Allgemeine Berichte | 15.05.2026, 11:08 Uhr

Auszeichnung für klimaresiliente Dorfmitte

Ahrtal: Rech erhält Preis für nachhaltigen Flut-Wiederaufbau

Klimaschutzministerin Katrin Eder überreichte Rechs Ortsbürgermeister Thomas Hostert (Mitte) und dem Beigeordneten Gerhard Schreier im Rahmen des Klima-Wettbewerbs des Kommunalen Klimapakts Rheinland-Pfalz die Auszeichnung in der Kategorie „Kommunen – klimaangepasst und wassersensibel“. Foto: Angelika Görres

Weindorf verwandelt die Herausforderungen des Klimawandels in eine Chance für eine sichere und lebenswerte Zukunft

Rech / Mainz. Das Weindorf Rech setzt beim Wiederaufbau auf nachhaltige und zugleich innovative Ideen und wurde dafür am 11. Mai 2026 in Mainz offiziell gewürdigt. Im Rahmen des Klima-Wettbewerbs des Kommunalen Klimapakts Rheinland-Pfalz erhielt die Ortsgemeinde die Auszeichnung in der Kategorie „Kommunen – klimaangepasst und wassersensibel“. Die Platzierung in dieser Kategorie teilen sich die Recher mit dem Verein Pollichia aus Bad Dürkheim.

Zukunftsweisender Wiederaufbau: Ortsgemeinde Rech für klimaangepasste Dorfmitte ausgezeichnet

Die Jury würdigte mit der Prämierung das wegweisende Konzept zur flutbedingten Neugestaltung der Dorfmitte, das weit über eine reine Instandsetzung hinausgeht. Ortsbürgermeister Thomas Hostert und der Beigeordnete Gerhard Schreier nahmen den Preis persönlich von Klimaschutzministerin Katrin Eder entgegen. Für die Ortsgemeinde ist diese Auszeichnung ein bedeutendes Signal. Der oft mühsame und emotional fordernde Weg seit der Flutkatastrophe 2021 wird durch diesen Preis nun landesweit als Vorbild für eine kluge und nachhaltige Zukunftsentwicklung anerkannt.

Ortsbürgermeister Thomas Hostert betonte bei der Preisverleihung, dass man die Zerstörung bewusst als Chance begriffen habe, den Ort nicht einfach im alten Zustand wiederherzustellen, sondern radikal neu und vor allem hochwasserresilient zu denken. Die Planung sieht vor, Mensch und Natur wieder in Einklang zu bringen, indem der Ahr mehr Raum gegeben wird und die Uferzonen gleichermaßen als Schutzraum bei Hochwasser und als hochwertige Aufenthaltsflächen für Bürger und Gäste fungieren.

Ein zentraler Baustein dieses Konzepts ist die neue Konstruktion der Nepomukbrücke, die durch ein optimiertes Durchflussprofil maximale Sicherheit bei künftigen Wetterereignissen garantieren soll und gleichzeitig die neu und resilient gestaltete Ortsmitte aufwertet.

Der Beigeordnete Gerhard Schreier hob hervor, dass diese Auszeichnung vor allem auch den Bürgerinnen und Bürgern von Rech gehöre, die den Prozess der Neugestaltung mit Engagement und Ausdauer begleiten. Das Preisgeld wird direkt in die weitere Umsetzung dieser wassersensiblen Projekte fließen, um Rech als lebenswerten und zukunftssicheren Ort im Herzen des Ahrtals zu festigen. Damit beweist die Ortsgemeinde, dass moderner Klimaschutz und der Erhalt der dörflichen Identität Hand in Hand gehen können.

Klimaschutzministerin Katrin Eder überreichte Rechs Ortsbürgermeister Thomas Hostert (Mitte) und dem Beigeordneten Gerhard Schreier im Rahmen des Klima-Wettbewerbs des Kommunalen Klimapakts Rheinland-Pfalz die Auszeichnung in der Kategorie „Kommunen – klimaangepasst und wassersensibel“. Foto: Angelika Görres Foto: Angelika Görres

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