Politik | 17.05.2015

Jusos Mayen-Koblenz informieren sich vor Ort

Tierschutz braucht Unterstützung

Starker Geldmangel bedroht nicht nur das Tierheim Andernach

Jusos Mayen-Koblenz informierten sich im Tierheim Andernach.privat

Mayen-Koblenz. Die Tierheime erfüllen eine wichtige Aufgabe in einer Gesellschaft, die sich dem Tierschutz verbunden fühlt und sich diesem sogar im Grundgesetz verpflichtet hat. Deshalb besuchten die Jusos Mayen-Koblenz auf Initiative von Juso Dominik Pretz das Andernacher Tierheim, um sich über die Situation dieser Einrichtungen und die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu informieren. Leiterin Dr. Eva Maret führte die Jusos durch die Einrichtung und berichtete über die aktuellen finanziellen Probleme und dem Mangel an Hilfe seitens der Politik. Die Jusos MYK kamen zu einer ernüchternden Erkenntnis: Trotz ihrer so wichtigen Aufgabe kämpfen viele Einrichtungen um ihre Existenz. Denn die anfallenden Kosten können durch die Mitgliedsbeiträge der Vereine und die Unterstützung von den Städten nicht gedeckt werden, da letzterer zu gering ist. „Das ist nicht zu verstehen“, so Florian Kohns, stellvertretender Vorsitzender der Jusos MYK. „Das Tierheim in Andernach ist, wie viele andere in Deutschland auch, eine private Einrichtung. Der Verein macht das aus Tierliebe. Aber wenn er gezwungen ist, das Tierheim aus Geldmangel zu schließen, müssen die Städte eines einrichten. Dazu sind sie verpflichtet. Das aber würde viel teurer werden, als die Unterstützung für die privaten Einrichtungen zu erhöhen!“

„Der Tierschutz gebietet Intervention“

Das Tierheim Andernach ist zuständig für die Stadt Andernach sowie die Verbandsgemeinden Weißenthurm und Pellenz. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Aufnahme abgegebener, ausgesetzter oder beschlagnahmter Tiere auch das Einfangen und die Kastration frei lebender Katzen. „Es gibt Hunderte von frei lebenden Katzen im Gebiet dieser drei Gemeinden. Wenn diese sich vermehren, kann das zu erheblichen Problemen für Haustiere, aber auch für sie selbst führen, da sie nicht mehr genügend Nahrung für sich und ihre Jungen finden und verhungern. Der Tierschutz gebietet Intervention, um das Elend dieser Tiere zu mindern“, erklärt Jungsozialistin Annalena Hardt.

„Dass diese Institution dennoch mit Geldmangel zu kämpfen hat, erschließt sich uns nicht“, meint Juso Tim Becker. Vorsitzender Faisal El Kasmi fügt an: „Wir fordern die Kommunen auf, sich an einen Tisch zu setzen und über eine Erhöhung der Bezuschussung des Tierheims zu sprechen. Wir brauchen diese Institution und es kann nicht sein, dass sie so wenig Geld erhalten. Wir werden uns politisch für das Tierheim und die Tiere in Not einsetzen.“

Jeder kann sich engagieren

Auch Bürgerinnen und Bürger können das Tierheim unterstützen. Möglich sind unter anderem eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein Andernach oder eine Spende, die Übernahme einer Tierpatenschaft oder das Engagement als Gassigänger.

Die einstimmige Meinung der Jusos Mayen-Koblenz: „Wir möchten alle, die sich dem Tierschutz verbunden fühlen, aufrufen, sich im Tierheim zu engagieren. Es ist eine wichtige Institution, die jede Unterstützung gebrauchen kann!“ Nähere Informationen gibt es im Internet unter (www.tierschutzverein-andernach.de) oder vor Ort im Tierheim.

Pressemittelung

Jusos Mayen-Koblenz

Jusos Mayen-Koblenz informierten sich im Tierheim Andernach.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
17.05.201516:29 Uhr
YDT

Warum werden die Tierheime nicht überwiegend von den Einnahmen der "Hundesteuer" untertützt, sondern müssen vorwiegend von Sach und Geldspenden der Bürgerinnen und Bürger um ihre Existenz kämpfen. Gerade die Stadt Andernach hat einen relativ hohen Steuersatz für Hunde. Das würde zum anderen auch mehr Anklang und Verständnis bei den zahlenden Hundehaltern haben, die dann sehen, das das Geld sinnvoll eingesetzt wird.

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Rund ums Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Innovatives rund um Andernach
Titel
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Titelanzeige
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
237

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2277

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Anzeige "Rund ums Haus"
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Anzeige KW 14
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator