Menüs gibt es hierzulande eigentlich nicht, aber in geselliger, privater Runde wird gerne Fondue oder Raclette auf den Tisch gebracht.

Ein launiger Zeitvertreib bis Mitternacht ist vielerorts der Blick in die Zukunft. Bestens geeignet hierfür ist das Bleigießen. Dazu gibt es vorgefertigte Bleiformen, die auf einen Löffel gelegt und über einer Flamme geschmolzen werde. Das Ganze wird mit Schwung ins kalte Wasser geworfen - und dann geht das Spekulieren und Deuten darüber los, was uns die neue Bleiform wohl über unser künftiges Schicksal sagen will. Wem das zu lange dauert, der ist mit dem Erstellen und Lesen von Jahreshoroskopen oder Tarot-Karten besser aufgehoben. Und wer es gerne klipp und klar hat, der pendelt. Schließlich beantwortet der Ausschlag des Pendels die gestellten Fragen eindeutig mit „ja“ oder „nein“. Und das Praktische an Silvester: Wenn uns all die Prophezeiungen nicht schmecken, einfach einmal um die eigene Achse drehen - dann wandelt sich Schlechtes in Gutes! So einfach kann Glück in dieser Nacht sein.

„Prosit Neujahr“

Die letzten zehn Sekunden des alten Jahres werden auf vielen Feiern gemeinsam und laut runtergezählt. Punkt zwölf Uhr ruft man sich „Prosit Neujahr“ zu, es klirren die Sektgläser, man stößt auf den Jahreswechsel an, wünscht sich Glück und ein frohes neues Jahr - und fällt sich in die Arme.

„Prosit“ hat seinen Ursprung übrigens im Lateinischen und heißt so viel wie „Lass´ es gelingen“. Und mit dem Wunsch nach dem „Guten Rutsch“ soll man sich keineswegs bei Glatteis gemütlich auf die Nase legen - dieser Spruch soll sich vielmehr vom jiddischen Wort „Rosch“ ableiten lassen, das so viel wie „Anfang“ bedeutet. Demnach wünscht man sich also nicht nur einen gelungenen Übergang ins neue Jahr an sich, sondern vielmehr mehr einen guten Anfang und gutes Gelingen für alle geplanten Vorhaben.

Und das wünschen wir Ihnen auch, liebe Leserinnen und Leser! Kommen Sie gut in ein schönes Neues Jahr!

Mit lautem, glanzvollem Silvesterfeuerwerk wird das Neue Jahr begrüßt.  Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de
Glücksschweinchen und Marienkäfer gelten als Glücksboten.  Verena N./pixelio.de

Glücksschweinchen und Marienkäfer gelten als Glücksboten. Foto: Verena N./pixelio.de

Mit lautem, glanzvollem Silvesterfeuerwerk wird das Neue Jahr begrüßt. Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Kleinanzeigen
Oster-Anzeige
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Angebotsanzeige (April)
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
v.l.n.r.: Christian Luke, Iris Gesell, Sebastián Merino, Anna Evertz, Alicja Sinen
34

Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung kam am Mittwoch, den 25. März 2026 um 18:00 Uhr der Vorstand des Fördervereins mit interessierten Fördervereinsmitgliedern und der Schulleitung in den Räumlichkeiten der Lindenschule zusammen. Zu Beginn standen die Tagesordnungspunkte „Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr“ und „Bericht des Kassenwartes zur Mitgliederentwicklung und zu den Finanzen“ auf der Agenda.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2277

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag
Rund ums Haus
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige