Rosenmontagszug in Eckendorf
Ohne Bolzplatz gibt es kein Talent für die kommende WM
Eckendorf. Groß ist er nicht, der Eckendorfer Rosenmontagszug, dafür ist die gute Stimmung umso besser im nördlichsten Grafschafter Ortsteil. Gemäß dem Zugmotto „Et kütt wie et kütt“ gab es keinerlei Vorgaben für die Teilnehmer. Zugleiter Rudolf Schneider schickte pünktlich um 11.11 Uhr das närrische Lindwürmchen von der Hinteren Gasse aus auf den Weg durch den Ort, gut gesichert von der Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr.
„Die Messdiener gehen heute Messionieren“, weshalb sich der katholische Nachwuchs auch seine Messdiener-Kutten angezogen hatte und sich damit ziemlich „originell“ fühlte, wie er augenzwinkernd bemerkte. Allerdings merkten die Messdiener auch an: „Wir gehen gegen Null.“ Natürlich war die befreundete Karnevalsgesellschaft „Ringener Wendböggele“ wieder mit einer starken Abordnung und den Garden vertreten, ist doch die Vizepräsidentin und Ex-Prinzessin Sigrid Mücke eine waschechte Eckendorferin. Für die musikalische Untermalung des Zuges sorgte das Tambourcorps Leimersdorf in lustigen Clownskostümen. Nicht mehr wegzudenken aus dem Eckendorfer Zug ist die Karnevalsgesellschaft Grün-Gelb Fritzdorf, die sogar ihr Jugenddreigestirn mit Prinz Sven I. (Svenja Schimmel), Bauer Anno (Anna Münz) und Jungfrau Maja (Wingertszahn) mitgebracht hatte. Das wurde natürlich von den zahlreichen Jecken am Straßenrand frenetisch gefeiert. Der Kirchenchor „Cäcilia“ Eckendorf darf ebenfalls nicht fehlen, die Sänger waren diesmal als bunter Zirkus mit von der Partie. Dass es dabei nicht an Trinkbarem mangelte, war natürlich Ehrensache, denn gut geölt singt es sich nun einmal besser.
Großes vor hat die frisch gegründete Gruppe von jecken Eckendorfern, die sich nicht auf dem vierten Weltmeistertitel für Deutschland ausruhen wollen und auf ein Fußballtalent aus Eckendorf hoffen. „Allerdings nicht bei unserem Bolzplatz“, waren sie überzeugt, dass hier noch etwas getan werden muss.
Im Anschluss an den Zug wurde im Dorfgemeinschaftshaus noch fröhlich weitergefeiert. Dort stieg schon am Samstagabend eine Karnevalssitzung unter Leitung von Rudolf Schneider, der ein absolut sehenswertes Programm mit vielen Tanzeinlagen der Garden aus Ringen, Gimmersdorf, Unkelbach und Westum sowie mit dem Besuch des Wormersdorfer Prinzenpaares Heinz I. (Born) und Helga I. (Nekes) präsentierte. Der Kirchenchor Cäcilia steuerte einen lustigen Mix aus Schlagern von Udo Jürgens bei.
Ohne gescheiten Bolzplatz gibt es kein Fußballtalent aus Eckendorf, davon war diese Gruppe überzeugt.
