Vor 70 Jahren erlebte auch die Gemeinde Berg einen Bombenhagel
Bombardement sorgte für Angst und Schrecken
Berg. Der Schrecken des Bombenangriffs vom 6. Februar 1945, also vor 70 Jahren, sitzt bei den älteren Menschen der Gemeinde Berg noch immer tief im Gedächtnis. Es war damals um die Mittagszeit als zwei amerikanische Flugzeuggeschwader die Ortschaft Berg und seine Umgebung mit einem Bombenteppich überzogen, erinnert sich der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Berg, Helmut Kündgen, noch heute, der das schreckliche damals als Kind erlebte. So ist es eine Herzensangelegenheit von Kündgen, die Erinnerung wach zu halten und die Geschichte weiterzutragen, wie es noch in der Endphase des schrecklichen Krieges um die Gemeinde Berg bestellt war. Es war wohl eine kleine versprengte Einheit von Funkern, die auf dem Weg nach Remagen, in Berg ihr Lager aufgeschlagen hatten und so die Aufmerksamkeit der Amerikaner erweckten und hierbei den Bomberangriff auslösten, vermutet der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft. Es war ein glücklicher Zufall, dass die Bomben sowohl vor dem Ort als auch hinter dem Ort in die freien Flächen einschlugen. Zeitzeugen berichten hier von 300 bis zu 500 Bomben von denen noch heute rund 100 Bombentrichter in der Landschaft zu erkennen sind. Die Luftaufnahme der alliierten Streitkräfte, vom 8. Juli 1945, die sich Helmut Kündgen aus Amerika besorgt hat, belegt mit den weißen Punkten all die Bombeneinschläge rund um die Ortschaft Berg. Es wurden auch einige wenige Häuser zerstört, da zum Glück nur acht Bomben im Ort einschlugen. Darunter das Haus der Familie Paul Haag, in dem eine Familie aus dem Kölner Raum Zuflucht gefunden hatte. Aus unbekannten Gründen brachten sich der Vater, Mutter und Tochter nicht wie die Berger Bürger in Kellern und Luftschutzstollen in Sicherheit und verloren ihr Leben. Einige Soldaten, die ums Leben kamen, wurden auf dem alten Friedhof in der Vischel beigesetzt, wo noch heute die Soldatengräber und das Ehrenmal von der Dorfgemeinschaft gepflegt werden. Das schreckliche Bombardement am 6. Februar dauerte rund eine Stunde, in der die Menschen in Angst und Schrecken versetzt wurden. Später gab es noch einen Abwurf von Brandbomben, die aber zum Glück die Häuser verfehlten und ins freie Feld stürzten, so die Erinnerungen von Kündgen, die auch in dem Buch „Berg - Biographie einer Gemeinde in der Ahr-Eifel“ vom Autor Volker Schulze verarbeitet sind und das bei Helmut Kündgen und beim Ortsbürgermeister der Gemeinde Berg noch zu erwerben ist.
