Flugplatz Mendig ist neuer Schauplatz von Rock am Ring
Wir sind der Ring!
30. Jubiläum des Kulturfestivals vom 5. bis 7. Juni 2015 in der Vulkaneifel
Mendig. Der Flugplatz Mendig ist die neue Heimat von Rock am Ring! Nur knapp 30 km von der alten Spielstätte Nürburgring entfernt schreiben die Erfinder und künstlerischen Produzenten des Kultfestivals „Rock am Ring“ jetzt ein neues Kapitel ihrer Festivalgeschichte. Am 1. Juni-Wochenende 2015 steigt am Flugplatz Mendig das 30-jährige Jubiläum. Im Rahmen einer Pressekonferenz, zu der Marek und André Lieberberg (Konzertagentur Marek Lieberberg GmbH & Co KG) sowie der für die Organisation, den Ablauf, die Sicherheit, etc. verantwortliche Geschäftsführer Marten Pauls von der Firma Campo mit dem größten Doppeldecker der Welt, „Antonow II) von dem Flugzeuginhaber Michael Mouzakis am Mendiger Flugplatz eingeflogen wurden, äußerten die Veranstalter sich zwar noch nicht über Einzelheiten des Mega-Events im kommenden Jahr, sondern bestätigten zunächst einmal offiziell die Tatsache, dass das Zwillingsfestival zu Rock im Park ein perfektes Zuhause gefunden habe. „Ich bin froh, diese Pressekonferenz in Eurer Mitte und mit Eurer Unterstützung beginnen zu dürfen!“ Mit diesen Worten dankte Marek Lieberberg den ca. 200 Fans, die ihn mit lautstarken Sympathiekundgebungen auf dem Mendiger Flugplatz empfangen hatten. Einen besonderen Dank richtete der Konzertveranstalter jedoch an VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, der „für alles, was bisher hier passiert ist und möglich gemacht wurde, verantwortlich zeichnet“ und an Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, „der bereit ist, Neues zu wagen.“ Marten Pauls von der Firma Campo stellte er mit den Worten vor: „Das ist der Mann, der dabei hilft, unsere Träume mit Bodenhaftung zu versehen und der dabei hilft, das Festival so zu gestalten, dass wir auch alle Bedenkenträger mitnehmen können“, so Lieberberg, der weiter ausführte: „Wir sind in 90 Tagen zwar nicht ganz um die Welt-, aber ein ganzes Stück voran gekommen. Drei Monate nach dem letzten Rock am Ring sind wir heute hier in Mendig - und darauf sind wir stolz!“
„Ein Quantensprung, der neue Dimensionen eröffnet“
Als vor einigen Monaten klar geworden sei, dass „Rock am Ring“ am Nürburgring ein Ende haben werde, sei es ihm und seinem Sohn nicht leicht ums Herz gewesen, berichtete er. In diesem Moment sei ein Brief des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz gekommen, der auch von Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel unterzeichnet gewesen sei. Darin habe sinngemäß gestanden, dass es in Mendig ein wunderbares Areal gebe und er sich dieses doch einmal ansehen solle. Er, Lieberberg, habe den Ort schon gekannt, weil er von dort einmal zum Zwillingsfestival „Rock im Park“ nach Nürnberg geflogen sei. „Ohne räumliche und topografische Restriktionen können wir den Fans jetzt ein noch besseres Festival bieten. Rock am Ring in Mendig ist ein Quantensprung, der uns neue Dimensionen eröffnet, sowohl was die inhaltliche Gestaltung angeht als auch die Inszenierung unseres Festivals. Mendig ist für uns kein Flugplatz, sondern ein Field of dreams! Wenn die Ringrocker auf dem Flugplatz Mendig eingetroffen sind, entfallen lange Fußmärsche oder Shuttlefahrten, denn die Campingplätze sind zentraler Teil des Festivalgeländes. Die Bundesautobahn 61 sowie die Bundesstraßen 256 und 262 und ein nahe gelegener Bahnhof ermöglichen außerdem eine gute Anreise für die Besucher“, so Marek Lieberberg, der sich aber auch noch einmal ausdrücklich bei der Stadt Mönchengladbach und ihren Bürgern bedankte. „Ich bin zutiefst berührt von der Leidenschaft, die mir in Mönchengladbach entgegengebracht wurde.“ Als Dankeschön verkündete er bereits, ein neues Festival im August 2015 auf dem JHQ-Gelände ausrichten zu wollen. Die Headliner für Rock am Ring wurden von André Lieberberg, der das größte Rockfestival Deutschlands in Mendig federführend begleitet, noch nicht bekannt gegeben. Dies erfahren die Fans im Oktober, wenn auch der Vorverkauf startet. „Das ’Ja‘ von Marek Lieberberg zu Rock am Ring in Mendig erfüllt uns mit Stolz, Freude und Begeisterung. Wir sind engagiert angetreten, geprägt von dem gemeinsamen Willen, eine riesige Chance wahrzunehmen. Wir haben uns gemeinsam und mit vereinten politischen Kräften auf den Weg gemacht. Wir haben hart gearbeitet und alles gegeben. Und wir haben das Ziel erreicht: Der Zuschlag für das größte und populärste Festival Deutschlands geht nach Mendig“, so VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, der -an Marek Lieberberg gewandt- sagte: „Mit Ihrem Antrag auf Genehmigung eines mehrtätigen Festivals haben Sie unserer Heimat gleich mehrere gewinnbringende Perspektiven geschenkt! Wir freuen uns zum einen auf die Wirtschaftskraft, die dieses Festival ausstrahlt!