Ahrtalschule mit neuer Nachmittagsbetreuung
aus Sinzig
Grafschaft. Wie sieht moderne Schule heute aus und was braucht sie, um allen Kindern gerecht zu werden? Diese wichtigen Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs der SPD-Landtagsabgeordneten Susanne Müller an der Ahrtalschule, einer Realschule plus, die seit der Flutkatastrophe vorübergehend in der Grafschaft untergebracht ist. Im Austausch mit Schulleiterin Marion Schnitzler ging es vor allem um den Start der neuen Ganztagsschule (GTS) in Angebotsform zum kommenden Schuljahr.
Schnell wurde klar, dass der Bedarf an einer verlässlichen Nachmittagsbetreuung in der Region da ist: Rund 50 Schülerinnen und Schüler haben sich bereits angemeldet und profitieren ab August vom neuen Konzept.
Die Ganztagsschule hilft dabei, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und Familie und Beruf für die Eltern besser zu vereinbaren. Für das Team der Ahrtalschule ist das Angebot weit mehr als reine Betreuung. Das Ziel ist eine Schule, die allen Kindern faire Chancen bietet und sie ganz individuell fördert.
Marion Schnitzler betonte, dass der Ganztag ein Schlüssel ist, um Jugendlichen feste soziale Kontakte und verlässliche Strukturen am Nachmittag zu geben. Beliebte Arbeitsgemeinschaften (AGs) wie Voltigieren, Ballsport oder Robotics sollen dafür erweitert werden. Jugendliche der Klassenstufe 10 helfen bei der Essenausgabe. So wird die Schule zu einem lebendigen Ort, an dem Gemeinschaft aktiv gestaltet wird.
Logistische Herausforderungen aufgrund Containeranlage
Die Schule startet im Spätsommer, bringt jedoch auch logistische Aufgaben mit sich. Da der Unterricht flutbedingt nach wie vor in einer Containeranlage stattfindet, ist der Raum knapp. Die Einrichtung von zweckentsprechenden Räumlichkeiten wird damit zu einer Herausforderung. Dennoch arbeitet das Kollegium tatkräftig daran, alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start zu schaffen.
Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller zeigte sich beeindruckt vom Engagement vor Ort, versprach, die Anliegen mit in ihre parlamentarische Arbeit zu nehmen, und fasste ihren Besuch wie folgt zusammen: „Der direkte Dialog mit der Praxis ist eine unverzichtbare Grundlage, um zu sehen, wo unsere Schulen im Alltag gezielte Unterstützung benötigen. Mein ganz besonderer Dank gilt dem gesamten Kollegium und allen Beteiligten für ihren enormen Einsatz – gerade unter den aktuell sehr erschwerten Bedingungen in der Containeranlage. Solche Begegnungen zeigen deutlich, an welchen Stellschrauben wir politisch drehen müssen, um Schulen bei ihrer Weiterentwicklung wirksam zu entlasten. Diese Erkenntnisse nehme ich als klaren Auftrag mit in meine tägliche politische Arbeit, um mich weiterhin verlässlich für starke und zukunftsorientierte Rahmenbedingungen an unseren Schulen einzusetzen.“