Allgemeine Berichte | 28.04.2014, 12:57 Uhr

Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel

Vorstand bestätigt

Franz Rademacher, Ulla Nürenberg vom Vorstand und Ingeborg Kercher von der Godesberger Gruppe bei der Vorbereitung der kulinarischen Happen. privat
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Kreis Ahrweiler. Der Verein Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel traf sich zur Jahreshauptversammlung im ev. Gemeindehaus Sinzig. Es ist still im ev. Gemeindehaus. Um eine geschmückte Mitte, in der eine Kerze brennt, haben sich die Mitglieder des Vereins Verwaiste Eltern versammelt. Anlass ist die Jahreshauptversammlung, und die nimmt bei einer Vereinigung von Angehörigen, die um den Tod eines Kindes trauern, eben einen anderen Auftakt als bei Zusammenschlüssen, die sich etwa interessanten Freizeitaktivitäten widmen. Schon seit 1996 gibt es die Initiative Verwaiste Eltern Ahrtal, aus der 2006 der Verein „Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel“ entstanden ist. „Wir sind ein Verein - ja - aber in diesen Verein möchte man eigentlich nicht eintreten, man möchte nicht dazu gehören“, macht die Vorsitzende Gisela Meier zu Biesen deutlich.

Die Mitglieder haben gemeinsam, dass ihnen ein Kind gestorben ist. Es verbindet sie eine der traurigsten Erfahrungen, die Menschen machen. Aber es verbindet sie auch die Erfahrung, dass es das Verständnis von Betroffenen ist, das Mut und Kraft zum Weiterleben gibt. Diejenigen in der Gruppe, die wieder Lebensperspektiven gefunden haben, überlegen und planen, was hilfreich für trauernde Eltern, Geschwister und Großeltern sein könnte.

Das sind unter anderem Möglichkeiten, in denen das Unfassbare zur Sprache kommen kann, in denen alle Gefühle ausgedrückt und gelebt werden dürfen, weil sie auf Verständnis und einfühlsames Zuhören treffen. So zum Beispiel in Gesprächsgruppen und Seminaren, auf gemeinsamen Wanderungen, aber auch nach dem jährlichen Gedenkgottesdienst beim anschließenden Zusammenkommen. Die betroffenen Menschen erzählen sich ihre Geschichten, tauschen sich über hilfreiche Filme, Bücher, über Glauben und Zweifel, über alles, was weiter helfen und vor Verzweiflung bewahren kann, aus.

Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel möchte Menschen würdigen, die so etwas Schweres wie den Tod eines Kindes tragen müssen. Die Trauer ändert sich zwar in dem Maße, wie man sie zulässt und durchlebt, aber sie hat kein Ende, wie das Wort „Trauerarbeit“ suggeriert. Die Liebe und das Vermissen gehen über den Tod hinaus. Es ist viel erreicht, wenn es gelingt, mit der verwandelten Trauer leben zu lernen und sie als Teil des eigenen Lebens anzunehmen. Dann werden auch wieder Freude und Lachen möglich sein.

Mit der Arbeit des Vorstandes zeigten sich die Mitglieder äußerst zufrieden, so dass sie ihn ohne personelle Veränderungen im Amt bestätigten. Erste Vorsitzende ist weiterhin Gisela Meier zu Biesen, zweiter Vorsitzender Franz Rademacher, Kassenwartin bleibt Uschi Hecken, Ulla Nürenberg und Katrin Lorbeer wurden als Schriftführerin und Beisitzerin bestätigt. Ganz im Sinne des Vereinszieles einander zu stärken und Geselligkeit in der Gemeinschaft gleich Betroffener ein Stück weit zu genießen, setzten sich die Mitglieder abschließend bei selbst zubereiteten kulinarischen Happen zusammen und pflegten das persönliche Gespräch.

Kontaktadressen sind: Petra Klutmann unter Tel. (0 26 44) 69 96, E-Mail: pklutmann@web.de und Ingeborg Kercher unter Tel. (02 28) 31 39 27, E-Mail: ingeborgkercher@netcologne.de.

Franz Rademacher, Ulla Nürenberg vom Vorstand und Ingeborg Kercher von der Godesberger Gruppe bei der Vorbereitung der kulinarischen Happen. Foto: privat

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