Zum 100. Geburtstag von Carl Bertram Hommen
Am 1. August 1913 wurde er in Brohl/Rhein geboren
Brohl. Vor 100 Jahren, am 1. August 1913, wurde Carl Bertram Hommen in Brohl/Rhein geboren.
Hommen besuchte die Volksschule in Brohl und anschließend das Gymnasium in Andernach. Er war ein kluger Kopf und übersprang ein Schuljahr. Nach Schulabschluss besuchte er die Buchhändlerschule in Leipzig. Seinen weiteren Lebensweg widmete er ganz dem Journalismus. Mit seiner Ehefrau Gertrud, geb. Geisler aus Brohl, lebte er viele Jahrzehnte im Ruhrgebiet und am Niederrhein. Dort war er auch journalistisch tätig. Mit Erreichung des Rentenalters zog es die Hommens wieder in die Heimat. In Oberbreisig ließen sie sich nieder und lebten dort sehr viele Jahre.
Hier schrieb CBH, das war sein Kürzel, insgesamt sechs Bücher zur Heimatgeschichte, u.a. „Geliebte Heimat zwischen Laacher See und Goldener Meile“ und das sogar in Israel viel beachtete Werk „Die Grabmale von Burg Rheineck“. Der historische jüdische Friedhof aus dem 16. Jahrhundert an Schloss Rheineck war sein besonderes Anliegen. Nachdem der damalige Schlossherr im Jahre 1979 die Grabsteine wegen Errichtung eines Zaunes abtransportieren ließ und am Kesselberg ablegte, musste er den Zorn von Carl Bertram Hommen erfahren.
Nach lebhaften Diskussionen mit dem Burgbesitzer und Einschaltung der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz mussten die Grabsteine nach den Aufzeichnungen und den Fotos Hommens wieder an den Originalplätzen aufgestellt werden. Für sein Lebenswerk erhielt Carl Bertram Hommen das Bundesverdienstkreuz. Einige Zeit nach dem Tode seiner Ehefrau zog CBH in ein Seniorenheim nach Remagen, dort verstarb er 2004 im Alter von 92 Jahren.
