Allgemeine Berichte | 12.11.2013

Fackelzug und Parade bei der traditionellen Martins-Kirmes in Rheineck

Wieder wor et en schöne „Däller“ Kirmes !

Beim Festzug - auch Trinkzug genannt - wurde öfter Station gemacht , um die Fahne zu Ehren der Bürger zu schwenken. Unterstützt wurde der Zug musikalisch von den Wormersdorfer Landsknechten.FA

Bad Breisig-Rheineck. Der quellenstädtische Ortsteil Rheineck, im Volksmund „de Dall“ genannt, war lange Jahrhunderte als „Thal Rheineck“ eine selbstständige Gemeinde, und deren Bürger erbauten sich bereits 1718 die hübsche St. Borromäus - Kapelle. Das Fest des kleinen Gotteshauses mit seinem Patron St. Borromäus wird im „Dall“ alljährlich mit dem St. Martinsfest verknüpft. Träger des Festes sind seit immer gemeinsam die St. Hubertus-Schützenbruderschaft mit Brudermeister Günter Berlin und der Bürgerverein Rheineck unter seinem Vorsitzenden Helmut Höhr. Bereits am Samstagabend zog der Fackelzug mit „St. Martin“ auf stolzem Schimmel durch das Dorf zum „Martinsfeuer“. Anschließend wurden die schönsten der selbst gestalteten Fackeln der Kinder prämiert, und es wurden süße Wecken an die Kinder verteilt. In der Schützenhalle versammelten sich Bürger und Gäste im großen Kreis zu einer alten Tradition: Es gab große Portionen des leckeren, von den Frauen des Bürgervereins gebackenen „Döppekochens“. Am Morgen des Kirmessonntags wurden die Rheinecker Katholiken zur Hl. Messe in die Borrömäus-Kapelle gerufen. Der Gottesdienst fand zum Patronatsfest in dem kleinen Gotteshaus der Vinxtbachtal - Gemeinde statt, zelebriert von Pastor Günter Marmann. Im Anschluss an den Gottesdienst stiegen Schützen und die gesamte Festgemeinde samt Bürgermeister Bernd Weidenbach zum Friedhof hinauf, wo die Gräber gesegnet wurden.

Nach dem anschließenden Frühschoppen im Schützenhaus stärkten sich viele Aktive und Gäste der veranstaltenden Vereine mittels deftiger Speisen von der traditionellen Kirmes - Schlachtplatte. Inzwischen waren die alten musikalischen Freunde der Rheinecker Kirmes eingetroffen: Der historisch gewandete Fanfarenzug der „Wormersdorfer Landsknechte“. Sie verschönern die Däller Kirmes seit 39 Jahren - eine große freundschaftliche Beziehung, die in jedem Jahr viel Bewunderung findet. Der Festzug begann wie immer mit der Parade der Hubertusschützen dem amtierenden Schützenkönig, den Flaggen des Bürgervereins und der Schützenbruderschaft. Die Schützenmajestäten aus Rheineck und aus Niederbreisig schritten die Front ab. Dann begann der Festzug, zunächst mit Station Campingplatz, dann durch den gesamten Ort. Wie seit vielen Jahren üblich, machten die Gesellschaft Halt vor den örtlichen Honoratioren. Zu deren Ehren wurde von dem Fähnrich Sebastian Görke jeweils das Fähndel geschwenkt. Der Bürgerverein wartet stets mit einem Blumengruß auf. Danach wird die Gesellschaft von den so Geehrten mit ein wenig flüssiger und fester „Wegzehrung“ versorgt. Alljährlich ist es auch ein schöner Brauch, bei Neubürgern des kleinen Ortes Station zu machen und sie mit dem musikalischen Besuch und Fähndel - Schwenken willkommen zu heißen. Die gleiche Ehrung kommt auch neuen Erdenbürgern des letzten Jahres zu, die damit zu neuen „Däller Füppchen“ erklärt werden; das geschah, indem man den jeweiligen Eltern die Aufwartung machte und ihnen zünftig gratulierte. Außerdem wurde die ältesten Mitbürgerin des Ortes mit einem musikalischen Ständchen und dem Schwenken des Fähndels geehrt. Das Wetter spielte mit, und der Trinkzug zog sich wieder fröhlich bis in den späten Nachmittag hin. So war auch diesmal die „Däller Kirmes“ wieder schön. Sie fand mit einem geselligen Fest in der Schützenhalle einen würdigen Abschluss.

Beim Festzug - auch Trinkzug genannt - wurde öfter Station gemacht , um die Fahne zu Ehren der Bürger zu schwenken. Unterstützt wurde der Zug musikalisch von den Wormersdorfer Landsknechten.Foto: FA

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