Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Jüdisches Alltagsleben im Heilbad Neuenahr
Vortrag von Hans-Jürgen Ritter im Haus der Familie/Mehrgenerationenhaus
Bad Neuenahr-Ahrweiler. „So besitzt Neuenahr um die Sommerzeit einen fast ganz jüdischen Charakter“, lautete die Einschätzung eines Badegastes zur Zeit der Jahrhundertwende. In seinem gleichnamigen Vortrag wird Hans-Jürgen Ritter am Mittwoch, 12. Juni 2013, um 18.00 Uhr im Haus der Familie/Mehrgenerationenhaus, Weststraße 6 einen Einblick in das jüdische Alltagsleben im Heilbad Neuenahr geben. Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen des Themenjahres „Stolpersteine II. Mit Courage gegen Ausgrenzung“ der Rathaus-Kultur Bad Neuenahr-Ahrweiler. Menschen jüdischen Glaubens gehörten einst zu geachteten Mitbürgern im „Rheinischen Karlsbad“, wie Bad Neuenahr in seiner großen Zeit vor dem Ersten Weltkrieg genannt wurde. Sie waren in allen Bereichen der Sozialgemeinschaft integriert, auch wenn sie aufgrund ihres praktizierten Glaubens als „Exoten“ in einer christlich ge-prägten Umwelt galten. In Neuenahr waren Juden vor allem im Gastgewerbe, in der Mode- und Putzmacherbranche und als Metzger tätig. Daneben sorgten jüdische Ärzte und Sanatoriumsbetreiber sich um das gesundheitliche Wohl der Kurgäste. Hans-Jürgen Ritter geht den Spuren eines in hohem Maße durch das Judentum ge-prägten Lebens im Heilbad bis in die 1930er Jahre nach und beleuchtet viele Facetten einer Zeit des von gegenseitiger Achtung geprägten Miteinanders, deren Spuren im heutigen Stadtbild noch zu finden sind.
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler
