Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz
58 Millionen Euro für Hilfeempfänger
Haushaltsplan 2014 des Myk-Kreis-Jobcenters hat ein Volumen von 72,6 Millionen Euro
Mayen-Koblenz. Rund 72,6 Millionen Euro sind in diesem Jahr für das Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz veranschlagt. Dies, sowie Auszahlungen von fast 58 Millionen Euro an Hartz IV-Empfänger sieht der Etatplan des Jobcenters, ein Eigenbetrieb des Landkreises, vor, der bei der jüngsten Kreistagssitzung vorgelegt wurde. Der Erste Kreisbeigeordnete Bernhard Mauel bedauerte die Etatsteigerung gegenüber 2013 um fast vier Millionen Euro. Obwohl die Wirtschaft mehr Arbeitskräfte brauche, werde es in diesem Jahr im Myk-Kreis kein Rückgang der Hilfebedürftigen geben, da sie nicht ohne Weiteres in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden könnten. „Diesen Personenkreis aus der Hilfsbedürftigkeit zu führen ist sehr schwierig“, erklärte Mauel vor dem Kreistag. Er sieht auch eine Mehrbelastung durch verstärkte Zuwanderungen aus Rumänien und Bulgarien. Hinzu komme bei der Hilfe für den Lebensunterhalt (Hartz IV) eine Erhöhung von neun Euro pro Monat. Und dann sind da noch steigende Miet- und Energiekosten, die Kreis und Kommunen tragen müssen. Hier wird gegenüber 2013 mit einer Steigerung von einer Million Euro gerechnet. Im Jahresdurchschnitt betreuten die 170 Jobcenter-Mitarbeiter 7759 erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLB). Davon sind fast zwei Drittel Langzeit-Leistungsbezieher. Die Jobcenter-Mitarbeiter, deren Zahl in diesem Jahr nicht aufgestockt wird, sind verteilt auf Filialen in Koblenz, Mayen, Andernach, Weißenthurm und Bendorf. Dass für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt vom Jobcenter rund 4,2 Millionen Euro ausgegeben werden, lobte Anette Moesta von der CDU-Kreistagsfraktion: „Es geht aber nur gemeinsam mit vielen Akteuren auf unterschiedlichen Ebenen. So konnten durch die Ansiedlung von Amazon 500 Menschen vom Jobcenter dorthin vermittelt werden. Denn hier wurden auch vom Arbeitgeber Plätze geschaffen.“ Auch SPD-Fraktionschef Achim Hütten sprach sich wie alle anderen Fraktionen den Mitarbeitern und Verantwortlichen des Jobcenters gegenüber aus: „Hier wird sich wirklich um jeden gekümmert und von daher war es richtig, das Jobcenter zu kommunalisieren.“
