Jusos Mayen-Koblenz informieren sich vor Ort
Tierschutz braucht Unterstützung
Starker Geldmangel bedroht nicht nur das Tierheim Andernach
Mayen-Koblenz. Die Tierheime erfüllen eine wichtige Aufgabe in einer Gesellschaft, die sich dem Tierschutz verbunden fühlt und sich diesem sogar im Grundgesetz verpflichtet hat. Deshalb besuchten die Jusos Mayen-Koblenz auf Initiative von Juso Dominik Pretz das Andernacher Tierheim, um sich über die Situation dieser Einrichtungen und die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu informieren. Leiterin Dr. Eva Maret führte die Jusos durch die Einrichtung und berichtete über die aktuellen finanziellen Probleme und dem Mangel an Hilfe seitens der Politik. Die Jusos MYK kamen zu einer ernüchternden Erkenntnis: Trotz ihrer so wichtigen Aufgabe kämpfen viele Einrichtungen um ihre Existenz. Denn die anfallenden Kosten können durch die Mitgliedsbeiträge der Vereine und die Unterstützung von den Städten nicht gedeckt werden, da letzterer zu gering ist. „Das ist nicht zu verstehen“, so Florian Kohns, stellvertretender Vorsitzender der Jusos MYK. „Das Tierheim in Andernach ist, wie viele andere in Deutschland auch, eine private Einrichtung. Der Verein macht das aus Tierliebe. Aber wenn er gezwungen ist, das Tierheim aus Geldmangel zu schließen, müssen die Städte eines einrichten. Dazu sind sie verpflichtet. Das aber würde viel teurer werden, als die Unterstützung für die privaten Einrichtungen zu erhöhen!“
„Der Tierschutz gebietet Intervention“
Das Tierheim Andernach ist zuständig für die Stadt Andernach sowie die Verbandsgemeinden Weißenthurm und Pellenz. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Aufnahme abgegebener, ausgesetzter oder beschlagnahmter Tiere auch das Einfangen und die Kastration frei lebender Katzen. „Es gibt Hunderte von frei lebenden Katzen im Gebiet dieser drei Gemeinden. Wenn diese sich vermehren, kann das zu erheblichen Problemen für Haustiere, aber auch für sie selbst führen, da sie nicht mehr genügend Nahrung für sich und ihre Jungen finden und verhungern. Der Tierschutz gebietet Intervention, um das Elend dieser Tiere zu mindern“, erklärt Jungsozialistin Annalena Hardt.
„Dass diese Institution dennoch mit Geldmangel zu kämpfen hat, erschließt sich uns nicht“, meint Juso Tim Becker. Vorsitzender Faisal El Kasmi fügt an: „Wir fordern die Kommunen auf, sich an einen Tisch zu setzen und über eine Erhöhung der Bezuschussung des Tierheims zu sprechen. Wir brauchen diese Institution und es kann nicht sein, dass sie so wenig Geld erhalten. Wir werden uns politisch für das Tierheim und die Tiere in Not einsetzen.“
Jeder kann sich engagieren
Auch Bürgerinnen und Bürger können das Tierheim unterstützen. Möglich sind unter anderem eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein Andernach oder eine Spende, die Übernahme einer Tierpatenschaft oder das Engagement als Gassigänger.
Die einstimmige Meinung der Jusos Mayen-Koblenz: „Wir möchten alle, die sich dem Tierschutz verbunden fühlen, aufrufen, sich im Tierheim zu engagieren. Es ist eine wichtige Institution, die jede Unterstützung gebrauchen kann!“ Nähere Informationen gibt es im Internet unter (www.tierschutzverein-andernach.de) oder vor Ort im Tierheim.
Pressemittelung
Jusos Mayen-Koblenz

Warum werden die Tierheime nicht überwiegend von den Einnahmen der "Hundesteuer" untertützt, sondern müssen vorwiegend von Sach und Geldspenden der Bürgerinnen und Bürger um ihre Existenz kämpfen. Gerade die Stadt Andernach hat einen relativ hohen Steuersatz für Hunde. Das würde zum anderen auch mehr Anklang und Verständnis bei den zahlenden Hundehaltern haben, die dann sehen, das das Geld sinnvoll eingesetzt wird.