Lokalsport | 21.04.2015

SV Oberzissen

Vermeidbare Niederlage im Nussbaumstadion

SV Mayschoß - SV Oberzissen 4:2

Oberzissen. Dass man in Mayschosser „Nussbaumstadion“ – es handelt sich um einen holprigen Bolzplatz an der Ahr – mit Schönspielerei kein Spiel gewinnen kann, mussten in dieser Saison alle Mannschaften der Liga bis auf eine Ausnahme erfahren. Die Gastgeber verloren bis dato in dieser Saison erst ein einziges Match zu Hause. Obwohl die Gäste aus dem Brohltal durch Co-Trainer Tobias Dedenbach eindringlich auf die Platzverhältnisse sowie die beherzte, einfache und engagierte Spielweise der Rotweißen eingestellt wurden, hatte man sich schon drei Tore eingefangen, bevor dies realisiert wurde.

Mayschoss machte von Beginn an mächtig Druck und zwang SVO- Keeper Christopher Theisen bereits in den ersten zehn Minuten zu zwei Glanzparaden. Mit einfachem „Kick and Rush“, weit nach vorne geschlagenen Bällen auf die beiden gefährlichen Stürmer generierten die Hausherren ihre Angriffe. Nach einem Freistoß von der Mittellinie in der 22. Minute landete der Ball bei einem Mayschosser Stümer, der unbedrängt zur Führung einschoss.

Im direkten Gegenzug glich Vitali Lange jedoch aus. Eine weite Flanke von Simon Müller landete hinter dem langen Pfosten bei Eric Naumann, der den Ball annahm, einen Gegner mit einer Körpertäuschung aussteigen ließ und auf Lange legte. Der erzielte aus kurzer Entfernung den Ausgleich. In der Folge ließ man den Gastgebern viel zu viel Raum und agierte zu zögerlich im Zweikampfverhalten und im Spiel gegen den Ball. Nach einer halben Stunde dann die Vorentscheidung.

Nachdem ein Abwehrspieler den Ball aus der eigenen Hälfte auf einen der Stürmer gepöhlt hatte, wurde der nicht konsequent angegriffen und erzielte mit einem satten Schuss aus zwanzig Metern die erneute Führung. Nur zwei Minuten später wiederholte sich die Szene von 1:0, als ein Mayschosser nach einem weiteren Freistoß unbedrängt zum 3:1 abzog.

Nach einer deutlichen Kabinenansprache änderte sich das Bild in der zweiten Spielhälfte. Oberzissen drängte nun vehement auf den Anschluss, während sich Mayschoß zurückzog und nur noch selten Akzente nach vorne setzte. In der 59. Minute war es dann erneut Vitali Lange, der den zu weit vor dem Tor stehenden Keeper der Gastgeber mit einem gefühlvollen Heber überwand. In der Folge drängte Oberzissen auf den Ausgleich, während Mayschoss die Bälle weiterhin nur nach vorne drosch. Kurz vor Schluss und mitten in der Drangperiode des SVO landete ein solcher Abschlag beim Gegenspieler, der in Richtung SVO Tor startete. In einem Laufduell mit Florian Müller kam es zu einer leichten Berührung der Spieler, woraufhin der Stürmer im Strafraum theatralisch zu Boden ging. Selbst ein Mayschosser Kollege räumte ein, dass man den nicht geben musste. Leider fiel der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Thomas Lethert auf diese Showeinlage rein und zeigte auf den Punkt, von wo aus die Gastgeber sicher zum Endstand von 4:2 verwandelten.

Fazit: Diese Begegnung gegen zweikampfstarke und beherzte Gastgeber wurde in der ersten Spielhälfte durch einen zu zögerlichen und schwachen Auftritt verloren. Gegen den nächsten Gegner, die SG Bachem ist eine deutliche Steigerung nötig, will man nicht die bisher gute Rückrundenbilanz gefährden. Auch wenn es um nichts mehr geht, es sind noch vier Spiele zu absolvieren.

Tore: 1:0 22. Min., 1:1 24. Minute Vitali Lange, 2:1 30. Minute, 3:1 32. Minute, 3:2 59. Minute Vitali Lange, 4:2 82. Minute (Strafstoß), Schiedsrichter: Thomas Lethert (Hümmel).

Aufstellung: Christopher Theisen, Dominik Krupp, Markus Nohles, Vitali Lange, Florian Perk, Patrik Adams, Eric Naumann, Dennis Labes (55. Min. Florian Müller), Simon Müller (80. Min. Patrick Schütz), Florian Schneider (50. Min. Michael Oligschläger), Christian Schneider,

Vorschau

Am kommenden Sonntag, 26. April empfängt die erste Mannschaft um 14:30 Uhr die SG Bachem zum Heimspiel auf dem Kunstrasenplatz in Niederzissen. Die zweite Mannschaft spielt ebenfalls am Sonntag, 26. April, jedoch bereits um 12:45 Uhr auf dem Hartplatz beim SV Hohenleimbach.

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