Allgemeine Berichte | 12.12.2014

Modellprojekt Bürgerarbeit läuft aus

Eine Erfolgsgeschichte

Vielen Teilnehmern gelang der Übergang in ein festes Arbeitsverhältnis

Kreis Mayen-Koblenz. Im Jahr 2010 entwickelte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Modellprojekt „Bürgerarbeit“. Ziel war es, in einem mehrstufigen Verfahren Arbeitslose in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Rund 200 Jobcenter beteiligten sich bundesweit an der Aktion. In Rheinland-Pfalz wurden 638 Bürgerarbeitsplätze angeboten, rund die Hälfte davon in Mayen-Koblenz. Dadurch wurden nicht nur elf Millionen Euro an Fördergeldern in den Landkreis geholt, fast einem Drittel der Teilnehmer aus dem Kreisgebiet gelang im Anschluss der Übergang in ein festes Arbeitsverhältnis. Dazu der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth: „Die Bürgerarbeit war ein gutes Instrument, von welchem viele Langzeitarbeitslose und das Gemeinwesen nachhaltig profitiert haben.“

Die Bürgerarbeit setzte sich aus zwei Phasen zusammen: Zunächst durchliefen die Teilnehmer eine sechsmonatige Aktivierungsphase. Das Jobcenter bereitete darin die Arbeitslosen mit intensiver Beratung, Förderung und Weiterqualifizierung auf den Arbeitsmarkt vor. In der anschließenden Beschäftigungsphase gingen die Teilnehmer bis zu 36 Monate lang einer Beschäftigung in einem speziellen Bürgerarbeitsplatz nach, den das Jobcenter zuwies. Diese Tätigkeiten mussten eine Arbeitszeit von mindestens 30 Wochenstunden und einen Bruttolohn von über 900 Euro im Monat beinhalten, alternativ kamen bei 20 Wochenstunden 600 Euro monatlich in Betracht. Gefördert wurde, neben dem Lohn, auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. Alle Arbeitsplätze mussten zusätzlich im öffentlichen Interesse und wettbewerbsneutral sein, um keine Konkurrenz für den allgemeinen Arbeitsmarkt oder die bestehende Wirtschaft darzustellen. Während der Beschäftigungsphase wurden alle Teilnehmer durch das Jobcenter betreut. Beispiele im Landkreis Mayen-Koblenz waren Tätigkeiten als Energiesparhelfer zur Beratung von einkommensschwachen Haushalten, Klinikscouts bei der Rhein-Mosel-Fachklinik zur Unterstützung der Patienten und Besucher auf dem Klinikgelände oder Helfer in Vereinen zur Unterstützung der Ehrenamtler. Auch beim Natur- und Umweltschutz oder der „Essbaren Stadt Andernach“ waren Bürgerarbeiter im Einsatz. Jobcenter-Geschäftsführer Rolf Koch erklärte: „Die Bürgerarbeit brachte Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur sehr geringe Chancen haben, in ein Beschäftigungsverhältnis. Das ist ein toller Erfolg. Das Projekt zeigte, dass wir auch in Zukunft Beschäftigungsmöglichkeiten im sogenannten sozialen Arbeitsmarkt benötigen. Wir hoffen deshalb, dass das Bundesarbeitsministerium ein vergleichbares Nachfolgeprojekt auf den Weg bringt.“ Weitere Informationen unter: www.jobcenter-myk.de.

Pressemitteilung

Jobcenter

Landkreis Mayen-Koblenz

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