In der Roemervilla in Ahrweiler
Kaiserlicher Besuch
„Postumus“ führt am 10. August durch die Ausstellung
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die antiken Ruinen des herrschaftlichen Gutshauses am Silberberg in Ahrweiler sind die ideale Kulisse für die diesjährige Sonderausstellung des Museums Roemervilla. Schon 10.000 Gäste haben sich beim Besuch des Museums über „Postumus, den ersten rheinischen Kaiser“ informiert.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte der größten Krise des römischen Kaiserreiches. In der Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. fielen Germanen und Perser gleichzeitig in das von inneren Unruhen geschwächte römische Weltreich ein.
Die Nordprovinzen mit dem Rheinland wurden von Plünderern heimgesucht und verwüstet. Die Roemervilla am Silberberg wurde dabei allerdings nicht zerstört, wie man vermuten könnte.
Sie überdauerte bekanntlich bis zum Ende der Spätantike und wurde erst dann vom Hang des benachbarten Silberbergs verschüttet.
Dem Kölner Militärkommandanten Postumus gelang es, die inneren Unruhen zu schlichten und die Grenze wieder zu sichern. Daraufhin wurde er zum Kaiser des „Gallischen Sonderreichs“ ausgerufen. Von Köln aus regierte er ein Land, das vom Mittelmeer bis nach Schottland und von der portugiesischen Atlantikküste bis zum Rhein reichte.
Am 10. August, 21. September und 12. Oktober - jeweils um 11 Uhr - führt Kaiser Postumus, alias Bernd Walther, persönlich durch die Ausstellung und gibt dem Besucher ein anschauliches Bild von seiner Geschichte und dem Leben in seiner Zeit.
Pressemitteilung der Stadt
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Die Ähnlichkeit ist unbestreitbar: ein Münzbild von Kaiser Postumus. Foto: Landesmuseum Bonn
