Bürger des Kreises Ahrweiler spendeten Blut
Ein Zeichen der Integration
Ahrweiler. Rund 140 engagierte Bürger des Kreises spendeten ihr Blut für Menschen in Not. Etwa vier Mal im Jahr führt das ortsansässige Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine solche Blutspendenaktion durch.
Die Aktion wies freilich eine Besonderheit auf: Auf Initiative der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) waren nun - neben allen anderen Bürgerinnen und Bürgern -, insbesondere Menschen mit türkischem Migrationshintergrund aufgerufen, ihr Blut zu spenden. Die Umsetzung dieses Konzeptes ist Teil eines Projektes der UETD, das in ganz Europa durchgeführt wird. In 16 europäischen Ländern schloss die UETD dazu Verträge mit Blutspendendiensten. Der Vorsitzende der UETD im Kreis Ahrweiler, Erkoc sieht dies als gelungene Möglichkeit der Integration und ist stolz, das Projekt hier durchführen zu können. Er erklärt, dass viele Immigranten Hemmungen hätten zu einer „normalen“ Blutspende zu gehen und erhofft sich vom dem Aufruf einen Erfolg. Franz-Josef Schneider vom Blutspendendienst Rheinland-Pfalz und Saarland begrüßte das integrative Projekt ebenfalls: Denn die Blutspender im Kreis Ahrweiler haben tendenziell, so erklärten Helfer des ortsansässigen DRK, ein fortgeschrittenes Alter.
Gespräch zwischen Kulturen
Mit Freude sehe man deshalb, dass gerade junge Türkinnen und Türken dem Spendenaufruf nachkamen und wünsche sich eine solche Entwicklung auch für die übrige Bevölkerung.
Nach der Blutspende sorgten die vielen ehrenamtlichen Helfer mit einem reichhaltigen Buffet dafür, dass die Spender wieder zu Kräften kamen. Dabei entstanden angeregte Gespräch zwischen den Kulturen. Es bleibt zu hoffen, dass viele der Spender nun zu „Wiederholungstätern“ werden und in Zukunft regelmäßig wiederkommen.
