Viele Erst-Spender bei Blutspende in Bendorf
Angst genommen - Leben gerettet
Blutspenden ist lebenswichtig: „Es wäre toll, wenn aus den Erstspendern Dauerspender werden“
Bendorf. „Wir hatten knapp zehn neue Erst-Spender“, freut sich eine der beiden Ärztinnen, die Erst-, Einzel- und Dauerspender vor einer Blutspende untersuchen. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes Rheinland-Pfalz hatte um Blutspender geworben, weil die Vorräte weitgehend aufgebraucht sind und die Versorgung der regionalen Krankenhäuser nicht mehr gesichert schien.
Der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuz in Bendorf sorgt sich um die Rahmenbedingungen vor Ort.
Hier findet die Blutspende nun wieder in der Karl Fries Realschule plus im zweiten Obergeschoss statt. Die Blutspendestationen hatten immer mal wieder gewechselt.
Das freundliche DRK-Team ist zahlreich vertreten beim Empfang, wo die Formulare ausgedruckt werden. Jeder Spender muss einen kurzen Fragebogen zu seiner Verfassung ausfüllen. Anschließend prüfen Ärzte, ob die Spender zugelassen werden. Im Spenderaum wartet bereits das humorvolle Team mit letzten Routinedingen, bevor die Spender auf einer Liege Platz nehmen können. Je nach Wunsch oder Vene kann die Spende am rechten oder linken Arm vorgenommen werden. Ein kleiner „Pieks“ und alles ist fast wieder vorbei. Einige Teströhrchen werden gefüllt, bevor die Spende entnommen wird. „Viel trinken ist nicht nur am Spendetag wichtig“, betonen die Ärzte und Helfer immer wieder, es stehen auch ausreichend Getränke vor Ort bereit, um den Flüssigkeitshaushalt vor der Spende aufzubauen. „Schön, dass Sie als Erstspender hier sind. Was hat Sie zur Spende bewogen?“ „Ich habe es in der Zeitung gelesen, habe erkannt, dass es wichtig ist und das man mit einer Blutspende Leben retten kann“. „Wir hoffe, Sie kommen nun regelmäßig!“, lächelt man der jungen Spenderin zu, die beteuert, sie habe sich das „schlimmer“ vorgestellt.
Über die Verfügbarkeit von Blut macht man sich im Ernstfalle im Krankenhaus oftmals keine Gedanken, es ist „einfach da“.
Und so bleibt tatsächlich zu hoffen, dass aus den Erstspendern Dauerspender werden, von denen es in Bendorf schon viele gibt. „Das ist unser Potenzial. Heute standen die Blutspender sogar im Treppenhaus Schlange“, freut sich das Team vom Roten Kreuz.
Der Ortsverband hilft hier am Empfang, bei der Betreuung der Spender, verteilt den Druckverband nach der Blutspende und sorgt für herzliche Umsorgung nach der Spende. Dann werden Kaffee und Kuchen gereicht oder nun sogar Würstchen mit Brötchen. Hier sitzt man noch gemütlich beisammen und kann sich austauschen. „Sie spenden schon über 70 Mal? Das ist ja unvorstellbar“, meint die junge Dame und man sieht ihr an, wie sie im Kopf rechnet, wie viele Jahre das wohl ausmachen würde. „Ich hoffe, wir sehen uns noch häufiger hier wieder“.
Und dann kommt der Blutspender, der sonst in Eitelborn spendet, aber beim dortigen Blutspendetermin nicht vor Ort sein kann und sich deshalb einen Ausweichtermin in der Region gesucht hat. „Ich gehe schon so viele Jahre, mir ist das wichtig“, meint er. Die Menschen sehen zufrieden aus beim Bendorfer Blutspendetermin, sowohl im Aktiventeam, aber auch bei den Spendern selbst.
BLICK aktuell Bendorf wird die nächsten Blutspendetermine rechtzeitig vorher ankündigen.
PS