FDP ist gegen eine Verspargelung des Kreises Ahrweiler durch Windräder
„Tourismus und Landschaftsschutz sind gefährdet“
Kreis AW. Die positive Bilanz des Landrats zu den erneuerbaren Energien im Kreis Ahrweiler kann die FDP nicht teilen. Hintergrund: Der Kreis hatte gegen die Stimmen der Liberalen beschlossen, bis 2030 den Kreis zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
„Der Beschluss ist unsinnig, denn der Kreis hat weder die Instrumente noch die Zuständigkeit, die Energieerzeugung festzulegen. 100 Prozent aus erneuerbaren Energien würden außerdem dazu führen, dass der Kreis mit Windrädern verspargelt würde. Das wäre das Ende für unsere Tourismusregion“, erklärt der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber. Leider habe der Landrat selbst den Startschuss für die Verspargelung des Kreises Ahrweiler durch Windräder gegeben, so der Liberale. Denn im ursprünglichen Entwurf des regionalen Raumordnungsplans seien Windräder für den Kreis Ahrweiler nahezu ausgeschlossen gewesen. In regionalen Grünzügen, die vor allem in Verdichtungsräumen wie der Rheinschiene den Wasserhaushalt, Freiraumerholung und die klimatischen Verhältnisse schützen sollen sowie zum Schutz von Tourismus und Erholungsgebieten sollten die großen Flusstäler und die Hangbereiche von Windrädern freigehalten werden. „Der Landrat hat dann aber beim Land und bei der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald gebeten, diese Beschränkungen aufzuheben, um mehr Windräder im Kreis Ahrweiler bauen zu können. Er nimmt dabei in Kauf, dass sowohl der lokale Klimaschutz als auch der Tourismus gravierend beeinträchtigt werden. Das ist schädlich für den Kreis“, so van Bebber.
Der Landrat habe so unnötig und ohne Not Hand an gleich zwei tragende Säulen des Landkreises Ahrweiler gelegt, nämlich die Naturlandschaft und den Tourismus, findet auch die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Christina Steinheuer. „Wir sollten froh sein, dass wir im Kreis Ahrweiler eine so wunderschöne Landschaft haben, die viele Touristen anlockt und im Kreis sehr viele Arbeitsplätze sichert. Das Ahrtal und das Rheintal müssen von Windrädern frei bleiben, sonst bleiben die Touristen bald aus. Wer hier auf schnelles Geld durch den Bau von Windrädern setzt, gefährdet letztlich auch Arbeitsplätze. Wo das hinführt, kann man leider im Hunsrück besichtigen“, erklärt die 35-jährige Wirtschaftsredakteurin. Wichtig seien vor allem Maßnahmen der Energieeinsparung, der effizienteren Energienutzung und einer möglichst hohen Effizienz bei der Energieerzeugung. Die Liberalen wollen dabei den Bau von Windrädern auf einige wenige Gebiete konzentrieren, die weder den Tourismus noch den Landschaftsschutz beeinträchtigen. Die Liberalen unterstützen dabei ausdrücklich die Position des Beirates für Naturschutz im Kreis Ahrweiler, der kürzlich den ungehemmten Ausbau der Windkraft kritisiert hatte.
Pressemitteilung
FDP-Kreisverband Ahrweiler
