Allgemeine Berichte | 24.09.2019

Wiedersehenstreffen des Calvarienberg-Abiturjahrgangs 1989

Die alte Vertrautheit war wieder spürbar

Auch nach 30 Jahren noch immer eine echte Gemeinschaft: die Abiturientinnen des Calvarienbergs von 1989. Foto: DEGEAL

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie schnell 30 Jahre vergehen, haben die Abiturientinnen des Calvarienbergs, die 1989 ihr Abitur machten, bereits in den ersten Gesprächen des Wiedersehens festgestellt. Trotz der drei vergangenen Jahrzehnte verspürte jede Einzelne eine Vertrautheit zu ihrem Gegenüber, die es so normalerweise nur unter guten Freundinnen gibt.

Das Wiedersehen fing gemäß des Programms bereits vormittags mit einem Sektempfang im Café „Florales Leben“ in der Ahrweiler Innenstadt an. Einige der Teilnehmerinnen waren seit vielen Jahren nicht mehr in Ahrweiler und wunderten sich über die touristische Erschließung der Innenstadt und über den Besucherstrom, den es zur ihrer Schulzeit noch nicht gegeben hatte.

Nach der Stärkung ging es weiter stadtauswärts, um eine Krimiwanderung mit der Organisation „Fun im Ahrtal“ zu erleben. Das Organisationsteam der Abiturientinnen hatte sich dieses Highlight ausgesucht, damit möglichst viele Teilnehmerinnen unkonventionell während der Wanderung ins Gespräch kommen und bei der Krimiauflösung gemeinsam Spaß haben sollten. Bei einer Weinprobe ließ sich der Fall mühelos bearbeiten. Dass die Mörderin im Krimi und im richtigen Leben Apothekerin war, war ein Zufall, der zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Auf der Wanderung konnte auch das ehemalige Abiturfoto auf den Treppenstufen zur Pforte des Klosters nachgestellt werden.

Teils sehr weite Anfahrtswege der Teilnehmerinnen

Zwar war nur die Hälfte der ehemals 41 Abiturientinnen angereist, dafür kamen einige Teilnehmerinnen von weit her, wie Berlin, Kassel, Mainz oder Bad Kreuznach. Zwei Teilnehmerinnen kamen aus dem Ausland, von Schweden und den Niederlanden. Dass die letzte ankommende Teilnehmerin, die aus beruflichen Gründen erst zur Krimiwanderung kommen konnte, den ersten Preis mit einer Flasche Wein erhielt, bekräftigte dann auch noch ein bekanntes deutsches Sprichwort.

Die anderen Teilnehmerinnen können gönnen. So ging es rund um den Calvarienberg wieder hinunter zur Stadt, wo am Obertor der Ahrtalexpress für die Weiterreise nach Bad Neuenahr sorgte. Bei der Kurgartenbrücke angekommen, schlenderte die Gruppe durch den Kurpark zum Dorint-Hotel, wo ein Buffet den Tag beim Austausch von alten und neuen Geschichten abrundete.

In fünf Jahren wird zum 35. Jubiläum eingeladen. Bis dahin finden, wie in der Vergangenheit üblich, viermal im Jahr kleinere Abi-Treffen in verschiedenen Restaurants im Kreis Ahrweiler statt, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Dieser Brauch ist einzigartig. Bei den Begegnungen finden sich immer wieder ähnliche Charaktereigenschaften der Teilnehmerinnen, deren Grundstein zweifelsohne in den 80ern auf dem Calvarienberg gelegt wurde, teilweise unter dem strengen, aber herzlichen Regiment der Schulleiterin Schwester Alexandra. Trotz der vielen Individuen, aus denen Ärztinnen, Apothekerinnen, Bankerinnen, Dozentinnen, Krankenschwestern, Lehrerinnen, Physiotherapeutinnen oder Wissenschaftlerinnen wurden, fühlte es sich nach so vielen Jahren immer noch wie eine echte Gemeinschaft an.

Auch nach 30 Jahren noch immer eine echte Gemeinschaft: die Abiturientinnen des Calvarienbergs von 1989. Foto: DEGEAL Foto: DEGEAL

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