Kreisfeuerwehrverband hatte zur Jahreshauptversammlung in Mayen-Hausen eingeladen
Feuerwehren wollen die mutigste und lebendigste Bürgerinitiative bleiben
Fast 3000 Aktive Floriansjünger sind im Landkreis aktiv
Mayen/Kreisgebiet.Über 200 Feuerwehrfrauen und –männer waren am vergangenen Sonntagmorgen in den großen Saal des Hausener Bürgerhauses in zur Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes gekommen. Damen und Herren, die wertvolle Arbeit leisten, und die für die Sicherheit aller Bürger/Innen Tag und Nacht bereitstehen. So konnte der Vorsitzende Horst Helmes in seiner Begrüßung viele Vertreter der Kommunen als gern gesehene Gäste willkommen heißen.
Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit
„Das ist für mich ein Zeichen, dass sie alle die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrangehörigen in hohem Maße anerkennen und würdigen“, freute sich Helmes, ehe Ferd Faber in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Sterbekasse, mit deren Hilfe Angehörige von verstorbenen Feuerwehrern unterstützt werden, einen ausführlichen und detaillierten Bericht über die wertvolle Arbeit dieser Einrichtung abgab. Fachlich versiert, der Geschäfts- und Kassenbericht von Heinz Engels, in dem er akribisch genaue Angaben zu Ein- und Ausgaben, dem Mitgliederstand und den Sterbefällen machte. Im Jahre 2013 waren 2273 aktive A1 Feuerwehrmitglieder und 897 A2 Mitglieder der Altersabteilungen gemeldet. Insgesamt waren bis zum Stand an 1.10.2013 genau 39 Sterbefälle zu verzeichnen. Würdig dann die von der Feuerwehrkapelle, unter der Stabführung von Bernd Schmitz, musikalisch mit „Ich hat einen Kameraden“ umrahmte Ehrung der Toten des Jahres, ehe Horst Helmes in das „Mammutprogramm“ der Jahreshauptversammlung überleitete.
Guter Austausch
Der gute Austausch der Kreisverbände untereinander und der Kontakt zu den Hilfsorganisationen, wie DRK oder THW kam in den diversen Grußworten immer wieder positiv zu Gehör. Landrat Dr. Alexander Saftig, der unter anderem die Ehrung für Walter Weber mit dem großen Wappenteller Revue passieren ließ, informierte unter anderem über die Katastrophenschutzübung 2012, die Beschaffungen für den Zivil- und Katastrophenschutz sowie über Haushaltsmittel für laufende Beschaffungen der Wehren. In seiner Ansprache kam immer wieder die eng mit der Heimat und „seiner“ Feuerwehr verbundene Einstellung des Kreischefs zum Ausdruck. Auch Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis sprach lobende Grußworte: „Ihre auf hohem Einsatzstand befindliche Arbeit ist für uns alle unschätzbar wertvoll. Ich wünsche Ihnen allen immer eine gute Hand“, so der Stadtchef, der in Begleitung von Hausens Ortsvorsteher Karl-Josef Weber an der Veranstaltung teilnahm.
Wertvoller Einsatz
Auch die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, die Abgeordneten des Landtages, Josef Dötsch und Marc Ruland, sowie der Kreisbeigeordnete und Kreisvorsitzende des DRK, Bernhard Mauel, Kreisfeuerwehrinspekteur Walter Weber und Landesfeuerwehrpräsident Frank Hachemer, sowie viele weitere Persönlichkeiten, wahre „Feuerwehrikonen“, aus Feuerwehrwesen und Politik, lobten den wertvollen Einsatz aller Floriansjünger und natürlich auch der Feuerwehrdamen in höchsten Tönen und zollten ihren Respekt, fanden aber in ihren Ansprachen auch kritische Worte: „Die Bevölkerung weiß oft gar nicht, was unsere Wehrleute alles bewirken. Da fehlt den Kameraden oft der nötige Respekt, die Motivation für ihre wertvolle Arbeit. Darüber hinaus haben wir zu viele administrative Aufgaben, vom Mitglieder- und Nachwuchsmangel ganz zu schweigen“. Frank Hachemer fand lobende Worte für seinen engagierten Stellvertreter, Ferd Faber aus Mayen, der mittlerweile sein Amt niedergelegt hatte.
Nach den Regularien einer JHV mit vielen von den Amtsinhabern akribisch genau ausgeführten Themen kam man zum wohl wichtigsten Punkt des Tages: Beim TOP 4 ging es dann nämlich um die Abstimmung zum „4 Punkte Papier“, in dem vier entscheidende Kriterien angesprochen werden und gefordert wird, dass die kommunalen Gebietskörperschaften als Träger der Feuerwehren, der Landesfeuerwehrverband, sowie weitere Institutionen diese umsetzen beziehungsweise sich für eine Umsetzung einsetzen. Diese, in einer Präambel beschriebenen vier Punkte umfassen 1. Die Entlastung des Ehrenamtes sowie die Personalgewinnung und –erhaltung, 2. Strukturen des Feuerwehrwesens, 3. Einsatzmittel und 4. Aus- und Fortbildung. Einige Diskussionen löste die in der Präambel angegebene Anpassung der Einsatzgrundzeit von bisher 8 auf 10 Minuten aus, wozu es ein Für und „Wider gab. Letztendlich wurde allerdings dem 4-Punkte-Programm zugestimmt.
Neuwahlen
Unter der Leitung von Willi Monn wurden dann die Neuwahlen durchgeführt. Als Kassenrevisoren wurden Michael Zeyen, Hermann-Peter Heuft und Albert Ospel gewählt, und die erfolgreiche Vorstandsarbeit wird vom Vorsitzenden Horst Helmes, den beiden Stellvertretern Christoph Buttner und Uwe Mayer, dem Kassenverwalter Thomas Velten und dem Schriftführer Hans-Joachim Schmalenbach, nach Wiederwahl weiter geführt.
Beim Punkt 12, dem Tätigkeitsbericht der einzelnen Fachgebietsleiter, informierten diese gekonnt und fachlich versiert über ihre einzelnen Ressorts. Festlich wurde es bei den Ehrungen von zwei hochverdienten Floriansjüngern. Menschen, die in ihrem Feuerwehrleben Großartiges geleistet haben. Arnd Lenarz aus Weißenthurm und Theo Schröder aus Bendorf erhielten das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber. Ganz überraschend kam eine weitere Ehrung dazu. Der alte und neue Vorsitzende des Kreisverbandes, Horst Helmes erhielt als Dritter im Bunde das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold. „Ich bin sprachlos,“ so seine Reaktion.
Im Top „Anträge und Verschiedenes“ ging es hauptsächlich um die Termine in 2014, Sport in der Feuerwehr oder das Fitness Abzeichen. Der Vorsitzende Horst Helmes bedankte sich am Schluss bei allen Anwesenden für ihr Kommen, ihre Geduld und ihre Aufmerksamkeit für all das, was mit dem Leitspruch der Floriansjünger „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ zu tun hat.
Kreischef Landrat Dr. Alexander Saftig – Seine Feuerwehren liegen ihm am Herzen.
