Allgemeine Berichte | 03.09.2013

Gut besuchter, nunmehr dritter Gesprächstreff im Klarissenkloster Bad Neuenahr

Begegnung mit Freunden

Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, mit den Schwestern des Klarissenklosters in Bad Neuenahr ins Gespräch zu kommen.BÜN

Bad Neuenahr. Nur das Notwendigste besitzen die Schwestern des 1920 gegründeten Klarissenklosters in Bad Neuenahr. Denn in der Nachfolge des hl. Franziskus und der hl. Klara von Assisi, der Namensgeberin, ist ihr Leben ganz nach dem Evangelium ausgerichtet und durch Merkmale wie Armut und Gemeinschaft geprägt.

Größere Ausgaben sind für das Kloster daher schwer zu stemmen. Vor einer solchen Herausforderung standen die heute 14 Schwestern vor zwei Jahren, als die notwendige bauliche und energetische Sanierung des Klostergebäudes in der Königsfelder Straße anstand.

In dieser schwierigen Situation bildete sich damals der Verein der Freunde des Klarissenklosters Bad Neuenahr-Ahrweiler, der heute rund 150 Mitglieder umfasst und von Guido Orthen geleitet wird.

Dank der Mitgliederbeiträge und Spenden kam Geld für ein neues Dach, Dämmmaßnahmen, neue Fenster und Türen zusammen.

Großes Interesse

Doch nicht nur finanziell will der Verein eine Brücke bauen, sondern auch auf zwischenmenschlicher Ebene. So schätzen die Mitglieder das Kloster als Quelle spiritueller Kraft in der Stadt. Und sie haben im Gründungsjahr den jährlichen Treff „Begegnung mit Freunden“ ins Leben gerufen, der am Sonntag seine dritte Auflage erlebte.

„Wir haben gemerkt, dass das Interesse am Gespräch mit den Schwestern groß ist“, berichtete Vereins- und Stadtratsmitglied Elisabeth Graff. Bei Kaffee und Kuchen nutzen denn auch in diesem Jahr viele Menschen diese Gelegenheit und kamen schnell ins Gespräch mit den Schwestern, allen voran Äbtissin Maria Johanna und ihre Stellvertreterin Schwester Anežka, die gerne vom „Privileg der Armut“ spricht und diese Lebenseinstellung auch Mitmenschen von außerhalb des Klosters näher bringt. Gelegenheit gab es auch, Äbtissin Maria Johanna näher kennen zu lernen. Die gebürtige Oberfränkin aus der Region Kulmbach ist seit einem Jahr Oberin, allerdings bereits seit 2002 im Kloster Bad Neuenahr. Auch an der anschließenden Vesper, dem liturgischen Abendgebet im Kloster, nahmen einige Besucher gerne teil.

Ein Leben in Armut heißt nicht, dass die Schwestern unproduktiv wären - im Gegenteil. Für ein relativ geringes Entgelt stellen sie beispielsweise Taufkerzen her. Auch die Stola als Geschenk zum silbernen Priesterjubiläum des Ahrweiler Pastors Jörg Meyrer mit wunderschönen Paramentenstickereien stammte aus dem Klarissenkloster. Eine Spezialität der Äbtissin ist übrigens selbstgemachter Likör.

Weitere Mitglieder im Verein der Freunde des Klarissenklosters sind erwünscht. Mit dem Beitritt kann man einen gewünschten Mitgliedsbeitrag leisten. Auch eine Spende ist möglich an eines der beiden folgenden Konten: KSK Ahrweiler, Kto.-Nr. 171587, oder VoBa Rhein-Ahr-Eifel, Kto.-Nr. 484692700. Die Mitgliederbriefe und die jährlichen Mitgliederversammlungen bieten Informationen über die Tätigkeit des Vereins und schaffen weitere Gelegenheiten zum Kennenlernen der Klostergemeinschaften.

Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, mit den Schwestern des Klarissenklosters in Bad Neuenahr ins Gespräch zu kommen.Foto: BÜN

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