Politik | 19.08.2013

Nürburgringfreunde und FDP besuchten den Nürburgring

Zukunft des Nürburgrings und der Region standen im Mittelpunkt

Gruppenbild der Gesprächsteilnehmer: Mitglieder der FDP-Delegation aus Rheinland Pfalz, Vertreter des ADAC-Mittelrhein sowie Mitglieder der Initiative ‚Freunde des Nürburgrings‘. Klaus Ridder

Nürburg.Während im Fahrerlager die Vorbereitungen für den nächsten DTM-Lauf liefen, trafen sich die „Freunde des Nürburgrings“ mit dem Vorsitzenden Manfred Sattler, Geschäftsführer Friedhelm Demandt und eine Delegation der rheinland-pfälzischen und regionalen FDP-Politiker, an der Spitze der Landesvorsitzende Dr. Volker Wissing und Vertretern des ADAC-Mittelrhein, verteten durch den Geschäfstführer Curt Beckmann und Schatzmeister Arno Derichs.

Es ging um die Zukunft des Nürburgrings und damit auch um die Zukunft der Region.

Alle wollen helfen, dass der Betrieb auf und um den Nürburgring so erhalten bleibt und dass der Ring und die Region weiterhin von dem Mythos Nürburgring profitieren können.

Manfred Sattler, Vorsitzender der Initiative Freunde des Nürburgrings, aktiver Rennfahrer und IHK-Präsident in Koblenz fasste das Geschehen und die Fakten wie folgt zusammen:

- Der Region muss geholfen werden, nicht nur dem Nürburgring.

- 2.500 Menschen leben direkt vom Nürburgring. - Der Gesamtverkauf aber auch eine Einzelvermarktung ist möglich.

- Kaufangebote können noch beim Insolvenzverwalter angefordert werden. - Es soll schon 200 Bewerber geben. Details sind nicht bekannt.

- Nach Prüfung der zur Verfügung gestellten Unterlagen und Informationen sollen die Kaufinteressenten bis Ende Oktober ein verbindliches Angebot abgeben.

- Zentrale Forderung: Nicht der das meiste Geld bietet ist der Beste. Nur wer langfristig ohne weitere staatliche Subventionen ein erfolgsversprechendes Konzept anbietet, sollte den Zuschlag bekommen.

- Die Entscheidung über den/die neuen Besitzer soll im Frühjahr 2014 fallen.

- Das Nürburgringgesetz bietet einen Rahmen für den Betrieb, der auch vom Verkäufer eingehalten werden muss. Eine Benutzerverordnung wird derzeit entworfen.

Abschließend bat Sattler darum, nach vorne zu schauen und in der jetzigen Phase des Verkaufs Ruhe zu bewahren.

Der Vertreter des ADAC Mittelrhein, Curt Beckmann, bestritt nicht, dass auch der ADAC Interesse bekundet hat. Er gab aber zu bedenken, dass die Mitglieder des Autoclubs das Nürburgringkonzept mittragen müssten. Der ADAC dürfe den Bereich Motorsport, hier bezogen auf den Nürburgring, nicht zu sehr in den Vordergrund stellen.

Mitglieder der FDP betonten, dass von ihrer Partei der „Schaden“ nicht mit verursacht worden sei. Es müsse sichergestellt werden, dass der Käufer die Altlasten der „350 Millionen Pleite“ nicht übernehmen müsse. Im Übrigen wolle man konstruktiv an der Neugestaltung mitwirken, damit die Region Nürburg eine Zukunft hat.

Als Betroffener vor Ort äußerte sich der Betreiber eines Ring-Taxe-Unternehmens und des Hotel-Restaurants ‚pit lane‘, Friedhelm Thelen aus Nürburg. Er habe mit offenen Augen zusehen müssen, „wie das Ding“ gegen die Wand gefahren wurde. Er habe mit privaten Mitteln seinen Betrieb finanziert, während die anderen mit Steuergeldern geaast hätten.

Er und viele Betriebsinhaber in der Region Nürburg haben Zukunftsängste. Man leidet unter der Negativkritik in den Medien über den Nürburgring.

Klaus Ridder, Pressesprecher der Nürburgringfreunde, appellierte an die Medien, endlich mal positiv über den Ring und die Region rund um die Nürburg zu berichten. Das würde der Region helfen und mehr Menschen würden kommen.

Beeindruckend für die etwa 25 Teilnehmer des Treffens der Rundgang über den Ringboulevard und das Zeitnehmerhaus. Andreas Stickel von der Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH war der Meinung, dass der Ringboulevard auch in dieser Größe für Großveranstaltungen wie das 24h-Rennen oder den Großen Preis von Deutschland gebraucht werde. Er bedauerte, dass der Kreis Ahrweiler trotz aller vorliegenden Abnahmeprotokolle die Betriebsgenehmigung für den Ringracer (über 200 km/h schnelle Achterbahn) nicht erteilt habe. Das sei nicht akzeptabel! Fasziniert waren die Teilnehmer des Rundgangs durch die neu aufgebaute Rennleitung. Hier überwachen viele Rennkommissare und der Rennleiter auf etwa 20 Plätzen das Renngeschehen mit Kameras, Zeitnahmegeräten, GPS usw. und greifen bei Bedarf ein. Aufbau und Finanzierung der modernen Anlage erfolgte durch die Fa. WIGE-Data aus Köln.

Alle wollen nur das Eine, dass der Nürburgring weiterhin zum Wohle der Region und der vielen Motorsportfans erhalten bleibt. Hoffen wir, dass es so kommt!

Klaus Ridder

Manfred Sattler, Vorsitzender der Initiative ‚Freunde des Nürburgrings‘ mit dem rheinland-pfälzischen FDP-Vorsitzenden Dr. Volker Wissing auf dem dem Dach des Zeitnahmehauses.

Zukunft des Nürburgrings und der Region standen im Mittelpunkt

Gruppenbild der Gesprächsteilnehmer: Mitglieder der FDP-Delegation aus Rheinland Pfalz, Vertreter des ADAC-Mittelrhein sowie Mitglieder der Initiative ‚Freunde des Nürburgrings‘. Fotos: Klaus Ridder

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