Allgemeine Berichte | 04.06.2026

Erasmus+ Austausch Portugal

Erfahrungen der Boeselager-Realschule im Erasmus+ Austausch mit Portugal

In Lissabon standen bedeutende Sehenswürdigkeiten, portugiesische Geschichte und ein Besuch des Parlaments im Mittelpunkt

Portugal. Im Rahmen des Erasmus+-Austauschs zwischen Portugal und Deutschland erlebte eine Schülergruppe von 15 Schülerinnen und Schülern der Philipp Freiherr von Boeselager-Realschule gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrkräften Frau Leinesser und Herrn Roth eine intensive Woche voller kultureller Begegnungen, gemeinsamer Aktivitäten und wertvoller interkultureller Erfahrungen. Ziel des Austauschs war es, das europäische Miteinander zu stärken, neue Perspektiven kennenzulernen und den persönlichen Austausch zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Ländern zu fördern.

Einblick in die portugiesische Kultur und Geschichte

Im Rahmen des Programms führte eine Exkursion die Gruppe nach Coimbra, eine der traditionsreichsten Städte Portugals. Gemeinsam ging es zunächst durch den botanischen Garten zur berühmten Universität Coimbra, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und zu den ältesten Universitäten Europas gehört. Dort erhielten die Teilnehmenden nicht nur spannende Einblicke in die akademische Geschichte Portugals, sondern erlebten auch eine für Coimbra typische musikalische Darbietung von Studenten. Diese musikalische Tradition vermittelte den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Eindruck portugiesischer Kultur und universitärer Gemeinschaft.

Im Anschluss erkundete die Gruppe die malerische Altstadt Coimbras mit ihren engen Gassen und historischen Gebäuden. Das Tagesprogramm endete im „Portugal dos Pequenitos“, einem Miniaturland mit Nachbildungen typischer portugiesischer Häuser und Bauwerke aus allen Regionen des Landes. Dadurch konnten die Jugendlichen auf anschauliche Weise die kulturelle Vielfalt Portugals kennenlernen.

Aktivitäten an der Partnerschule und gemeinsame Projekte

Ein weiterer Höhepunkt des Austauschs war der Besuch der Partnerschule in Pedrógão Grande. Dort standen sportliche, musikalische und künstlerische Aktivitäten im Mittelpunkt, die gemeinsam von portugiesischen und deutschen Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurden. Durch die gemeinsame Arbeit in internationalen Gruppen entstanden zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Gespräche, gegenseitiges Lernen und interkulturellen Austausch. Besonders wertvoll war dabei die Erfahrung, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Alltag, in der Schule und in den jeweiligen Kulturen direkt miteinander zu teilen. Viele neue Freundschaften entstanden, und das europäische Gemeinschaftsgefühl wurde nachhaltig gestärkt.

Kulturelle Entdeckungen in Porto und Aveiro

Auch die gemeinsame Reise nach Porto bot zahlreiche Möglichkeiten zur kulturellen Begegnung. Früh am Morgen machte sich die Gruppe auf den Weg in die zweitgrößte Stadt Portugals. Der berühmte Clérigos-Kirchturm, eines der Wahrzeichen der Stadt, begrüßte die Teilnehmenden bereits zu Beginn des Besuchs. Gemeinsam mit den portugiesischen Gastgebern wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Portos erkundet. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Stadt. Ein besonderes Gemeinschaftserlebnis war die anschließende Bootstour auf dem Douro, bei der die Gruppe Porto aus einer neuen Perspektive entdecken konnte.

Darüber hinaus besuchte die Gruppe die Stadt Aveiro, die aufgrund ihrer zahlreichen Kanäle oft als „portugiesisches Venedig“ bezeichnet wird. Die farbenfrohen Boote, die typischen Häuserfassaden und das maritime Flair boten den Schülerinnen und Schülern weitere spannende Eindrücke der portugiesischen Kultur und Lebensweise. Ein gemeinsamer Back-Workshop rundete das Programm ab.

