Familienabend beim Kirchenchor Cäcilia Weibern
„Vorhang auf im Pfarrheim
Weibern. Wenn der Vorhang im Pfarrheim hochgeht, heißt der Kirchenchor Weibern wie jedes Jahr seine Gäste musikalisch zu einem bunten Abend willkommen.
Traditionell beginnt der Abend mit der Ehrung aktiver Mitglieder. In diesem Jahr konnten Hanni Grün für beeindruckende 70 Jahre Mitgliedschaft und Anita Schäfer für 50 Jahre geehrt werden. Vorsitzender Manuel Pöhr dankte beiden herzlich für die jahrzehntelange Treue, die sie dem Chor entgegengebracht haben, und überreichte die Urkunden des Trierer Bischofs Dr. Stefan Ackermann bzw. des Generalvikars Monsignore Dr. Georg Bätzing.
Das Programm startete mit einer gekonnten Soloeinlage zweier Karnevalsfünkchen auf der Bühne. Beim Beratungsgespräch zwischen einem Anwalt (Tanja Ebert) und seiner Klientin (Katie Schuwerack) sah man sich der Schwierigkeit gegenüber, dem unschuldigen Ehemann einen Scheidungsgrund anzuhängen, wobei sich die Klientin vom gut aussehenden Anwalt sehr angetan zeigte. Im nächsten Sketch zeigte ein Ehepaar bekannte Szenen „Bie bei ohs dehäm“. Der Ehemann (Susi Schäfer) war weder kompetent noch beeindruckt von der Meinung seiner Frau (Gerti Westermeier), die doch liebend gern einige Komplimente für sich verbucht hätte.
Witzige Modenschau
Danach stellte Simona Andres das „trendigste Wäschestück“ der diesjährigen Modesaison vor, das zwar jedem bekannt sein dürfte, seine Vielfalt bisher unentdeckt blieb.
Fünf Models führten vor, was man mit einer weißen langen Männerunterhose alles anstellen kann. Von B wie Bolerojäckchen, über Schlabberlatz und Servierschürze bis hin zum Turban konnte man nur staunen (Marie Theres Schäfer, Renate Schüller, Brigitte Pütz, Margot Marienfeld, Irene Nett).
Auch in diesem Jahr gab es im Programm des Kirchenchors wieder ein Märchen zu sehen, „Rumpelstilzchen“. „Märchentante“ Manuel Pöhr erzählte sehr anschaulich, Dietmar Andres brachte die passende Musik zum Einsatz, die Akteure setzten Worte und Gesten so in Szene, dass das Märchen zu einer lustigen Darbietung wurde (Alfred Engel, Simona Andres, Katie Schuwerack, Susi Schäfer, Marie Therese Schäfer, Margot Marienfeld, Monika Gundert, Irene Nett, Kai Hück, Martina Wilms, Renate Schüller, Andrea Durben, Brigitte Pütz).
Große Tombola
Nachdem die Lachmuskeln sich etwas beruhigt hatten, konnten André Peters und seine Glücksfee Lucia Andres die vielen Gewinne aus der Tombola unter die Leute bringen. Küchen- und Serviceteams sorgten den Abend über für leckere Würstchen und Getränke.
Unter dem Titel „ Eine Schifffahrt ist nicht lustig“ betrat eine Rheinnixe (Gerti Westermeier) die Bühne und sang mit dem Publikum das Loreleylied. Die sächsische Version dieses Liedes kam ebenfalls gut an. Mit Schunkelliedern unterhielt Rudi Scharrenbach am Klavier und sorgte für gute Stimmung zwischen den einzelnen Darbietungen.
Anschließend kündigte Moderator Alfred Engel drei „Spiri(Vir)tuosen“ von Weltrang an, um deren Auftritt man sich sehr bemüht hätte.
Dieser Programmpunkt war eine lachintensive Spaßnummer. Didi Ebert spielte, tobte und parodierte am Keyboard, Manuel Pöhr playbackte gekonnt seine Trompete und Hubert Burzywoda, jüngster Ü80, spielte die Nummer bravourös auf seiner Trompete. Natürlich kam das Trio ohne Zugabe nicht von der Bühne. Als man glaubte, das könnte man nicht mehr toppen, wurden die Zuschauer eines Besseren belehrt. Eine bunte Puppenspielergruppe (Katie Schuwerack, Kai Hück, Martina Wilms, Andrea Durben, Manuel Pöhr, André Peters) tanzte zu bekannten Karnevalsliedern, bot klassisches Ballett und legte am Ende einen furiosen Cancan aufs Parkett.
Einblicke in Senioren-WG
Den Schlusspunkt setzte das Ensemble, das in Weiberner Platt seit Jahren Lokalkolorit in den Familienabend bringt. Diesmal gab es Einblicke in eine rüstige Senioren-WG und deren Aktivitäten. Zusätzlich mussten sich die WG-ler mit einer resoluten Putzfrau rumschlagen. Es wurde über den neuen Dorfmittelpunkt (Mariensäule) geschwätzt, was darin gipfelte, dass jemand sich das kleine Buswartehäuschen auch als Kapellchen vorstellen könnte. Denn, wenn die „Mueschenne on Haustene“ einmal nicht mehr so zahlreich nach Weibern die Kirche kämen, wäre für die „Weiwene dat Kapellche gruß jenoch“ (Anni See, Anita Schäfer, Renate Schüller, Susi Schäfer, Sepp Westermeier, Gerti Westermeier).
Wie jedes Jahr üblich, wurde das Programm am Sonntagnachmittag für die Senioren der Pfarrei bei Kaffee und Kuchen wiederholt. Und erneut spielte der Kirchenchor vor einem vollen Haus. Alle Chormitglieder sind an diesem Wochenende auf die eine oder andere Weise integriert, sei es auf der Bühne, hinter der Bühne, in der Küche, im Service, bei der Deko, in der Moderation oder bei der Herstellung bunter Orden. Nicht zu vergessen die Angehörigen, die jedes Jahr beim Auf- und Abbau zur Stelle sind.
