Feuerwehr probt Ernstfall
Kellerbrand im Pfarrhaus
Rheinbrohl. Die Feuerwehr Rheinbrohl übte im Rahmen ihrer monatlichen Übung am Pfarrhaus in Rheinbrohl. Dieses wurde freundlicherweise von Hr. Pastor Scheinost zur Verfügung gestellt. Im weitläufigen Pfarrhauskeller war es bei Wartungsarbeiten an der Heizung zu einer Verpuffung gekommen, woraus sich ein Kellerbrand entwickelte. Die ausführenden Handwerker (zwei Übungspuppen mit je 85kg) wurden bei dieser Verpuffung verletzt und konnten sich nicht mehr selbstständig retten. Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang dichter Qualm aus den Kellerfenstern. Sofort rüsteten sich mehrere Kameraden mit schwerem Atemschutz aus, währenddessen wurde eine Steckleiter in Stellung gebracht, um das Brandobjekt zu erreichen. Nachdem sich die Einsatzkräfte mit Atemschutz ausgerüstet hatten und die Wasserversorgung aufgebaut war, machten sich zwei Trupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den (durch eine Nebelmaschine) verrauchten Keller vor. Der weitläufige Keller stellte sich als optimales Übungsobjekt heraus um das Vorgehen mit der Wärmebildkamera, sowie die unterschiedlichen Suchtechniken in verrauchten Räumen zu üben. Zeitgleich wurde im Außenbereich ein Leiterhebel vorbereitet, um später die geretteten Personen patientengerecht eine Etage höher zu heben. Zur Erklärung, ein Leiterhebel wird dann eingesetzt, wenn zum Retten und Bergen ein Höhenunterschied oder Hindernis überwunden werden muss. Des Weiteren wurde die Einsatzstelle aufgrund der einsetzenden Dunkelheit ausgeleuchtet. Durch den eigens durch den Förderverein beschafften pneumatischen Lichtmast gestaltete sich dies als recht einfach.
Nach und nach wurden beide vermissten Personen gefunden, aus dem Keller getragen und anschließend mit dem Leiterhebel auf die richtige Ebene gehoben. Nachdem auch das Feuer gelöscht war und der Keller durch den Drucklüfter entraucht wurde, konnte der Rückbau gestartet und anschließend der Heimweg angetreten werden. Die Übung hat gezeigt, dass ein regelmäßiges Üben unter Realbedingungen notwendig ist und auch die jüngeren Kameraden auf den Ernstfall sehr gut vorbereitet. Ein Lob gilt der Feuerwehr Solvay, die die Nebelmaschine und eine Puppe zur Verfügung gestellt hat sowie der BF Bonn, die eine zweite Puppe bereitstellten.
