Postumus-Ausstellung geht am 17. November zu Ende
Der erste rheinische Kaiser
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Samstag, 17. November, endet die diesjährige Sonderausstellung im Museum Roemervilla in Ahrweiler. „Postumus - der erste rheinische Kaiser“ berichtet von einer der größten Krisen der römischen Geschichte. Mitte des 3. Jahrhunderts fällt der Limes, der Jahrhunderte lang Grenze zum freien Germanien war. Der Handel zwischen beiden Seiten hatte lange floriert: Bernstein, Bauholz und Felle gegen Wein und römische Luxusartikel. Dann kam die Krise: Neue kriegerische Stämme formierten sich an der Grenze und fielen plündernd in die Grenzprovinzen ein. Postumus, der Militärkommandant von Köln, schaffte es, die überforderten Grenztruppen neu zu formieren. Mit der Unterstützung von Bürgerwehren und germanischen Söldnern gelang es, den Frieden wieder herzustellen. Da man sich von Rom im Stich gelassen fühlte, spaltete sich der Nordwesten vom Rhein bis nach Portugal und Britannien vom Reich ab. Postumus wählte man zum Kaiser dieses Reichsteils. Das von Köln aus regierte „Gallische Sonderreich“ schaffte es besser als die römische Zentralmacht, die Probleme des Reiches zu lösen. Erst 14 Jahre später, als auch die römischen Kaiser ihr Reich wieder geordnet hatten, vereinigten sich die beiden Reichsteile wieder unter der römischen Zentralmacht. Der Augsburger Siegesaltar, eine zeitgenössische Ritzinschrift mit dem Namen des Kaisers und zahlreiche Fundobjekte aus der Zeit des Gallischen Sonderreiches sind die Highlights der Ausstellung.
