Allgemeine Berichte | 03.08.2015

Stammtischfrauen luden zum Kapellenfest nach Oeverich ein

Urbanus-Kapelle hat den Kapellenmäusen viel zu verdanken

Spießbraten und selbst gemachtem Reibekuchen erfreuten die Bürger aus Oeverich, Niederich und Beller

Die Stammtischfrauen „Kapellenmäuse“ aus Oeverich, Niederich und Beller freuten sich über einen guten Besuch bei ihren Kapellenfest, zu dem auch Pfarrer Alexander Burg gerne erschien. Jost

Oeverich. Was wäre die Oevericher St.-Urbanus-Kapelle nur ohne ihre „Kapellenmäuse“? Bestimmt nicht so ansehnlich wie heute, denn seit 15 Jahren sorgen die 30 Damen des Stammtischs aus Oeverich, Niederich und Beller mit dafür, dass die immer wieder anstehenden Renovierungsarbeiten nach und nach in die Tat umgesetzt werden. Haupteinnahmequelle dafür ist der Erlös des jährlichen Kapellenfestes, zu dem sie jetzt zum 15. Mal eingeladen hatten. Schon beim Bau der Kapelle in den Jahren 1933 bis 1936 hatten die Bürger aus Oeverich und Niederich viel Eigenleistungen investiert, bevor der damalige Pastor Josef Knopp das Gotteshaus an Pfingsten 1936 feierlich einweihen konnte. Zuvor hatte an der gleichen Stelle bereits ab dem 17. Jahrhundert eine Kapelle gestanden, die jedoch wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste.

Rund um die Kapelle hat sich viel getan

In den vergangenen Jahren hat sich viel getan rund um die Kapelle. Der untere Kapellenraum, der 65 Jahre lang nur als Abstellraum verwendet worden war, wurde mit dem Erlös einiger Kapellenfeste und viel ehrenamtlichem Einsatz als Versammlungsraum fertiggestellt. Auch diesen Raum nutzten die „Kapellenmäuse“ bei ihrem Kapellenfest. Sonst treffen sie sich jeden zweiten Donnerstag im Monat dort, um Neuigkeiten zu erfahren und gemeinsame Aktivitäten abzusprechen, etwa das regelmäßige Kegeln alle 14 Tage.

Auch der Vorplatz und der Eingangsbereich wurden vor einigen Jahren umgestaltet sowie die Außenmauern saniert. Darüber hinaus wurde der Turm der Kapelle erneuert, wofür allein rund 15.000 Euro von den Kapellenmäusen beigesteuert wurden. Es folgte die komplette Dachsanierung, dann erhielt die Kapelle auch noch einen neuen Anstrich, und im vergangenen Jahr wurde der Zaun rund um die Kapelle erneuert, so die „Chefin“ Christa Welter und „Pressesprecherin“ Hilde Bell. Derzeit werde gesammelt, um die Innenrenovierung weiter voranzutreiben.

Regelmäßig Gottesdienste in der Kapelle

Mittlerweile werden auch wieder regelmäßig Gottesdienste in der Kapelle abgehalten, seit Pfarrer Alexander Burg seinen Dienst angetreten hat. Der ließ es sich natürlich nicht nehmen, persönlich beim Kapellenfest vorbeizuschauen und sich mit einer großen Portion Spießbraten mit selbst zubereiteten Salaten zu stärken. Die schmucke Kapelle ist übrigens auch bei Brautleuten sehr beliebt, die sich dort gerne das Eheversprechen geben. Und zur Oevericher Maikirmes laden der Junggesellenverein und das Maikönigspaar sonntags dorthin zum Gottesdienst ein.

Natürlich unterstützten die Oevericher, Niedericher und Bellerer das Fest nach Kräften und bevölkerten das vor der Kapelle aufgebaute Zelt fast rund um die Uhr. Am Sonntag war der selbstgemachte Reibekuchen mit Apfelmus ein Genuss, am Morgen hatten die Kapellenmäuse dafür anderthalb Zentner Kartoffeln geschält, gerieben und frisch zubereitet. Die Stammtischfrauen legen allerdings auch Wert auf die Feststellung, dass ihre Männer stets fleißig beim Kapellenfest mithelfen, etwa beim Aufbau des Zeltes und bei anderen „Männerarbeiten“.

Die Stammtischfrauen „Kapellenmäuse“ aus Oeverich, Niederich und Beller freuten sich über einen guten Besuch bei ihren Kapellenfest, zu dem auch Pfarrer Alexander Burg gerne erschien. Foto: Jost

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Hausmeister, bis auf Widerruf
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Veranstaltung 15.April
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Blütenfest Meckenheim
Leiter/in (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Der Zustand der L83 wird regelmässig bemängelt. Foto: GS
10

Viele wünschen sich einen Fahrradweg an der L83 - aber ist das auch realisierbar?

HeimatCheck: Kempenich/Hausten: Fahrradweg bleibt vorerst Wunschdenken

Kempenich/Weibern/Morswiesen. Immer wieder erreichen die Redaktion Hinweise von Leserinnen und Lesern zum Zustand der Mayener Straße (L83) zwischen Kempenich, Weibern und Hausten. Die Kritik: deutliche Fahrbahnschäden und der Wunsch nach einem sicheren Radweg entlang der Strecke. Im Rahmen der Reihe „HeimatCheck“ hat BLICK aktuell beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) nachgefragt.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
108

Eine unglaublich brutale Tat ereignete sich gestern an der Mosel:

12.04.: Mosel: Unbekannte enthaupten Schwan und stehlen Eier

Region. Am Morgen des 12.04.2026 wurde am Moselufer in Andel ein getöteter Schwan von Anwohnern aufgefunden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde dem Tier durch eine bislang unbekannte Person das Brustfleisch entnommen und der Kopf abgetrennt. Zudem wurden aus dem Nest eines brütenden Schwanenpaares sechs Eier entwendet.

Weiterlesen

Image Anzeige
Dienstleistungen
Dauerauftrag Imageanzeige
Werbeplan 2026
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige KW 15
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Wir helfen im Trauerfall
Blütenfest
Anzeige Lagerverkauf
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Anzeige Beratertage Schlafexperte
Titelanzeige
Stellenausschreibung: Betriebshof
Blütenfest