St.-Sebastianus-Bruderschaft Nierendorf auf großer Fahrt
Die Mecklenburgische Seenplatte war das Ziel
Über 90 Mitglieder erkundeten das ehemalige Großherzogtum Schwerin
Nierendorf. Nun schon zum vierten Mal setzten sich zwei Busse mit Mitgliedern und Freunden der
St.-Sebastianus-Bruderschaft Nierendorf in aller Frühe in Bewegung und erreichten nach rund 600 Kilometern das nordöstlichste Bundesland der Republik. In Banzkow, 15 Kilometer südlich von Schwerin, wurde für die nächsten vier Tage Quartier bezogen.
Bei sommerlichen Temperaturen erwartete die Landeshauptstadt Schwerin am nächsten Tag die Besucher. Der erste Blick galt dem beeindruckenden großherzoglichen Schloss, das mit seinen vielen Türmchen und Verzierungen heute Sitz des mecklenburg-vorpommerischen Landtags ist. Aber auch der Dom, die prachtvollen Gebäude aus der großherzoglichen Residenzzeit und der Marktplatz versetzten die Besucher in Erstaunen. Ein Bummel den Pfaffenteich, Schwerins „Binnenalster“, entlang, sowie eine Einkehr in eines der vielen einladenden Lokale rundete den Besuch der kleinen, aber feinen Metropole ab.
Der nächste Tag winkte mit einer Fahrt zur Müritz, dem zweitgrößten Binnengewässer Deutschlands. Zentrum dieser Region ist die Stadt Waren, die ebenfalls mit komplett restaurierten Straßen und Gassen die Gruppe begrüßte. Auch ein lebhafter mit abwechslungsreichen Ständen bestückter Markt animierte so manchen zu einem Mitbringsel. Anschließend führte die Fahrt durch das Seengebiet zu einer Fischzucht und einem Wisentgehege, wo der diensthabende Förster über die Lebensgewohnheiten dieser in Mitteleuropa fast ausgerotteten Spezies berichtete.
Der folgende Morgen hielt wieder strahlenden Sonnenschein bereit. So machte man sich gut gelaunt auf, um die alte Hansestadt Wismar, die sich „Welterbe“ nennen darf, kennenzulernen. Besonders beeindruckte die Nikolaikirche mit ihrer norddeutschen Backsteingotik, einem Baustil, den in dieser Region fast alle Kirchen, aber auch viele Profanbauten vorweisen. Ein Spaziergang zum repräsentativen Marktplatz mit sehenswerten alten Handelshäusern führte anschließend zum Hafen, wo das alte Brauhaus mit selbstgebrautem Bier und einem Imbiss einlud. Ein Abstecher zu dem Seebad Kühlungsborn und vor dort mit der Schmalspurdampfeisenbahn „Molli“ nach Bad Doberan beendete diesen abwechslungsreichen Tag. Nach dem Abendessen dankte der spontan gegründete „Projektchor“ mit einem selbst gedichteten Lied vor allem dem Vorsitzenden Hans-Peter Moog, den man, da er auch einen der Busse chauffierte, in Form einer entsprechenden Kopfbedeckung zum Kapitän ernannte. Er und seine HelferInnen hatten mit ihrem Einsatz die Fahrt für alle zu einem ganz besonderen Ereignis werden lassen.
