Rund 600 bis 700 Teilnehmer starteten gemeinsam in Hemmessen
St. Martin führte den langen Zug durch die Kurstadt
Bad Neuenahr. Jedes Jahr organisiert ein anderer der drei Stadtteile von Bad Neuenahr den Martinszug in der Kurstadt zusammen mit der hiesigen Grundschule. In diesem Jahr war sozusagen der „Staffelstab“ in Händen der Hemmessener. Zwischen Amseltalbrücke und Kapelle stellte sich also ein schier nicht enden wollender Zug von rund 600 bis 700 Kindern, Eltern und Großeltern auf. Zahllose Fackeln leuchteten auf, viele davon in liebevoller Handarbeit selbst hergestellt und wunderschön gestaltet.
Gegen 18.15 Uhr setzte sich der von der kommissarischen Schulleiterin Ursula Bell und der Hemmessener Bürgergesellschaft um Schultes Hans-Werner Helmrich organisierte Zug in Bewegung, mit Sankt Martin hoch auf seinem stolzen Ross an der Spitze. Mitglieder der Bürgergesellschaft begleiteten den heiligen Mann zusätzlich mit Pechfackeln, was dem Schauspiel eine zusätzliche eindrucksvolle Note verlieh. Während der Löschzug Bad Neuenahr um Löschzugführer Richard Lindner mit großem Aufgebot absicherte, sorgten mehrere Musikgruppen, darunter der Ahrweiler Spielmannszug und das Tambourcorps der KG Blau-Weiß Schinnebröder, für die musikalische Umrahmung. Ein echter Gewinn für die Veranstaltung ist die im letzten Jahr geänderte Route, die nun Verkehrsstraßen fast vollkommen meidet. Sie führt von der Amseltalbrücke am Dahliengarten vorbei in Höhe der Villa Sibilla in den Kurgarten, von dort über Kurgartenstraße, Telegrafenstraße und Weststraße zur Grundschule. Dort warteten nicht nur Weckmänner auf die Kleinen, sondern auch ein großes Martinsfeuer, das später feierlich abgebrannt wurde. Mit dabei im Zug und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein war auch Herbert Rieck, der von 2003 bis zu seiner Verabschiedung im Juli 2014 Schulleiter gewesen ist.
St. Martin hoch zu Ross in Bad Neuenahr, eingerahmt von den Fackelträgern der Bürgergesellschaft Hemmessen (links Schultes Hans-Werner Helmrich).
