Katholische Jugend Sankt Laurentius
Neugestaltung des Kita- Außengeländes in 72 Stunden
Bad Neuenahr-Ahrweiler. In 72 Stunden kann man eine ganze Menge bewegen - davon hat sich der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters überzeugt, als er die Katholische Jugend Sankt Laurentius in Ahrweiler (KaJuLau) besuchte. Sie war bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) an der Kindertagesstätte Calvarienberg aktiv, wo sie das Außengelände zu einem „Kinderdorf Ahrweiler“ neu gestaltete.
Gut drei Dutzend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von neun bis 25 Jahren gaben hier drei Tage lang alles für das gemeinsame Ziel. Unter der Leitung von Christian Knieps packten vor allem die jungen Männer bei fünf Maßnahmen zugleich an. Schließlich galt es, eine Wasser- und Matschlandschaft zu bauen, Stolleneingänge an der Tunnelröhre zu verstärken, die Aufstiege an der Hangrutsche zu befestigen, einen abenteuerlichen Stelzenweg anzulegen und Einfassungen mit Palisaden aus Baumstämmen zu gestalten. Dafür mussten Baumstämme geschält und zersägt werden; es gab jede Menge zu bohren, graben, schippen und hämmern. Auch Pfarrer Jörg Meyrer packte mit an; er kümmerte sich zusammen mit Irena Schmitz, Sarah Jakobs und Katharina Becker um die Öffentlichkeitsarbeit. Die Mädchen sorgten für das leibliche Wohl und warben in der Stadt um Sponsoren. Gleichzeitig wurde das Programm für ein multikulturelles Begegnungsfest zur Eröffnung des neugestalteten Außengeländes vorbereitet.
Weihbischof Peters lobte die jungen Leute, die bereit seien, anzupacken, sich auf ein Projekt einzulassen, obwohl keiner selbst etwas davon habe. Er war beeindruckt von der Einsatzfreude der KaJuLau. „Ohne deren Zutun wäre ein solches Projekt nicht so schnell und mit so wenig Geld umsetzbar - das finde ich einfach stark.“ Die jungen Leute waren mit Freude dabei: „Da lernt man auch was für’s Leben, und Spaß macht es obendrein“, bestätigte Simon Bauer. Studentin Eva Ulrich, die selbst die Kita Calvarienberg besucht hat, war schon bei der Aktion 2009 dabei. „Alles ist gut koordiniert und läuft reibungslos ab“, sagte sie. Ob groß oder klein, handwerklich begabt oder mit zwei linken Händen - hier bekomme jeder eine passende Arbeit zugeteilt. Helena Geschier sieht es ähnlich: „Eine Super-Aktion - das gemeinsame Arbeiten macht mehr Spaß, als zu Hause auf dem Sofa zu sitzen - vor allem, weil man damit auch noch anderen Menschen etwas Gutes tut.“ Das gemeinsame Arbeiten stärke das Zusammengehörigkeitsgefühl in der KaJuLau, die wesentlich größer sei als die hier aktive Gruppe, meint Pfarrer Meyrer. Dies mache den Jugendlichen und den Leuten, die sich im Umfeld um die Organisation kümmerten, sehr viel Spaß.
Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ engagierten sich vom 13. bis 16. Juni bei der bundesweiten Sozialaktion des BDKJ allein im Bistum Trier über 5.000 junge Leute in 250 Gruppen. Weitere Informationen zur 72-Stunden-Aktion gibt es unter www.72stunden.de oder www.facebook.com/72stundentrier.