“ Voller Enthusiasmus setzte Jörg Lempertz, dem die enormen Strapazen der vergangenen Wochen trotz großer Freude immer noch ein wenig anzusehen waren, seine Rede fort: „Wir alle sind begeistert über diese einzigartige Chance und wir alle werden alles dafür tun, beste Gastgeber zu sein. 108 Tage sind seit unserer Bewerbung vergangen. 108 Tage, die von harter Arbeit, unzähligen Besprechungen, Herzblut und lösungsorientiertem Arbeiten geprägt waren. In dieser Zeit habe ich einmal mehr die Bereitschaft unserer VG-Mitarbeiter gespürt, bis an den Rand der Belastungsgrenze alles zu geben, was für eine anständige Abarbeitung dieses Antrages erforderlich ist. In dieser Zeit konnte ich ergänzend erleben, wie geschlossen die Politik quer durch alle Parteien und über die Verbandsgemeindegrenzen hinaus wie eine Bank hinter dieser Perspektive steht. Es war wunderbar zu erleben, wie sehr die Kollegen Bürgermeister Klaus Bell, Hans Peter Ammel, Rudolf Schneichel, Rainer Hilger und unser Landrat an unserer Seite standen. Und noch etwas Eindrucksvolles konnte man täglich spüren: Die Professionalität des Teams Marek Lieberberg. Die Leistungsfähigkeit der deutschen Unternehmer und Kulturschaffenden wird an ihrem kraftvollen Handeln deutlich. Sie kämpfen für ihr Baby „Rock am Ring“, sie kämpfen für ihr Festival, sie kämpfen für einen neuen Standort, sie kämpfen für ihre rockige Tradition, die seit 29 Jahren Millionen von Besucher in ihren Bann zieht. Dieser Dreiklang von einer serviceorientierten Verwaltung, der politischen Geschlossenheit und von einem höchst professionellen Veranstalter führte dazu, dass wir heute hier sind!“ Als Geste des Dankes überreichte Lempertz an André Lieberberg ein riesiges Foto, welches von einer spontanen Aktion der Realschule plus zeugt, bei der 600 S Schüler sich zu einem „RAR“ formierten. Marek Lieberberg freute sich dagegen über einen Mendiger Basaltstein mit dem eingemeißelten Schriftzug: „Rock am Ring Mendig“. Auch Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel zeigte sich außergewöhnlich euphorisch und zitierte einen Parteifreund, der einmal gesagt haben soll, „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!“ Das haben wir natürlich nicht gemacht, wir haben gehandelt und den Hut in den Ring geworfen. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob dies eine Schnapsidee war oder eine reelle Chance. Wir konnten uns jedoch von der professionellen Arbeit der Mannschaft um Herrn Lieberberg überzeugen und haben gemeinsam an einem Strang gezogen. Zunächst war Mönchengladbach auf gleicher Höhe und jetzt haben wir die Bestätigung: Rock am Ring wird bei uns stattfinden!“
Das „Field of dreams“ für alle Beteiligten
Marten Paul (Geschäftsführer der Firma Campo) beschrieb seinen Part mit den Worten: „Meine Aufgabe ist es, Fragen zu Umwelt und Naturschutz ebenso zu klären, wie Bedenken und Ansprüche von Anwohnern und Gewerbetreibenden sowie die Sicherheit und Gestaltung auf dem Gelände selbst. Da wir -wie schon gesagt- aus dem Gelände ein „Field of dreams“ machen wollen, wird deutlich, dass die Besucher hier alle ausreichend Platz zum Campen haben. Außerdem haben wir zusätzlich noch einmal die gleiche Fläche außen um das Gelände herum für Parkplätze angemietet. Außerdem haben wir uns verpflichtet, gemeinsam mit den Naturschutzverbänden BUND und NABU sowie der Verbandsgemeinde Mendig ein langfristiges Naturschutzkonzept zu entwickeln, um die wertvolle Flora und Fauna rund um das geplante Veranstaltungsgelände zu erhalten. Wir haben die letzten Wochen damit zugebracht mit den Anwohnern, Anliegern und vor allem mit den Landwirten zu sprechen und ich muss sagen, wir haben bisher an keinem der Standorte, die wir in den vergangenen 20 Jahren ausgeforscht haben, nach vielen berechtigten Fragen und Zweifeln eine solche geschlossene Unterstützung aus der Landwirtschaft, von den Flächenwirtschaftlern und von den Anwohnern erfahren, wie hier in Mendig und dafür möchte ich mich auch im Namen von Marek und André Lieberberg ganz herzlich bedanken.“
