„Traditionen weiterleben lassen“
Interessengemeinschaft „Sääner Kermes“ bemüht sich um das Traditionsfest im Pfarrgarten der Abteikirche in Sayn
Bendorf-Sayn. Die „Interessengemeinschaft Sääner Kermes“ organisiert seit knapp fünfzehn Jahren das Traditionsfest im Pfarrgarten in Sayn im Schatten der Abteikirche. Eine inzwischen verjüngte Mannschaft hegt viel Interesse am Fortbestand der Kirmestraditionen in Sayn und bemüht sich, mit Programm und Ausgestaltung des Festes, Gäste und Publikum von Freitag bis Montag Abend gut zu unterhalten. „Nur gemeinsam können wir die Tradition aufrecht erhalten“, wissen sie. So gut auch im Vorfeld alles durchdacht wird, es geht nur, wenn auch die „Rahmenbedingungen“ stimmen. „Es wäre toll, wenn der Zugweg für den großen Festzug am Samstag, der in diesem Jahr eine Stunde früher startet, von der Vorstadt bis zum Kirmesbaum mit Fahnen, Dekoration und Zuschauern gesäumt wäre. Das wäre auch für uns ein Zeichen, dass sich Arbeit und Aufwand im Sinne der Tradition lohnen“, betonen die Aktiven und sind schon heute gespannt, nicht nur auf den „Kermes-Samstag“. In Sachen Tradition kann die Interessengemeinschaft gleich mehrfach mit positiven Nachrichten aufwarten: Es gibt in diesem Jahr sogar zwei „Jahrgänge“, die die Kirmes mit begleiten und sonntags gibt es auch wieder ein „Traditions-Weckkomando mit ‚Knebbelschesmusik“. Doch zuerst heißt es traditionell „die Sääner senn im Bersch“. Am 20. April wird dann mithilfe des Löschzuges aus Sayn der Transport des Kirmesbaumes über den Stromberger Weg erfolgen. „Die Stroomer sollen also früh genug zum Einkaufen fahren, damit es keinen Stau gibt“, lächeln die Mitglieder der Interessengemeinschaft. Durchführende Vereine sind die Karnevalsgesellschaft 1937 Sayn e.V., der Sportverein Blau-Weiß Sayn, der Musikverein Sayn und der Männergesangverein Sayn. Ein bunter Festumzug der Ortsvereine und der Jugend startet am Samstag Nachmittag (27. April schon um 15 Uhr) „an der Rothen Mühle“. Anschließend wird das Traditionssymbol der Eierkrone am Baum aufgehangen. Erstmals wird auch die Möglichkeit für Kaffee und Kuchen im Festzelt angeboten. Das Festzelt öffnet bereits am Freitag (26. April) gemeinsam mit den Fahrgeschäften. In der Zeit von 17:30 bis 18 gilt auf allen Fahrgeschäften „Freie Fahrt“. Freitags um 19 Uhr beginnt der „1. Sääner Gaudi Cup“, ein „Lebend-Kicker-Spiel im Zelt“, bei dem die Ortsvereine in einem Spaßturnier gegeneinander antreten in Mannschaften mit sechs Personen. Am Kirmessonntag (28. April um 10 Uhr) gehört natürlich der gemeinsame Kirchgang zum festen Programm, gemeinsam geht es zum Festzelt und Pater Norbert wird eine Zeltsegnung vornehmen. Anschließend startet der Frühschoppen mit musikalischer Unterhaltung, einem deftigen Eintopf aus der „Gulaschkanone“ und Bühnenprogramm. Die Aussteller bieten am Kirmesmontag (29. April) ermäßigte Fahrpreise auf den Fahrgeschäften an und dann wird der lokale Höhepunkt sicher wieder das “Spätschoppen“. Ab 17 Uhr unterhalten dann der Musikverein und der Männergesangverein in gewohnter Weise. Moderator Rolf Barthel wird das Kirmesgeschehen wieder in gewohnter Art kommentieren und freut sich mit dem Organisationsteam schon jetzt auf eine besondere Traditionskirmes.
„Wäre schön, wenn die Bemühungen, die wir ja allesamt für die ‚Sääner‘ auf die Beine stellen, auch so angenommen und unterstützt würden“. Auch Musik und eine Cocktailbar wird es an allen Tagen der „Sääner Kermes“ geben.
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