Gymnasium Calvarienberg im Fußball erstmalig unter den besten 16
Beim großen Auftritt vom Pech verfolgt
DFB-Eliteschule vertrat Rheinland-Pfalz beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin
Kreisstadt. Die „Mission Berlin“, für die sich die Ahrweiler Fußballmädchen des Privaten Gymnasiums der Ursulinen als Landessieger Rheinland-Pfalz im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert hatten, startete. Vom Ahrweiler Bahnhof aus setzte sich das „Team Calvarienberg“, bestehend aus Spielerinnen, Betreuern, Eltern und Herrn Kretz, gen Berlin in Bewegung, voller Vorfreude auf das, was es in Berlin erwarten würde. Bereits nach der Auslosung war klar, dass es für die Mädchen von der Ahr sehr schwer werden würde, in der Gruppenphase die ersten beiden Plätze zu belegen und sich somit für das Viertelfinale zu qualifizieren, denn die Gegner aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen belegten in den letzten Jahren regelmäßig vordere Plätze. In der Vorrunde begegneten sich die vier starken Eliteschulen des Fußballs bzw. Sports aus Nürnberg, Freiburg, Leipzig und dem Calvarienberg dennoch auf Augenhöhe. Doch eine Rote Karte wegen einer Tätlichkeit und die damit verbundene Sperre, großes Verletzungspech und ungewohnte individuelle Fehler führten zu drei unnötigen Niederlagen.
Schwere Hypothek an Tag 2
Damit ging es am zweiten Turniertag zwar nicht ganz unerwartet in der Platzierungsrunde um die Plätze neun bis 16, doch das Bewusstsein, dass „viel mehr möglich“ gewesen wäre, wirkte sich nicht gerade positiv auf die allgemeine Stimmungslage aus. Viel schlimmer noch aber wog die Hypothek, dass man nun die nächsten Spieltage verletzungsbedingt ersatzgeschwächt bestreiten musste. Dieser Tatsache geschuldet gingen am Folgetag auch die beiden nächsten Partien gegen die Vertreter von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen verloren. Bei der 1:3-Niederlage gegen Magdeburg konnten die C`Berglerinnen zumindest den ersten Treffer in Berlin bejubeln. Léa Daiz (MSS11) traf nach einer feinen Einzelleistung zum zwischenzeitigen 1:2. Die anschließende Niederlage gegen Osnabrück war dann ebenso ärgerlich wie vermeidbar. Obwohl drückend überlegen und trotz einiger sogenannter hundertprozentiger Torchancen, stand man am Ende nach zwei individuellen Fehlern wieder mit leeren Händen da. Bewundernswert war dabei die Moral der Mannschaft. Nach dem äußerst negativen Turnierverlauf und einem völlig unnötigen 0:2-Rückstand stemmte sie sich dennoch vehement gegen die erneute Niederlage. Der 1:2-Anschlusstreffer durch Michelle Becker (ehemals 9a) per Kopf sieben Minuten vor dem Ende weckte zwar nochmals Hoffnungen, der hochverdiente Ausgleich blieb den Kickerinnen „vom Berg“ aber versagt.
Ein Erfolgserlebnis bleibt
Am dritten Turniertag wurden dann im Finalspiel um Platz 15 nochmals alle Kräfte mobilisiert. Denn allen Umständen zum Trotz wollte man die Heimreise nicht ohne Erfolgserlebnis antreten. Aber auch im Spiel gegen Hamburg geriet man nach einer Unachtsamkeit in der Abwehr mit 0:1 ins Hintertreffen. Doch die Antwort folgte postwendend. Cailin Hoffman (9a) verlängerte eine Hereingabe von Léa Daiz mit dem Außenrist ins lange Eck. Der Ausgleich war geschafft und nach einer Ecke von Léa Daiz wuchtete Michelle Becker den Ball schulmäßig zur 2:1-Halbzeitführung ins Gehäuse der Hanseatinnen. Nach einer weiteren Ecke sorgte Cailin Hoffmann erneut per Kopf mit dem 3:1 für die Entscheidung in der Partie.
Das 2:3 der Mädchen aus der Hansestadt in der Schlussminute war lediglich Ergebniskosmetik. Obwohl sportlich nicht alles rund lief, wurden die fünf Tage in Berlin auch aufgrund zahlreicher Aktivitäten touristischer und kultureller Art und nicht zuletzt durch die Begegnungen zwischen den Sportlern zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein besonderes Highlight war sicherlich die grandiose Abschlussfeier in der Max-Schmeling-Halle, bei der 4500 Sportler aus ganz Deutschland eine überdimensionale Party feierten. Am Ende überwog die Freude darüber, bei diesem Bundesfinale mitgewirkt zu haben. Getreu dem olympischen Motto ist manchmal dabei sein eben doch alles.
Beim Bundesfinale im Einsatz
Lisa-Marie Beyermann, Léa Daiz (1), Ines Günther, Nina Jacobs alle MSS11, Michelle Becker (2), Svenja Maurer 10a, Alicia Maldonado 10b, Anna Weidenbach 10c, Cailin Hoffmann (2) 9a, Celine Schäfer 9c, Frauke Stoll 8a.
