FWG Grafschaft besucht gemeinsam mit der Kreis-FWG die Frutania GmbH im IVP Ringen
Jährlich 90.000 Tonnen Obst und Gemüse im Nachtsprungverfahren
Ringen. Zurzeit noch das dominante Gebäude im IVP Rheinland, mit knapp 14 mtr Höhe und rd. 10.000 Quadratmetern Fläche, ist der Hallenkomplex der Frutania. Vielen Grafschafter Bürgern nur aus der Ferne und mit regem LKW-Verkehr davor bekannt. Was hinter dieser grauen und gut gedämmten Fassade steckt, erkundeten die Mitglieder der Kreis- und Grafschafter-FWG. Markus Schneider, der Geschäftsführer der Frutania, nahm sich für seine Gäste Zeit und erklärte den interessierten Zuhören bei einer Führung durch den Komplex die einzelnen Bereiche und Abläufe. „Geschwindigkeit ist der alles beherrschende Faktor.“, so Schneider. In den ganzjährig auf zehn Grad temperierten Umschlags- und Verpackungsbereichen sorgen in Spitzenzeiten über 120 Mitarbeiter für eine verzugslose, teilweise europaweite Verteilung von Obst und Gemüse an den Lebensmittelhandel. Die Transporte verlassen in der Regel abends die Grafschaft und sind am nächsten Morgen vor Ort. Mit einem Anteil von annähernd 70 Prozent stellen dabei Erdbeeren, Tomaten und Äpfel das Gros der Produkte, die zum Teil auch aus dem lokalen Anbau stammen. Besonderen Wert legt die Frutania, die übrigens bis zu 90 Prozent der für die Hallenkühlung benötigten Energie eigenständig mit Solarkraft gewinnt, auf Nachhaltigkeit und Schadstofffreiheit der Produkte. „Unsere Kontrollen beginnen bereits an der Wurzel, also direkt beim Erzeuger und auch in der kurzen Zeit, in der das Obst und das Gemüse unsere Halle „durchquert“, wird die Qualität der Ware von eigenen Agraringenieuren überwacht.“ weist Schneider auf die Firmenphilosophie hin. Das erst vor zwölf Jahren als Start-up in Köln gegründete Unternehmen hatte 2009 den Umzug in den Innovationspark vorgenommen, um unter den vorherrschenden günstigen Standortbedingungen zu expandieren und dabei einen immerhin zweistelligen Millionenbetrag zu investieren. Geschäftsführer Schneider fühlt sich mit dem Unternehmen in der Grafschaft gut aufgenommen und zeigte sich über das dem Unternehmen entgegengebrachte Interesse erfreut. „Das hatten wir in Köln nicht so, da hat sich eigentlich keiner für uns interessiert.“ Kaffee und Kuchen rundeten den Unternehmensbesuch der FWG mit einem lockeren Gespräch über die aktuellen Herausforderungen des internationalen Marktgeschehens und seine Einflüsse auf das mittelständische Unternehmen ab. Viele Teilnehmer freuen sich schon auf die nächste Veranstaltung, wenn es wieder heißt: „Was macht eigentlich ...“
Pressemitteilung der
FWG Grafschaft
