IHK Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz
Wirtschaft aufgeschlossen für Flüchtlinge
Mangelnde Deutschkenntnisse als Beschäftigungshemmnis
Koblenz. Die rheinland-pfälzische Wirtschaft zeigt sich sehr offen für die Beschäftigung von Flüchtlingen. Das belegt eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Land. Rund Tausend Betriebe aller Größen und Branchen haben sich an der Umfrage beteiligt. Mehr als Dreiviertel aller befragten Unternehmen würden demnach Asylbewerber und Flüchtlinge einstellen, 58 Prozent planen sogar konkret eine Beschäftigung. Damit Flüchtlinge allerdings schnell in Ausbildung und Arbeit kommen, müssen aus Sicht der Befragten noch einige Hürden genommen werden. Acht von zehn Unternehmen empfinden die mangelnden Deutschkenntnisse der Flüchtlinge als maßgebliches Beschäftigungshemmnis. Problematisch sehen sie zudem die Unklarheit über die Aufenthaltsdauer der Flüchtlinge sowie die eigene Unkenntnis über die rechtlichen Regelungen. Um für Auszubildende und Betriebe Planungssicherheit zu schaffen, fordern die IHKs die staatliche Zusicherung, dass Flüchtlinge während einer dreijährigen Ausbildung und einer sich anschließenden mindestens zweijährigen Beschäftigung nicht abgeschoben werden. Einige der befragten Betriebe haben bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Flüchtlingen. „Langfristig wird die Zuwanderung der Wirtschaft helfen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, sagt Rössel. Jetzt gelte es, dafür die Weichen zu stellen.
Pressemitteilung
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