Allgemeine Berichte | 15.04.2026

Brut- und Setzzeit hat begonnen

Rücksicht in Feld und Wald erforderlich

Jäger appellieren auch mit Hinweisschildern an die Rücksicht der Hundehalter – wie hier in Lohrsdorf.

Kreis Ahrweiler. Mit dem Frühling hat auch die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere begonnen. Wälder, Wiesen und Felder haben sich bereits in den vergangenen Wochen zunehmend in eine große Kinderstube für zahlreiche Jungtiere mit Fell oder Gefieder verwandelt. Derzeit beginnt auch beim Rehwild die Setzzeit, in der die ersten Kitze geboren werden.

Die Kreisjägerschaft Ahrweiler appelliert daher an alle Wanderer, Radfahrer, Sportler und insbesondere an Hundehalter, in dieser sensiblen Zeit besonders rücksichtsvoll zu sein. Dazu gehört vor allem, die ausgewiesenen Wege nicht zu verlassen und Hunde in Feld und Wald grundsätzlich an der Leine zu führen. Viele Jungtiere liegen gut getarnt im hohen Gras oder im Dickicht – oft auch in unmittelbarer Nähe von Wegen. Besonders Rehkitze sind für freilaufende Hunde schutzlos. Schon eine kurze Berührung durch einen Hund kann das Jungtier gefährden, da der fremde Geruch das Muttertier irritieren kann. In den vergangenen Jahren kam es zudem immer wieder zu Zwischenfällen im Kreis Ahrweiler, bei denen Hunde Jungtiere rissen, was in der Regel tödlich endete. Auch Störungen durch Menschen oder freilaufende Hunde setzen trächtige oder führende Tiere stark unter Stress. Gleichzeitig bergen Begegnungen mit Wildschweinen auch für Hunde selbst Risiken: Bachen verteidigen ihre Frischlinge entschlossen, sodass Hunde, die sich zu nah nähern, schwer verletzt werden können.

Auch im Umgang mit vermeintlich hilflosen Jungtieren bittet die Jägerschaft um Umsicht. Viele Muttertiere verlassen sich auf die gute Tarnung ihres Nachwuchses und lassen ihre Jungen für längere Zeit allein zurück, um keine Fressfeinde anzulocken. Was für Spaziergänger wie ein verlassenes Tier wirkt, ist daher in den meisten Fällen völlig normal. Die Mutter hält sich meist in der Nähe auf und kehrt regelmäßig zurück. Menschen sollten solche Jungtiere deshalb auf keinen Fall anfassen oder mitnehmen. Durch den menschlichen Geruch besteht die Gefahr, dass das Muttertier sein Junges verstößt. Wer unsicher ist, kann stattdessen den zuständigen Jagdpächter informieren, der die Situation fachkundig einschätzen kann.

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Jäger appellieren auch mit Hinweisschildern an die Rücksicht der Hundehalter – wie hier in Lohrsdorf. Foto: C. Mildenberger

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