Blumen, Buden und Boutiquen
Bendorf lockte wieder zahlreiche Besucher zur neunten Auflage des Bauern- und Gartenmarktes
Bendorf. Wenn der Termin zum Bendorfer Bauern- und Gartenmarkt mit seinem festen Platz im Eventkalender näher rückt, geht so manchem Freund von Pflanzen und Dekor das Herz auf. Kein Wunder also, dass die urige Veranstaltung im Zentrum Bendorfs in seiner neunten Auflage wieder ganze Heerscharen von bummelnden Menschen anlockte. Und nicht minder interessant ist auch der mit dem Markt verbundene verkaufsoffene Sonntag.
Tatsache ist: Der Bauern und Gartenmarkt ist einer der wichtigsten Daten im Jahresverlauf. Das weiss auch Bürgermeister Michael Syré. „Neben dem Weihnachtsmarkt lockt das heute Programm die meisten Menschen in die Stadt.“, so der Stadtchef, der selber durch die mit Marktständen dicht besetzten Gassen flanierte. „Rund 100 Aussteller sind heute bei uns zu Gast“, so Syré weiter. Zwischen all den Gaumenfreuden, herrlich-blühenden Pflanzen und handgefertigten Dekomaterialien für Haus und Hof ließ sich trotz der Besuchermassen ein ganz bestimmter Gast kaum blicken: Die Sonne versteckte sich hinter einem dichten Wolkenvorhang; dafür blieb es wenigstens trocken. Nicht so wie im Jahre 2012. „Letztes Jahr sind wir beinahe weggeschwommen vor lauter Regen“, erinnert sich Syré. Daran dachte jedoch am vergangenen Sonntag keiner der Besucher, denn auch trotz trüber Sicht wurde jedem etwas geboten. Für den kleinen „Gartenfreunde“ ist zum Beispiel das heiß geliebte Ponyreiten im Stadtpark gar nicht mehr wegzudenken und auch für die Eltern gab es überall etwas zu entdecken.
Die Marktbeschicker ließen dabei nichts aus, was Pflanzenliebhaber schätzen. Prachtvolle Stauden und Zierblumen säumten die Straßen und Gassen Bendorfs und auch der Nutzgarten konnte mit neuem Equipment ausgerüstet werden. So ließen sich neue und altbewährte Gerätschaften für die Gartenarbeit erwerben und es durfte hier und dort auch schon einmal „probegeharkt“ werden. Auch Leckereien wie regionale- und überregionale Wurst- und Fleischwaren waren im Angebot ebenso wie vollmundige Weine, beispielsweise von fleißigen Winzern aus Hammerstein. Absoluter Höhepunkt war jedoch, so wie in jedem Jahr, die exklusive Modenschau auf dem Kirchplatz zu St. Medard, der sich als Kern- und Treffpunkt des Garten- und Bauernmarkt etabliert hat. Auf einem Laufsteg, der sich nicht vor dem großen Bruder in Mailand verstecken muss, präsentierten Models die neuesten Trends der aktuellen Frühjahrsmode.
Diese ist gerade in diesem Jahr recht breit gefächert, so bestaunten die Modefreunde auf dem voll besetzten Kirchplatz zum Beispiel angesagte „Baggy-Styles“ , neue Brillen-Innovationen von den örtlichen Optikern und schicke Hutkreationen. Diese wurden jedoch nicht nur von den klatschenden Besuchern direkt vor der recht groß ausgefallen Bühne, sondern auch von den vielen Gästen auf den Terrassen der Cafés, Restaurants und Kneipen, die direkt am Kirchplatz gelegen sind, gefeiert. Hier war für den Rastsuchenden kaum mehr die Chance gegeben, überhaupt einen Platz zu ergattern. Ganz klar: Der Markt rund um Blumen, Balkon und Boutiquen war wieder ein Erfolg auf ganzer der Linie. Das lässt sich auch für den Betrachter erkennen, der wohlmöglich das erste Mal zu Gast war. Passanten, die mit Tüten gerade zu bepackt sind, lachende Kinder und ein frischer Duft von Kräutern in der Luft lassen keinen Zweifel aufkommen, dass auch die Auflage im kommenden Jahr mindestens genauso toll sein soll. Hier sind die Köpfe der Organisatoren bestimmt auch schon jetzt am qualmen. Denn im nächsten Jahr steht der erste zweistellige Geburtstag des Gartenmarktes an. Und für den zehnten Ehrentag wird sicher ein ganz besonderes Programm ausgearbeitet werdenROB
Trübes Wetter, strahlenden Gesichter: Die Models trumpften bei der Modenschau mit Professionalität auf.