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Wadenheimer Sommerklaaf hat seit 23 Jahren Tradition

Wenn Jung und Alt „Verzällsche“ halten

Wenn Jung und Alt „Verzällsche“ halten

Beim Wadenheimer Klaaf mit dem Vorsitzenden der Bürgergesellschaft Horst Felten (r.) unterhielten sich die Gäste wieder prächtig. Foto: FIX

15.08.2013 - 13:30

Bad Neuenahr. Klaaf mit Tradition: In der Kurgartenstraße goutierte man edle Speisen und feine Tropfen, und beim traditionsreichen Wadenheimer Sommerklaaf zelebrierte man die pure Geselligkeit in gemütlich-zünftiger Runde. In ihren gelben Polohemden nicht zu übersehen waren dort im Laufe des Sonntags mehr als 20 Helfer im Einsatz und versorgten die Gäste mit Grillwurst, einer großen Kuchenpalette und frisch gezapftem Bier. Die gemütliche Atmosphäre steckte an.

Auch dieses Mal verzichteten die Veranstalter um Horst Felten bewusst auf Musik oder spektakuläre Bühnenprogramme, denn das alles stört nur, wenn getratscht und geklaaft werden soll. Die 1990 gegründete Bürgergesellschaft hat von Anbeginn einen jährlichen Sommerklaaf organisiert. „Die Bürger tauschen sich aus und lernen einander kennen.“ Das lockt vor allem Neubürger, weiß Felten. „Sie kommen so mit anderen ins Gespräch und lernen Stadt und Leute besser kennen.“

In seiner Begrüßungsrede dankte er Helfern und Sponsoren, wahrte aber auch den kritischen Blick auf die Bad Neuenahrer Geschäftswelt. Großveranstaltungen wie kürzlich die Deutschen Seniorentennismeisterschaften hätten es gezeigt: „Die Identifikation der Geschäftswelt mit Veranstaltungen in Bad Neuenahr lässt zu wünschen übrig.“ Felten erntete reichlich Zustimmung - auch von den politischen Vertretern in Person von Stadtbeigeordnetem Rudi Frick, Ortsvorsteher Heinz-Dieter Brand und Altbürgermeister Rudolf Weltken. Dieses Mankos müsse sich nun die Politik annehmen, meinte der Schultes. Denn Bad Neuenahr lebe von seiner Geschäftswelt. Er appellierte: „Wir müssen uns alle mehr mit unserer Heimatstadt identifizieren.“

Im Foyer der Bad Neuenahrer Grundschule gab es zudem eine Ausstellung zum Thema „Luftbildaufnahmen aus den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts“ zu bestaunen. Die Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler hatte dafür Leihgaben aus dem Archiv zur Verfügung gestellt. Ohnehin kann sich Horst Felten über eine „gute Kooperation“ mit der Verwaltung freuen. 100 Fotos, davon 60 Luftaufnahmen von Bad Neuenahr und 40 von der letzten Jahresfahrt nach Dresden. Helmut Knechtges hatte sie auf den Schautafeln befestigt. Zu den Bildern schwelgte so mancher in alten Erinnerungen. Da sah man das alte Neuenahrer Bahnhofsgebäude, ohne Züge, aber dafür mit alten Kutschen. Oder ein Luftbild mit Blick auf Heppingen und Heimersheim, zwar mit Apollinaris-Brunnen, aber ohne Autobahnbrücke. Nicht zu vergessen auch die Gärtnerei Bick mit dem berühmten „gläsernen Weinberg“ oder das alte Hotel Flora, das mit südländischem Flair daher kam. Aber eben auch schöne Impressionen aus Dresden und Umgebung, wo sich so mancher wiederfand.

Nicht, dass man die Wadenheimer geschwätzig nennen würde: Aber geklaaft wurde von 11 Uhr an und bis in die Abendstunden hinein. In Spitzenzeiten am Mittag zählte Horst Felten rund 180 Gäste auf dem Gelände der Bad Neuenahrer Grundschule.

Das Miteinander zu fördern, das ist das erklärte Ziel des Vorsitzenden und der munteren Wadenheimer. Horst Felten möchte daher „Brücken bauen“, für Jung und Alt, und was er verspricht, hält er auch: So gehören zum Terminkalender der Bürgergesellschaft diverse Feste, aber auch Fahrten, Lesungen und gemeinsames Speisen. „Nächstes Jahr geht unsere Jahresfahrt nach Mittenwald“, konnte Horst Felten schon jetzt verkünden. Anfragen werden schon entgegengenommen. Vorerst geht es aber im November noch nach Köln ins Theater. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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Kommentare

Wortbruch

Michael Reisdorf:
Den Ausführungen des Hr. Kowallek kann ich nur zustimmen . Jedoch brauchte Herr Seemann keinen Schnellkurs , sondern hat sich als Aufsichtsratmitglied der SWN schon 2006 bei EON-Tour nach Norwegen dementsprechend schnell im Kreise der Altparteien eingereiht (sh. auch in You Tube). So ist das in einem Obstkorb , wenn erst mal eine faule Stelle da ist .... .
Patrick Baum:
Die Wut über die Pietätlosigkeit der AfD Westerwald, vor allem der des Kreisvorstandes, ausgerechnet am 09. November ein "Schlachtfest" zu veranstalten, ist kaum in Worte zu fassen. Zu nennen sind hier der AfD-Kreisvorsitzende Jan Strohe, seine beiden Stellvertreter Justin Cedric Salka und Andreas Schäfer, sowie der Kreisschatzmeister Gilbert Kalb. Man kann hieran auch erkennen, daß dem AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge kein Glauben geschenkt werden kann mit seiner angeblichen Abgrenzung nach Rechtsaußen, was hier beim Kreisvorstand der AfD Westerwald deutlich sichtbar wird. Der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende Justin Cedric Salka wird mehrfach im Verfassungsschutzbericht zur AfD genannt. Nicht ohne Grund. Und beim AfD-Landtagsabgeordneten Joachim Paul aus Koblenz gibt es ganz starke Indizien dafür, daß Paul für eine NPD-Zeitschrift geschrieben hat. Der rechte Sumpf bei der AfD Westerwald und beim AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz ist wohl noch tiefer als gedacht.
juergen mueller:
Mit Recht sind Kinder unsere wertvollste Ressource, eine Generation, deren Grundlage für eine gesicherte Zukunft mehr denn je auf dem Prüfstand steht und für die die Politik die Verantwortung trägt, was man im Hinblick auf die vergangenen Jahrzehnte nicht behaupten kann. Zum jetzigen Zeitpunkt, an dem sich offensichtlich nichts grundlegendes ändern wird, sollte man sich einen Wunsch nach Nachwuchs gut überlegen, da der Politik in ihrer Zukunftsfähigkeit nicht zu trauen und die von ihr gesetzten Schwerpunkte kein Garant dafür ist, einer nachfolgenden Generation eine gesicherte Zukunft zu garantieren.
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