Allgemeine Berichte | 19.05.2014

Kirchenchor Cäcilia Weibern

Zu Besuch in Rom

Der Kirchenchor Cäcilia Weibern in Rom. privat

Weibern. Alle Wege führen nach Rom, denn es war offensichtlich, dass nicht nur der Kirchenchor letzte Woche in Rom unterwegs war. Die Heiligsprechung der beiden Päpste Johannes Paul II und Johannes XXIII, die tags zuvor von Papst Franziskus auf dem Petersplatz vorgenommen worden war, hatte noch Nachwirkung. Von der Fassade der Petersbasilika blickten die beiden Heiligen von großen Bildteppichen auf die vielen Menschen, die in der Ewigen Stadt zu Besuch waren. Von Dietmar Andres bestens organisiert, landete die Gruppe am Montagnachmittag in Rom und konnte gleich einen Rundgang durch die Kolonnaden des Petersplatzes machen und Aufstellung für den ersten Fototermin nehmen.

Besichtigungen und Erkundungen

Die nächsten Tage waren angefüllt mit Besichtigungen und Erkundungen der Sehenswürdigkeiten Roms. Es war schon sehr eindrucksvoll, das weite und feierliche Innere der berühmtesten Kirche der Christenheit, den Petersdom, mit seinen gewaltigen Ausmaßen zu betreten und die herrlichen Kunstwerke in sich aufzunehmen. Vor dem Grabmal des neu aufgenommenen Heiligen, Johannes Paul II, das sich jetzt im Petersdom und nicht mehr in der „Grotte“ befindet, versammelten sich an allen Tagen viele Pilger. Von der in der Renaissance von Michelangelo geschaffenen Kuppel des Petersdoms galt es die prachtvolle Innenausstattung des Altarraumes von oben zu betrachten und von ganz oben, den Rundblick über die Kolonnaden mit Petersplatz als weiteres Erlebnis zu genießen.

Ein Nachmittag gehörte den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle mit Michelangelos Fresken und den Stanzen und Loggien Raffaels. Ein langer Blick in die wunderschöne Basilika Santa Maria Maggiore, die größte Marienkirche Roms, ein nächtlicher Spaziergang zum Pantheon, wo einige Chormitglieder gesanglich auf sich aufmerksam machten. Ein Aufstieg zur oberen Balustrade der Spanischen Treppe und natürlich der Besuch zur Fontana di Trevi mit dem obligatorischen Münzenwurf über die linke Schulter, um einmal nach Rom zurückzukehren. Die Piazza Navona mit Berninis Vierströmebrunnen und die Besichtigung der Barockkirche „Sant’Agnese in Agone“. Es blieb sogar noch Zeit für ein Eis.

Ein Höhepunkt:

Die Audienz mit Papst Franziskus bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz. In der Gemeinschaft Zehntausender Menschen empfing die Gruppe den päpstlichen Segen. Beim Gang zur Engelsburg, über die Ponte Sant’ Angelo (Engelsbrücke) zum historischen Zentrum Roms gab es immer wieder Interessantes zu entdecken und immer wieder Kirchen, was einen nicht wundert, da Rom 400 davon besitzt. Der Besuch der Basilika di San Giovanni in Laterano mit dem Ehrentitel „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt Rom und des Erdkreises“ war ebenfalls ein Muss und weckte Erinnerungen bei den Teilnehmern, die bei der Heiligsprechung Pater Damian de Veuster sscc 2008 mit dabei waren. Ein weiterer Höhepunkt, wofür die Gruppe gerne zusätzliche Chorproben in den letzten vier Wochen auf sich genommen hatte, war die Gestaltung der Heiligen Messe, unter dem Dirigat von Bernd Heilig, im Altarraum des Petersdoms. Pater Alfred Bell sscc aus Weibern, er lebt und arbeitet seit vielen Jahren für die Arnsteiner Patres in Rom, hatte dieses ermöglicht. Die Mitglieder des Chores waren stolz auf diese Ehre und sind Pater Alfred sehr dankbar für dieses einmalige Erlebnis. Auf dem Rückweg zum Flughafen machte die Gruppe noch einen Abstecher zur Basilika San Paolo fuori le Mura (St. Paul vor den Mauern), mit der Mosaik geschmückten Fassade und dem großartigen Apsismosaik. Das Innere der Basilika schmückt ein Fries mit den Medaillons aller ehemaligen Päpste und des amtierenden Papstes. Hier gab der Kirchenchor noch ein kleines Abschiedskonzert. Es blieb auch noch genügend Zeit für eine Führung durch die Domitilla – Katakomben. Mit vielen Eindrücken und Dankbarkeit im Herzen für all das Schöne und die verlebte Gemeinschaft, verließ die Gruppe Rom, das zum Abschied tatsächlich zu weinen schien, es regnete nämlich.

Der Kirchenchor Cäcilia Weibern in Rom. Foto: privat

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