Projektwoche an der Erich Kästner-Schule
Es drehte sich um Erich Kästner und seine Zeit
Theateraufführung am 22., 23. und 24. Mai
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Während der diesjährigen Projektwoche befassten sich alle Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule in unterschiedlichen Projekten mit dem bekannten Namensgeber ihrer Realschule Plus in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zweierlei Anlässe boten sich an, die Projektwoche der Erich Kästner-Schule thematisch an dem bekannten deutschen Autor und seiner Zeit auszurichten: Zum einen führt die Theater-AG der Realschule Plus am 22., 23. und 24. Mai das für die Bühne bearbeitete Stück „Das doppelte Lottchen“ auf.
Zum anderen wurden am 10. Mai 1933, also genau vor 80 Jahren, die Werke von Erich Kästner bei der Bücherverbrennung am Opernplatz in Berlin in die Flammen geworfen. So setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule ausführlich mit dem Schriftsteller und seiner Zeit auseinander. Die Projekte wurden klassenweise und integriert in den alltäglichen Unterricht durchgeführt. Die Themenbreite war weit gespannt: Im Sportunterricht befassten sich die Schüler der Unterstufe mit dem Sportunterricht im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, als noch Drill und militärische Ordnung im Unterricht vorherrschten. Einige Klassen näherten sich den Werken Kästners künstlerisch, indem sie Gedichte illustrierten oder Titelseiten für Kästner-Bücher auf Plakaten gestalteten.
Eine andere Gruppe wiederum analysierte unterschiedliche Verfilmungen des bekannten Kinderromans „Emil und die Detektive“ und kam zu aufschlussreichen Ergebnissen. Andere Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Fragestellungen und Erkenntnissen aus der Naturwissenschaft zur Zeit Erich Kästners auseinander und entdeckten auch hier Erstaunliches. Großen Raum in verschiedenen Jahrgangsstufen nahmen auch das Lesen und die altersgemäße literarische Auseinandersetzung mit bekannten Romanen und Gedichten des Autors ein. Die Realschulklasse 10 setzen sich zudem mit dem Thema „Bücherverbrennung im Jahr 1933“ auseinander und erstellte dazu eine Art Gedenkwand im Foyer der Schule. Dabei knüpften die Schülerinnen und Schüler an die Gedanken Lessings und Kants an, die jüngst erst im Rahmen des Literaturunterrichts erarbeitet wurden. Mit diesem Projekt der Klasse 10 wurde auch bewusst ein inhaltlicher Querbezug zur stadtweiten Aktion „Stolpersteine“ geschaffen. Im Rahmen dieser Aktion war im vergangenen Jahr ein Autor in der Erich Kästner-Schule zu Gast, der aus seinem Buch über die Bücherverbrennung im Jahr 1933 vorlas und anschließend mit den Jugendlichen über dieses Thema diskutierte.
