Allgemeine Berichte | 20.04.2015

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Erste Ideen für die Gesellschaft des langen Lebens im Landkreis

Kreis MYK. Im Februar fand der Auftakt „Demografie - Gesellschaft des langen Lebens im Landkreis Mayen-Koblenz“ in der Philosophisch Theologischen Hochschule in Vallendar statt. Dabei wurde gefragt: Wie stellt sich jeder Einzelne das Leben und Wohnen in seiner Gemeinde vor? Was kann man für die Vernetzung und Infrastruktur tun, welche Anreizsysteme kann man für zivilgesellschaftliches Engagement schaffen? Die Auswertung liegt nun vor. Der Landkreis Mayen-Koblenz hat in den letzten Jahren verstärkt beim Thema Familienfreundlichkeit auf Aktivitäten rund um die Unterstützung von Familien mit Kindern gesetzt. Kindertagesstätten, Tagespflege und Ferienbetreuung standen genauso im Fokus wie der qualitative Ausbau der Schulen. Doch wie sieht es mit den älteren Menschen im Landkreis aus? Mit der Pflegestrukturplanung wird seit vielen Jahren gute Arbeit geleistet und der Kreis ist mit Beratungsstellen bei den Pflegestützpunkten sowie mit ambulanten Diensten und Altenheimeinrichtungen gut aufgestellt. „Das alleine wird nicht reichen, um uns im demografischen Wandel zukunftsfähig zu halten“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig. Dies hat auch der Kreistag so gesehen: Das Kreisentwicklungskonzept und die Projektarbeit Familienfreundlicher Landkreis sollen sich verstärkt den älteren Generationen unter dem Fokus „Gemeinsam statt einsam“ widmen. Mehrere Veranstaltungen sind in 2015 geplant, um Impulse für Veränderungsprozesse zu geben und diese aber auch aktiv einzuleiten und mitzugestalten. Wer beim Auftakt in Vallendar Patentrezepte erwartet hatte, sah schnell: Diese gibt es nicht. Saftig: „Es ist wichtig, dass jeder für sich erkennt, dass wirkungsvolle Veränderungsprozesse individuell sein müssen. Diese Prozesse hängen von unterschiedlichen Strukturen im Ort ab, vor allem aber von den Menschen, die sie in Gang setzen und steuern. Was für einen Ort das Beste ist, sollten die Menschen entscheiden, die in diesem Ort leben. Dies sind die jüngeren und die älteren Menschen gleichermaßen. Je mehr Veränderungsprozesse generationsübergreifend gestaltet werden, umso wirkungsvoller werden sie sein.“ Ansätze, wie Veränderungsprozesse eingeleitet und gestaltet werden können, gaben die Antworten der Teilnehmer auf Leitfragen im Anschluss an die Vorträge der Referenten. Zur Profilbildung in den Gemeinden wurden viele Ideen, Visionen und Fragen, aber auch Kritik aufgeschrieben. „Viele stellen sich ihre Gemeinde als Gemeinde der Selbsthilfe vor, mit starken Vereinen und starker Nachbarschaftshilfe“, erklärt Projektleiterin Lea Bales. Sie möchten in einer Gemeinde mit pflegeorientierter Infrastruktur leben, die Beratung und Unterstützung bietet, zugleich aber auch barrierefrei ist. Nachbarschaftshilfe, Kirche und starke Vereine sollen die Generationen miteinander verbinden. Gewünscht ist auch ein breites Angebot, für Aktivitäten und gesellschaftliche Teilhabe. Doch wie können Senioren untereinander vernetzt werden? Wie kann das Zugehen auf andere und Ungewohntes gefördert werden? Wer koordiniert die Profilbildung? Fragen, die geklärt werden müssen. Zur Bedarfsplanung und Infrastruktur wurde die „kooperierende Gemeinde“ gesehen. Dahinter steht die Idee, dass mehrere Gemeinden sich für Planungen und konkrete Projekte zusammenschließen. „Infrastruktur wie Fahrdienste für Senioren, Barrierefreiheit, altersgerechter und finanzierbarer Wohnraum sind die Visionen“, so Bales. Als Anreizsysteme für zivilgesellschaftliches Engagement sehen viele die Idee, Schulprojekte zu fördern, um junge Menschen einzubinden und das Zusammenleben von Jung und Alt zu fördern. Junge „Alte“ sollten mit ins Boot genommen werden und Familienstrukturen gefördert werden, damit Ressourcen frei werden für ehrenamtliches Engagement. Der Landrat sieht in der Auswertung eine gute Diskussionsplattform für die Akteure innerhalb der Gemeinden und Städte: „Es war ein Auftakt und ein erster Schritt. Das muss erweitert und konkretisiert werden. Danach müssen aktiv Umsetzungsmaßnahmen folgen, um sich der demografischen Entwicklung stellen zu können.“ Sich terminlich dabei festzulegen, macht laut Saftig keinen Sinn: „Gute Ideen brauchen Zeit, man muss die Menschen überzeugen und mitnehmen.“ So stehe auch die Bündelung vorhandener Aktivitäten auf der Agenda. Lea Bales: „Es gibt bereits gute Aktivitäten in den verschiedenen Arbeitskreisen im Landkreis und in den Kommunen vor Ort, diese gilt es, zusammenzutragen und transparent zu machen.“ Eine weitere Veranstaltung gibt es im Juli zu „Multiplen Häusern“. Info: Lea Bales unter (02 61) 10 82 75, lea.bales@kvymk.de.

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