Baugebiet Mörikestraße vom Stadtrat beschlossen
Junge Familien und Einheimische sollen von dem neuen Baugebiet profitieren
Wo einst die VdK-Siedlung geplant war, sollen jetzt 19 Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen – Vergabe nach dem kommunalen Baulandmanagement
Bad Neuenahr-Ahrweiler. 19 Ein- und Zweifamilienhäuser sollen im Baugebiet „Mörikestraße“ zwischen Sebastianstraße im Norden, Ringener Straße im Westen und Mörikestraße im Süden entstehen – dort, wo schon 1961 die VdK-Siedlung geplant war, aber nie realisiert wurde. Den entsprechenden Bebauungsplan beschloss der Stadtrat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung. Vergeben werden sollen die Grundstücke nach dem kommunalen Baulandmanagement, um vor allem junge Familien und Einheimischen preiswerten Wohneigentum anzubieten. Dem Bebauungsplan für das 6800 Quadratmeter große Gelände liegt ein städtebaulicher Entwurf zur Entwicklung dringend benötigter Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser zugrunde. Die Neubebauung soll sich am Bestand der umliegenden Häuser orientieren und im Wesentlichen aus Einzel- und Doppelhäusern sowie Kettenhäusern oder ähnlichen Bauformen bestehen. Die durchschnittliche Grundstücksgröße beträgt etwa 340 Quadratmeter. Unter anderem soll zur L 83 hin eine Reihe von zweigeschossigen Häusern errichtet werden, um den Bau einer Lärmschutzwand zu vermeiden.
Geordnete städtebauliche Innenentwicklung
Mit der Realisierung werde eine angemessene bauliche Entwicklung einer innerstädtischen Freifläche und eine geordnete städtebauliche Innenentwicklung erzielt, so die Planer. Allerdings soll kein reines Wohngebiet dort entstehen, sondern ein Allgemeines Wohngebiet, um einen etwas größeren Spielraum im Hinblick auf die Nutzungen zu erhalten, die das Wohnen ergänzen. Zumal es in unmittelbarer Umgebung ohnehin bereits einige Gewerbebetriebe gibt.
Andreas Geschier (CDU) freute sich über die neuen Wohnungen in zentraler städtischer Lage, die insbesondere an junge Familien vergeben werden sollen. Dabei würden auch die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse durch eine ganze Reihe von Immissionsschutzmaßnahmen berücksichtigt. Ursula Koll (SPD) bestätigte die anhaltend große Nachfrage nach Bauland bei nur wenigen Flächen, die noch für die Wohnbebauung entwickelt werden könnten. Dennoch sei gerade im Innenstadtbereich eine Begrünung wichtig, weshalb die im Uferrandstreifen des Mühlenteiches vorhandene Vegetation einschließlich des Baubestandes erhalten werden müsse. David Jacobs (FDP) freute sich ebenso wie Gregor Sebastian (FWG) und Martin Kallweitt (AfD), dass man mit den bis zu 34 Wohneinheiten dem ungebrochenen Interesse nachkomme, ein Eigenheim in der Stadt zu gründen. Und auch Bürgermeister Guido Orthen (CDU) freute sich, dass ein Verfahren mit einer sehr langen Geschichte endlich zu Ende gehe.
JOST