Abschluss in Lissabon und politisches Lernen

Den Abschluss des Erasmus+-Austauschs bildete der Aufenthalt in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Gemeinsam besuchten die Schülerinnen und Schüler bedeutende Sehenswürdigkeiten wie den Torre de Belém, das Padrão dos Descobrimentos und das Mosteiro dos Jerónimos. Dabei setzten sie sich auch mit der portugiesischen Geschichte und den Entdeckungsreisen auseinander, die Portugal über Jahrhunderte geprägt haben. Natürlich durfte auch die berühmte portugiesische Spezialität Pastéis de Belém nicht fehlen, die von allen mit Begeisterung probiert wurde.

Von besonderer Bedeutung war der Besuch des portugiesischen Parlaments in Lissabon. Dieser Programmpunkt bot den Jugendlichen die Möglichkeit, einen direkten Einblick in die politische Arbeit und die demokratischen Strukturen Portugals zu erhalten. Im Rahmen des Besuchs wurde deutlich, wie wichtig demokratische Werte, politische Mitbestimmung und europäische Zusammenarbeit für das Zusammenleben in Europa sind. Gerade im Kontext des Erasmus+-Programms stellte der Besuch des Parlaments eine wertvolle Erfahrung dar, da er das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für europäische Demokratie, internationale Verständigung und gesellschaftliche Verantwortung stärkte.

Im weiteren Verlauf des Aufenthalts erkundete die Gruppe mit der berühmten Tram 28 verschiedene Stadtteile Lissabons und genoss von einem Aussichtspunkt den Blick über die gesamte Stadt. Anschließend führte der Weg von der oberen Altstadt hinunter bis zum Praça do Comércio, dessen Lage am Wasser zum Verweilen einlud.

Persönliche und soziale Entwicklung durch Erasmus+

Im Mittelpunkt des Erasmus+-Austauschs standen nicht nur das Kennenlernen Portugals und seiner Kultur, sondern vor allem die persönliche und soziale Entwicklung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Durch die vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten konnten die Jugendlichen wichtige Erfahrungen im interkulturellen Lernen sammeln und ihre sozialen Kompetenzen erweitern.

Die Teilnehmenden entwickelten ein stärkeres interkulturelles Bewusstsein sowie mehr Empathie im Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur. Gleichzeitig wurden Inklusions- und Kooperationsfähigkeiten gefördert, da viele Aufgaben und Aktivitäten nur gemeinsam im internationalen Team erfolgreich bewältigt werden konnten. Die Begegnungen machten deutlich, dass Vielfalt eine Bereicherung für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellt und Unterschiede Menschen verbinden können.

Darüber hinaus entstanden während der Mobilität zahlreiche neue internationale Freundschaften, die über den eigentlichen Austausch hinaus Bestand haben können. In gemeinsamen kreativen, musikalischen, sportlichen und reflektierenden Aktivitäten setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Projektthemen auseinander und entwickelten gemeinsame Ergebnisse, die ihre Erfahrungen und Eindrücke widerspiegeln.

Die Projektvision des Erasmus+-Programms basiert auf der Überzeugung, dass kulturelle Unterschiede keine Barrieren darstellen, sondern Brücken zwischen Menschen und Gemeinschaften schaffen können. Durch gemeinsame Erlebnisse, Offenheit, Kreativität und Dialog wurde der europäische Gedanke aktiv gelebt. Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig gegenseitiger Respekt, Zusammenarbeit und internationale Begegnungen für ein friedliches und verbundenes Europa sind.

Der Erasmus+-Austausch zwischen Portugal und Deutschland war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Neben dem Kennenlernen kultureller Besonderheiten standen insbesondere die persönlichen Begegnungen und der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Sprachkenntnisse erweitern, neue Sichtweisen kennenlernen und wichtige Erfahrungen für ein gemeinsames europäisches Miteinander sammeln. Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie Erasmus+ dazu beiträgt, Offenheit, Toleranz und internationale Freundschaften zu fördern.

15 Schüler der Boeselager-Realschule machten sich im Rahmen des Erasmus+-Austauschs auf den Weg nach Portugal - hier auf dem Foto in Coimbra

15 Schüler der Boeselager-Realschule machten sich im Rahmen des Erasmus+-Austauschs auf den Weg nach Portugal - hier auf dem Foto in Coimbra Foto: Esther Leinesser

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In Lissabon standen bedeutende Sehenswürdigkeiten, portugiesische Geschichte und ein Besuch des Parlaments im Mittelpunkt Foto: Esther Leinesser

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