Politik | 28.11.2015, 09:45 Uhr

Die CDU-Landtagsabgeordneten Horst Gies und Guido Ernst informierten sich vor Ort

Besuch beim Bunten Kreis Rheinland

Inka und Ralph Orth informierten die Landtagsabgeordneten über ihre Arbeit

Guido Ernst (links) und Horst Gies (rechts) gemeinsam mit den Eheleuten Inka und Ralph Orth. privat
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„Wenn plötzlich alles anders wird“, so lautet der Titel der Infobroschüre des Bunten Kreises Rheinland, in dem es um schwer kranke Kinder geht. Inka Orth und Ihr Mann Ralph informierten die beiden Landtagsabgeordneten Guido Ernst und Horst Gies über die Arbeit des Bunten Kreises. Der Kreis trägt dazu bei, dass das Thema „schwer kranke Kinder“ kein Tabu-Thema bleibt, denn immer noch verschließen viele Menschen die Augen vor dieser Problematik oder schieben sie weit von sich. Damit, so Inka Orth, ist den betroffenen Familien natürlich nicht geholfen, ganz im Gegenteil. Sie können vor ihrem Schicksal nicht davonlaufen, sie müssen sich ihrem veränderten Leben und den Tatsachen stellen.

Der Bunte Kreis Rheinland kümmert sich seit nunmehr elf Jahren um die betroffenen Kinder und Jugendlichen und vor allem deren Familien und sorgt dafür, dass das Leben weitergehen kann und sie nicht unter der starken Belastung zusammen- oder gar auseinanderbrechen. Dies geschieht neben der ehrenamtlichen Arbeit mit einem professionellen Team aus mittlerweile 20 Krankenschwestern, vier Sozialpädagogen, zwei Psychologen und Ärzten. An fünf Standorten, so Ralph Orth, in Köln, St. Augustin, Bonn und Koblenz betreuen und begleiten diese die Familien in direkter Anbindung an die Kinderkliniken. Sie leisten sozialmedizinische Nachsorge bei Krebs, chronisch und schwer kranken Kindern und Jugendlichen sowie Frühgeborenen und sie helfen, mit den medizinischen und psychosozialen Belastungen zu leben.

Auf Unterstützer angewiesen

Da nur 60 Prozent der Aufwendungen des Bunten Kreises von der Krankenkasse erstattet werden, ist der Verein auf die finanzielle Unterstützung von Freunden, Förderern und Sponsoren angewiesen. Allein in einem Jahr werden etwa 300 Familien in einem komplett veränderten Alltag begleitet, mit steigender Zahl der Betroffenen, da die Krankheitsbilder immer komplexer werden.

Horst Gies und Guido Ernst zeigten sich beeindruckt von der ehrenamtlichen Arbeit der Eheleute Orth, die den beiden Abgeordneten ein Konzept "365 Grad für Wohn- und Trainingsgemeinschaft für Intensivpflichtige Kinder und Jugendliche und deren Eltern" vorstellen konnten. Hier geht es besonders darum, außerklinische Intensivversorgung, insbesondere im Hinblick auf Beatmung wohnortnah sicherzustellen. So mussten die beiden Abgeordneten auch erfahren, dass es durchaus Familien gibt, die rund um die Uhr von einer „fremden Pflegekraft“ betreut werden und somit natürlich auch die Privatsphäre enorm beeinflusst ist. Ziel ist es hier, eine Wohn- und Trainingsgemeinschaft aufzubauen, um vor allen Dingen den Eltern und der Familie in einer Phase der Erschöpfung und Überforderung wieder Kraft, Lebensfreude und Zuversicht geben zu können.

Bereits seit Februar liegt dieses Konzept dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung vor, wurde aber leider bis zum heutigen Zeitpunkt nicht weiter bearbeitet. In einem Brief an die Sozialministerin haben sich nun die Abgeordneten im Sinne der Betroffenen für dieses Projekt und das Fortkommen eingesetzt und zeigten sich hoch beeindruckt vom ehrenamtlichen Einsatz des Bunten Kreises Rheinland.

Pressemitteilung

Horst Gies, MdL; Guido Ernst, MdL

Guido Ernst (links) und Horst Gies (rechts) gemeinsam mit den Eheleuten Inka und Ralph Orth. Foto: privat

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