Maibaumstellen in Bad Neuenahr/Beul
„Meisterliche Logistik“
Der „Kölsche Jong“ sorgte trotz schlechten Wetters für ausgelassene Stimmung
Bad Neuenahr/Beul. Wenn in Beul der Maibaum aufgestellt wird, ist gute Stimmung bereits vorprogrammiert. Da konnten auch Petrus Launen nichts dran ändern. Bereits am frühen Morgen machten sich zehn Erwachsene und fünf Jugendliche des Bürgervereins von der St. Willibrordus-Kirche auf den Weg, um den Baum aus dem Stadtwald zu holen. „Es hat in Strömen geregnet“, berichtet der stellvertretende Bürgervereinsvorsitzende, Heinrich Kohlhaas. „Am Morgen hatten wir schon die Befürchtung, die ganze Veranstaltung absagen zu müssen.“ Doch das Glück war auf Beuler Seite. Alles konnte wie geplant stattfinden - das ungemütliche Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch. Beschwerlich war der Weg aus dem Wald zum Aufstellort: Die umfangreichen Baumaßnahmen im Ortsteil Beul stellten das Abholteam vor bis dato nie da gewesene logistische Herausforderungen, doch stand er pünktlich nach einstündiger Aufbauzeit an seinem Platz, hoch über Bad Neuenahr, 34 Meter in den Himmel ragend und eigentlich noch höher, „denn der Baum steht noch zwei Meter in der Tiefe“, so Heinrich Kohlhaas. Den schmucken Kranz hatten mit Fleiß elf Mann der Beuler Krabbelgruppe, der Truppe der fleißigen Rentner, kunstvoll gebunden. Zusätzlich schmückten ihn drei mit Tannengrün geflochtene Glocken. Zum Erscheinungsbild des Maibaumes gehören auch zahlreiche bunte Bänder. Gesellig ging’s am Abend zu: Mit Musik und Tanz wurde der Mai begrüßt, der „Kölsche Jong“ und Partnerin spielten Stimmungssongs am laufenden Band, und bis in die späten Abendstunden wurde gefeiert. Die Damen des Bürgervereins hatten dazu dicke Schmalzbrote geschmiert, und der Bürgerverein spendierte das Freibier für die Helfer und die Gäste, was die schon gute Laune nochmals steigerte. Übrigens: Mit 80 Gästen war das Fest trotz des schlechten Wetters immer noch gut besucht, wenngleich in den vergangenen Jahren und bei entsprechend frühlingshaftem Wetter gut und gerne auch einmal weit mehr als 100 Menschen dabei waren. „All jene, die auch bei schlechtem Wetter vorbeikommen, sind die wahren Freunde unseres Bürgervereins“, meint Heinrich Kohlhaas.
